Etappe 11

11

Göteborg – Ellös (Do. 11.3.2010)

Länge 103,7km (+ 1,0Ü) HM↑ HM↓
Verlauf:

Göteborg (km 0) – Bohunsfestung (km 23,5) – Kungaälv Kirche (km 24,0) – Diseröd Kirche (km 32,3) – Jörlanda Kirche (km 50,3) – Stenegsund (km 59,7) – Värekil (km 77,8) – Nösund (km 93,7) – Ellös (km 103,7)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Göteberg Stadien

2 Bohunsfestung

2a Bohus Festung Museum

3 Kungaälv Kirche

4 Diseröd Kirche

5 Jörlanda Kirche

6 Stenegsund Brücken

7 Ellös

8 Hallberg Rassywerft

Kilometer

(km 3,5)

(km 23,5)

(km 23,5)

(km 24,0)

(km 32,3)

(km 50,3)

(km 59,7)

(km 103,7)

(km 103,7)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:
Links:

www.visitsweden.com

www.goteborg.com

www.hostel-gothenburg.com

www.vastsverige.com

Zeitungen, Fernsehen:

Göteborgs-Posten

Stenungssundsposten

ST Tidningen

Kungälvsposten

Kosten:

Pauschale

Bohus Festung

Schlafen Ellös

Essen Ellös

Normal

5€

(x)

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(x)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(5€)

(25€)

(25€)

Übernachtung:

Im Zelt in der Nähe von Ellös

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (7h) – U Pausen (0h) – Fotos (0,5h) – Pausen (1h) – Sehenswürdigkeiten (1,5h) (1,5h) (2h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

10,5h (10,5h) (11,5h)

Abfahrt: 8.00h Land: Schweden
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.44h
Sonnenuntergang:
18.03h

Da die Strecke von Varberg nach Göteborg so gut geklappt hat, habe ich mir in der Jugendherberge ein Frühstück gegönnt. Ich haute mir den Magen voll und startete gegen 8.30h bei besten Wetter. Heute standen wieder knappe 100km auf dem Programm und ich war optimistisch es gut zu schaffen. Der Anfang der Strecke verlief sehr blöde an Autobahnen und Industriegebieten entlang. Diese weniger angenehme Umgebung und eine Baustelle liessen mich unachtsam werden und so verfuhr ich mich. Erst war ich begeister wie gut die Schweden auch für Radfahrer eine Umleitung ausschildern. Leider war genau an der Stelle, an der ich hätte unter der Autobahn durch fahren müssen die Unterführung gesperrt. Ich radelte also immer weiter geradeaus und wusste, dass der Weg neben der Autobahn langführen sollte. Leider war es die falsche Autobahn und erst nach knapp 7,5km fiel mir der falsche Weg auf und ich drehte um. Zum Glück war das Wetter gut und ich musste nicht auch noch deshalb meckern. Als ich dann endlich den richtigen Weg gefunden hatte kam ich gut vorran.

Die Strecke heute war gekennzeichnet durch ein stetiges auf und ab. Bis zur Bohusfestung verlief der Weg immer noch in der Nähe der Autobahn. Danach allerdings wurde er immer traumhafter.

Die Bohusfestung

Die Bohusfestung liegt am Zusammenfluss von Göta älv und Nordre älv. Bis zum Frieden von Roskilde bildete die Göta älv die Grenze zwischen Norwegen und Schweden. Die Festung hatte daher eine hohe strategische Bedeutung. Begonnen mit dem Bau wurde im Jahre 1308 und durch die Bauweise aus Stein war es eine der stärksten Festungen in Skandinavien. Durch den Namen der Festung leitet sich der Name der Umgebung ab, Bohuslän. Die Festung wurde sehr oft belagert aber nie eingenommen. Einmal schafften es die Schweden einen Teil einzunehmen wurden dann aber mitsamt den Pulvervorräten dort in die Luft gejagt. Der Angriff wurde daraufhin abgebrochen. Nach dem Frieden von Roskilde gelang die Festund in schwedischen Besitz. So kam es auch in dieser Zeit zu einer Besatzung, diesmal belagerten allerdings die Norweger die Festung. Die Belagerung war die schwerste in der Geschichte der Festung und dauerte fast 2 Monate. In letzter M;inute erhielten die Schweden Hilfe und so konnte auch dieser Angriff abgewehrt werden. Danach verlor die Festung immer mehr an strategischer Bedeutung und sie wurde als Gefängnis genutzt. Als Schweden in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet erlaubte man den Bürgern von Kungälv im Jahre 1789 die Festung als Steinbruch zu nutzen. Dies geschah mal mehr und mal weniger und wurde erst am Ende des 19. Jahrhundert unterbunden. Seit dieser Zeit versucht man die Festung wieder zu restaurieren bzw aufzubauen. Bis heute werden Anstrengungen unternommen die Festung wieder komplett aufzubauen.

