Tag 101 noch 39 Tage bis zum Start von “The Long Walk”

Wetter: leichter Schneeregen 1°

Gestern bin ich wohl etwas zu viel umher gelaufen denn mein Bein ist ziemlich angeschwollen. Ich habe es über Nacht hochgelagert und heute morgen war es wieder besser. Ich werde es aber im Auge behalten denn dies ist bei einem Muskelfaserriss nicht sehr typisch.

Wie ich schon gestern selber schrieb, sollte ich das Bein nicht zu viel belasten.  Ansonsten habe ich gestern noch einige Bücher durchstöbert und kleinere Punkte auf meiner Liste abgehakt. Ich merke, dass mir die Bewegung heute ziemlich fehlt.

Erste grobe Planung

Nachdem ich die Radstrecke von den Etappen her geplant hatte ging ich an die Planung der Wanderstrecke. Zuerst habe ich mich auf vorhandene Informationen und Bücher gestützt. Von Grövelsjön in Mittelschweden bis Hamburg gibt es ein zusammenhängendes Wandernetz. Es besteht aus mehreren kleinen Fernwanderwegen und zu allen konnte ich zumindest die Gesamtlängen herausfinden, die der E1 auf dem jeweiligen Weg verläuft.

Bei einigen dieser Wege gab es auch Vorschläge für geeignet Tagesetappen. An zwei Stellen gabe es kurze Probleme. Es waren Verbindungsstrecken zwischen zwei Wegen die nicht markiert und ausgezeichnet sind. Dies betraf die Strecke von Mullsjö zum Redvägsleden und die Strecke vom Wanderweg Århus-Silkeborg zum Heerweg. Letzterer existiert, ich konnte nur keine Länge und Informationen finden. Eine grobe Schätzung ergab aber bei beiden Abschnitten, dass es sich um eine Tagesetappe von knapp 20-25km handeln müsste.

Dann kam der einfache Schritt. Ich habe sämtliche Längen addiert und durch 20 geteilt (Annahme: 20km pro Tag). Zum Ergebnis von 94 Tagen addierte ich noch die 2 Verbindungsetappen und hatte meine erste Hausnummer von 96 Wandertagen. Jeden 10. Tag habe ich einen Ruhetag geplant und ging von einer Gesamtzeit von 105 Tagen aus.

Andere Wege nördlich von Grövelsjön

In einigen Büchern kann man lesen, dass der nördliche Kungsleden und Teile des Nordkalottledens in den E1 eingebunden werden sollen. Da es sich dabei um ein sehr großes Stück Weg handelt und es dazu Informationen gibt, habe ich die Strecke mit eingebunden.

Bei der Recherche bin ich schnell auf die eher unbekannte Nordlandsruta gestoßen. Sie verläuft parallel zum Kungsleden und ist teilweise identisch mit dem Nordkalottleden. Von der Länge her führt sie sogar ein kleines Stück weiter nach Süden als der Kungsleden. Außerdem verläuft sie oft auf norwegischem Gebiet.

Dadurch wurde es mit einem Schlag einfacher die Punkte für die Depots anzulegen. Dies notierte ich und wollte die Wanderung weiter planen. Ich habe den Kungsleden dann beiseite gelassen und die Informationen, die ich über die nordlandsruta bekommen konnte verarbeitet. Auch hier habe ich einen Tageswert erhalten.

Das Stück vom Nordkap über Alta zum Treffpunkt mit dem Nordkalottleden habe ich mir komplett selber gesucht und mit Hilfe zweier Programme grob vermessen. Das gleiche betrifft den Teil zwischen dem Ende der Nordlandsruta und Storlien. Für den Abschnitt Storlien bis Grövelsjön wiederum gab es Informationen.

so hatte ich als allerersten Wert knappe 200 Wanderetappen und 20 Ruhetage.

Der Zeitraum

Ich war mir sicher, dass dieser Wert schon ganz gut geschätzt war und habe angefangen mit dem Kalender zu spielen. Bei einer Wintertour wäre ich Anfang Januar aufgebrochen. Ich habe somit die 70 Tage für die Radtour und die 220 Tage für die Wanderung addiert und den Abfahrtstermin auf den 2.1. gelegt. Dann wäre ich Anfang bis Mitte Oktober wieder in Hamburg gewesen.

Da die Idee der Wintertour eh verschoben war, habe ich den gesamten Block im Kalender so verschoben, dass der Start der Wanderung ungefähr Anfang Mai erfolgen würde. Dabei erkannte ich, dass ich ungefähr Anfang bis Mitte Dezember in Hamburg wäre.

Dies fand ich sehr gut und habe die grobe Planung abgeschlossen und diesen zeitlichen Rahmen definiert.

Theoretische Vorbereitung:

Bücher für die Tour geplant.

Körperliche Vorbereitung:

xxx

Kostenzähler:

88 Euro

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