Etappe 10

10

Greena – Göteborg (Mi. 10.3.2010)

Länge 96,7km (+ 1,1Ü) HM↑ HM↓
Verlauf:

Varberg Fähre (km 0) – Varberg Kaltbadehaus (km 0,6) – Varberg Festung (km 1,0) – Kärradal (km 10,8) – By Stade (km 13,6) – Kreuzung zur Straße (km 15,9) – Frilessas (km 28) – Äsa (km 33,5) – Gräberfeld von Li (km 47,2) – Fjäras (km 48,7) – Kungsbacka (km 60) – Askim (km 85,9) – Göteborg Ende (km 96,7)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Varberg Kaltbadehaus

2 Varberg Festung

3 Varberg Kirche

4 Getteron Naturcenter

5 Kirche Värö

6 Gräberfeld von Li

7 Kirche Fjäras

8 Kungsbacka Kirche

9 Kungsbacka Innenstadt

10 Askim Kirche

10a Naturhistorisches Museum

10b Seefahrsmuseum

11 Masthuggskirche

12 Oscar Frederiks Kirche

13 Haga

14 Skansen Kronan

15 Haga Kirche

16 Fischkirche

17 Göteborg Dom

18 Innenstadtinsel

Kilometer

(km 0,6)

(km 1)

(km 1,6)

(km 2)

(km 19,3)

(km 47,2)

(km 48,7)

(km 60)

(km 60)

(km 85,9)

(km 95,6)

(Anmerkung)

(Anmerkung)

(Anmerkung)

(Anmerkung)

(Anmerkung)

(Anmerkung)

(Anmerkung)

(Anmerkung)

(Anmerkung)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S + U 0,5h)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S + U 1h)

(S)

Anmerkung:

  1. In Varberg wird ein Depot in der STF Herberge in der Festung angelegt (0,5h).
  2. Die Erkundung von Göteborg erfolgt zu Fuß nach Beziehung der Unterkunft, daher keine km Angaben (4h)
  3. In der Herberge in Göteborg wird ein weiteres Depot angelegt.
  4. Internet aktualisieren.
Links:

www.stenaline.de

www.visitsweden.com

www.turist.varberg.se

www.halland.se

www.kungsbacka.se

www.goteborg.com

www.goteborgsmaritimacentrum.com

Zeitungen, Fernsehen:

Hallands Nyheter

Göteborgs-Posten

Kosten:

Pauschale

Herberge Göteborg

Einkaufen

Naturhistorisches Museum

Seefahrtsmuseum

Essen Bombay

Normal

5€

18€

10€

(x)

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(18€)

(10€)

(x)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(18€)

(x)

(4€)

(4€)

(15€)

Übernachtung:

STF Herberge Göteborg

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Dänemark Conrad Stein Verlag Bd. 169 ISBN: 9-783866-861695

Zeitbedarf:

Fahrt (6,5h) – U Pausen (1,5h) – Fotos (0,5h) – Pausen (0,5h) – Sehenswürdigkeiten (2,5h) (2,5h) (3h) – Reserve (0,5h) – sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

12h (12h) (13h)

Abfahrt: 6.30h Land: Dänemark /Schweden
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.47h
Sonnenuntergang:
18.00h

Nachdem ich mich lange Zeit in der Truckerlounge beim Fährterminal aufgewärmt hatte, ging ich relativ pünktlich auf die Fähre. Es war ein komisches Gefühl als einziger mit dem Bike dort zu stehen. Links von mir die Wohnmobile und rechts von mir die PKW´s. Als es endlich losging durfte ich als allererster auf die Fähre fahren. So konnte ich mir schnell einen guten Schlafplatz oben sichern.

Eine kurze Inspektion des Schiffes zeigte mir dann wer das selbige fährt und auch wenn die Schreibweise nicht die gleiche ist, so fühlte ich mich sofort sicher mit Kaptäin Kyrk auf der Brücke. Die Nacht wurde dann sehr kurz was weniger daran lag, dass ich in solchen Situationen nicht schlafen kann, sondern an den Biertinkenden Dänen und Schweden die die Überfahrt nutzten um aufzutanken.

Als Varberg dann erreicht wurde, war es 6.30h und ich zog mich schnell um. Ein Blick auf die Fahnen im Hafen bestätigte meine Hoffnung und ich hatte Rückenwind. So kam ich gegen 6.45h los. Seit gestern Mittag tut mir die rechte Leiste sehr weh und ich frage mich woher. Die einzige plausible Erklärung wäre, dass ich beim Aufsteigen aufs Rad mich verzogen habe. Beim gehen behinderte es mich sehr und umso erfreuter war ich, dass es beim Radfahren ging. Kurz nach Varberg erreichte ich das Getterön Naturreservat. Hier ist eine große Vogelbeobachtungsstation eingerichtet. Ein Besucherzentrum informiert über die verschiedenen Bereiche des Naturreservats.

Die ersten 20km waren in weniger als einer Stunde absolviert und ich hatte endlich mal einen flow. Die Strecke war wunderschön nachdem man den Hafen von Varberg erstmal hinter sich gelassen hat. Danach verläuft die Strecke oft sehr dicht am Wasser entlang.