Nach der Festung entledigte ich mich erstmals meinder langen Hose und konnte in kurzer Hose weiter radeln es war mittlerweile so heiß, dass es schon fast zu unangenehm war. Die Strecke verlief durch Wälder und des öfteren traf ich auf den Bohusleden, einen Wanderweg der Bohuslän von Süd nach Nord durchzieht. Irgendwann möchte ich diesen Weg gerne mal wandern. Ich durchfuhr das Svartedalen (Svarte Tal) und war begeistert. Kurz danach erreichte ich Jörlanda und kaufte mir eine Apfelsine. Es ist immer wieder faszinierend wie sensibel die Geschmacksnerven sind, wenn man kaputt ist. Weiter gin es zur Tjörnbron. Diese weitgeschwungene Hängebrücke sah ich schon von weitem und es dauerte dennoch eine knappe halbe Stunde bis ich sie erreicht hatte. Von der Brücke bot sich ein wundervoller Ausblick und ich war froh diese Brücke bei so gutem Wetter erreicht zu haben.

Die Tjörnbron

Hierbei handelt es sich um ein Brückensystem, welches mehrere kleine Inseln verbindet. Die Hauptbrücke, die Tjörnbron ist eine Schrägseilbrücke von 664m Länge und einer Durchfahrtshöhe von 43m. Die Brücke wie sie heute befahren wird stammt aus dem Jahre 1981. Die Vorgängerbrücke stürtzte duch die Kollision eines norwegischen Frachters ein. Dieser Frachter hat im Nebel die Fahrrinne verloren und fuhr gegen einen der Brückenpfeiler, die damals noch im Wasser standen. Der Mittelteil der Brücke stürtzte daraufhin ein und es gab auch einige Tote. Der Neubau dauerte 22 Monate und als Konsequenz erbaute man die Brücke nun nach dem Vorbild der Golden Gate Bridge. Die Feiler stehen nun auf dem Festland und die neue Brücke ist sehr gut beleuchtet.

Direkt hinter der Brücke ist ein kleiner Rastplatz mit Sitzgelegenheiten und es empfiehlt sich dort eine Pause einzulegen. Der Rest der Strecke bis Ellös war dann schnell gemeister. Ich wusste, dass kurz hinter Ellös eine Kirche ist und entschied mich bis dorthin weiter zu fahren um meine Wasservorräte aufzufüllen. Leider bot sich bei der Kirche aber kein guter Übernachtungsplatz und ich fuhr einfach weiter. Bei Malö gelang ich zur ersten kostenlosem Fähre und setzte auf die Insel Flatön über. Der Weg verlief auf und ab durch dieses wunderschöne Schärengebiet. Es war unglaublich wie sehr jeder Zentimeter genutzt wird. Überall wo ich hätte mein Zelt aufbauen können, war schon mit ferienhäusern belegt und da Ostern war, waren viele über Ostern hinausgefahren. Ich fuhr immer weiter und durch die schöne Landschaft machte mir dies auch nichts aus. Bei der zweiten kostenlosen Fähre musste ich dann aber pausieren. Ich hatte die letzte Abfahrt verpasst und suchte mir in der Umgebung einen Schlafplatz. Diesen fand ich dann auch auf dem Bauplatz einer neuen Unterkunft. Ich stellte mein Zelt auf und genoss den Rest des abends.

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