Das Gräberfeld von Li mit Naturum

Das Naturum Fjäras Bräcka liegt auf einer Endmoräne. Bei einer Endmoräne handelt es sich um den Abschnitt wo eine Eiszunge auf die Ablagerungen des Meeres gestoßen ist. Das Eis drifte zu diesem Zeitpunkt mal vor und mal zurück und so staute sich die Ablagerungen immer weiter auf. Sowohl das Eis als auch das Meer zogen sich immer weiter zurück und so entstand diese wunderschöne Aussicht mit der weite und dem Meer auf der einen und dem See Lygnern auf der anderen Seite. Das Gräberfeld selber besteht aus 125 bronzezeitlichen Bautasteinen sowie 4 Grabhügeln, 26 Stein- und 13 Schiffssetzungen aus der Völkerwanderungs und Wikingerzeit. Diese Gräber sind ca. Auf die Jahre 400 – 1000n.Chr. zu datieren. In der Nähe des Gräberfeldes befindet sich der Cholerafriedhof der Region.

Kurz danach wurde Kungsbacka erreicht und ich machte kurz davor noch einen ungewollten Abstecher in die falsche Richtung, da ich weder meinen Aufzeichnungen noch der Beschilderung folgte. Wie kam es dazu? Ich sah nur eine große Kirche und habe sie sogleich als die von Kungsbacka angesehen. Dies war leider falsch und somit habe ich knapp 3,5km Umweg in Kauf genommen.

Allgemein waren heute fast alle Kirchen auf, nur waren aufgrund des Karfreitages überall Ostermessen. Da ich dort nicht stören wollte blieb für Innenaufnahmen nur die richtige Kirche von Kungsbacka.

Nachdem ich in Kungsbacka Geld abgehoben habe ging es weiter Richtung Göteborg. Die letzten 35km verliefen fast ausschließlich auf einen alten Bahndamm. Vom Conrad Stein Verlag gibt es ja ein Buch über den Radweg in Schweden und Norwegen und der Autor hat bei diesem Abschnitt schon darauf aufmerksam gemacht, dass mehr als 20 Hindernisse die Fahrt lästig machen. Ich muss sagen er hat recht und habe den Sinn dieer künstlichen Unterbrechungen nicht erkannt. Sie stehen weder an steilen oder langen Abfahrten wo man sehr schnell sein könnte, noch an großen Straßen. Sie sind teilweise so eng, dass man extrem langsam durchfahren muss oder eben schieben muss. Bei einigen dieser Hindernisse kann man auch drumrum fahren was auch reichlich gemacht wird.

Nach einem kurzen Abstecher an die Küste verliefen die letzten 8km in den Vororten von Göteborg neben einer Hauptstraße. Die STF Herberge erreichte ich gegen 14h und habe schonmal geduscht und angefangen den Bericht zu schreiben. Die Herberge selber befindet sich in einem ehemaligen Seemannsheim von 1831 und wenn man sich im oberen Stockwerk befindet fühlt man sich leicht wie auf einem Schiff, sowohl der Boden als auch die Wände verlaufen alles andere als gerade, wie auf den Bildern zu sehen ist.

Göteborg

Göteborg erkundete ich dann zu Fuss. Mittlerweile hatte es begonnen zu regnen und ich war froh schon so früh angekommen zu sein. Ich hoffe vor allem für morgen auf besseres Wetter bin aber eher pessimistisch. Göteborg selber ist bis auf einige kleinere Ecken nicht besonders schön. Sogar das Stadteigene Kraftwerk liegt in der direkten Nähe der Altstaddt und der ehemaligen Festung. Göteborg selber wurde 1619 durch König Gustav II. Adolf gegründet und erhiel 1621 Stadtrecht. Göteborg wuchs schnell und es kamen viele Einwanderer in die Stadt. Im Stadtrat von 1641 war mit 4 Schweden, 3 Deutschen und Holländern und 2 Schotten besetzt. Die Holländer wurden vor allem für ihr Wissen im Bereich des Bauwesens angestellt. Anfangs bestand Göteborg aus vielen Grachten und der holländische Einfluss war sehr gut sichtbar. Diese Grachten wurden aber im Verlaufe der Jahre zugeschüttet. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte entwickelte sich Göteborg immer weiter zu einem Warenumschlagsplatz.

Göteborg ist bekannt für seine Kaffehauskultur und obwohl ich keinen Kaffee trinke kann dies nur bestätigen. Die meisten alten Gebäude befinden sich auf dem Gustav Adolfs Torg. Eine große Statue des Stadtgründers steht in der Mitte des Platzes. Aufgrund des schlechten Wetters und des Karfreitages war sehr wenig los und ich konnte mich gut bewegen. Auf dem Rückweg ging ich noch beim Dom vorbei. Leider war schon alles geschlossen und so beendete ich meinen Stadtbummel mit einem Supermarkteinkauf. Ich holte mir fürs Abendbrot Pytt y panna und Fleischwurst. Sobald ich auf meiner Wanderung durch Göteborg komme werde ich hier einen Ruhetag einlegen und dann genügend Zeit haben die Stadt zu erkunden. Ich merke wie ich jetzt sehr müde werde und die letzten 48 Stunden mit wenig Schlaf machen sich bemerkbar.

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