Etappe 12

12

Ellös – Fjällbacka (Fr. 12.3.2010)

Länge 93,3km (+ 1,0Ü) HM↑ HM↓
Verlauf:

Ellös (km 0) – Malö Fähre (km 3,0) – Flatön (km 9,1) – Fyskebeksil (km 20,6) – Lysekil Kirche (km 22,5) – Bro (km 51,5) – Kreuzung 162/171 (km 55,4) – Nordens Ark (km 62,4) – Bovallstrand (km 71,6) – Hamburgsund (km 85,4) – Fjällbacka (km 93,3)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Kirche Morlanda

2 Kirche Flatön

3 Kirche Dragsmark

4 Klosterruine Dragsmark

5 Fyskebeksil Kirche + Häuser

6 Lysekil Kirche

6a Lysekil Havets Hus

7 Kirche Brastadt

8 Bro Kirche

9 Nordens Ark Tierpark

10 Kirche Tossene

11 Kirche Bovallstrand

12 Kirche Svenneby Gammla Ka

13 Kirche Svenneby

14 Fjällbacka Kirche

15 Fjällbacka Ingrid Bergman Torg

16 Fjällbacka Vattebeget

Kilometer

(km 2,7)

(km 9,1)

(km 13,3)

(km 13,3)

(km 20,6)

(km 22,5)

(km 23)

(km 46,6)

(km 51,5)

(km 62,4)

(km 66,4)

(km 71)

(km 75)

(km 76)

(km 93,3)

(km 93,5)

(km 94)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

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(S)

Anmerkung:

1. Die Fähren bei  Malö und Flatön sind kostenlos

Links:

www.visitsweden.com

www.vastsverige.com

www.vasttrafik.se

www.nordensark.se

www.fjallbacka.com

Zeitungen, Fernsehen:

Bohusläningen

Lyskekilsposten

Kosten:

Pauschale

Fähre Fiskebäckskil – Lysekil

Eintritt Zoo

Hotel Fjällbacka

Essen Fjällbacka

Havets Hus

Normal

5€

3€

12,50€

(x)

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(3€)

(x)

(x)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(3€)

(12,50€)

(60€)

(30€)

(9€)

Übernachtung:

Im Zelt in der Nähe von Fjällbacka

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (6h) – U Pausen (0h) – Fotos (0,5h) – Pausen (0h) – Sehenswürdigkeiten (4h) (4h) (4,5h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

11h (11h) (12h)

Abfahrt: 7.00h Land: Schweden
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.41h
Sonnenuntergang:
18.05h

Die Nacht muss verdammt kalt gewesen sein, ich habe zwar nicht gefroren aber das Zelt war durch eine dicke Schicht gefrorenen Rauhreifes überzogen. Ich kämpfte mich gegen 7.15h aus meinen Schlafsack und fing an alles zusammen zu packen. Auch wenn mein Zeltplatz noch im Schatten lag, so sah ich, dass es ein wundervoller Tag werden sollte. Ich brach früh auf und da ich ja gestern schon 10km weiter gefahren war als geplant, dürfte es ein schneller Tag werden und ich kann endlich mal den Abend richtig genießen. Ich gelang schnell zur Kirche Dragsmark und der Klosterruine. Leider konnte ich nicht viel über die Klosterruine herausfinden nur, dass das Kloster meist für Missionsarbeit genutzt wurde und es sehr wohlhabend war. Im 17. Jahrhundert wurde es dann aufgegeben und die Steine wurden für andere Bauwerke genutzt.

Kurze Zeit später erreichte ich Fiskebäckskil. Dieser kleine Ort hat einen sehr eigenen aber angenehmen Charme. Weiße Holzhäuser und enge Gassen prägen das Ortsbild und ich gelang zur Fähre, welche mich nach Lysekil bringen sollte. Aufgrund des Sonntages fährt die Fähre aber erst gegen 12.30h und ich hatte 2.5 Stunden zum überbrücken. Dadurch war meine Hoffnung heute mal früh am Zielort zu sein leider dahin und ich nutze die Zeit in einem nahegelegenen Hotel meine Berichte zu aktualieiseren und meine Akkus aufzuladen.

Nachdem ich endlich die Fähre bekommen habe erreichte ich Lysekil. Da ich durch die Fähre schon sehr viel Zeit verloren habe, habe ich den Ort schnell hinter mir gelassen und bin gleich weiter gefahren. Heute war der Wind wieder gegen mich und er kam meist von schräg vorne. Dazu hatte ich schwere Beine und das Wetter wurde im Laufe des Tages immer bedeckter. Regen gab es zum Glück erst als ich bereits mein Nachtlager bezogen hatte. Die Strecke verlief meist in Küstennähe und es gab sehr viele schöne Aussichten für das Auge. Unterwegs fuhr ich an der alten Kirche von Svenneby vorbei und fand es kurios, wie der Glockenturm oberhalb der Kirche auf einen Felsen montiert war. Die Glocke konnte nur über einen Seilzug betätigt werden und das Seil verlief an der Felswand abwärts und endete am Fuss der Wand beim Friedhof.

Der letzte größere Ort vor Fjällbacka hieß Hamburgsund und ich musste doch ein wenig wehmütig an Hamburg denken.

Fjällbacka

Fjällbacka war schon früh als Urlaubsort bekannt. Kurz hinter der Häusern ragen die Felsen steil in die Höhe und den besten Ausblick über die Stadt und das Meer hat man, wenn man den Vetteberget hinauf klettert. Ingrid Bergmann hat hier öfter ihren Sommerurlaub verbracht und ihr zu Ehren heißt der Hauptplatz am Hafen Ingrid Bergman Torg. Auch Teile des Filmes Ronja Räubertochter wurden hier gedreht. Die Kirche von Fjällbacka ist sehr jung und wurde erst im Jahre 1882 erbaut. Sie wurde aus roten Granit, der nur hier in der Region vorkommt errichtet. Mir fiel sofort der Altarteppich auf. So etwas hatte ich noch nie gesehen und interessierte mich, wie es zu dem Teppich kam. Der Pfarrer erzählte mir, dass der Teppich eine Schenkung eines Ehepaares war, die im Jahre 1996 hier geheiratet hatten. Im Jahre 1997 ließen sie der Kirchengemeinde eine Spende zukommen und der Kirchenrat entschied sich zum Kauf des Teppiches. Der Teppich selber ist 4m lang und 1.70m breit. Er steckt voller Symbolik und man kann immer wieder neue Dinge erkennen.

In Fjällbacka angekommen kaufte ich erstmal ein und gönnte mir endlich mal wieder einen Liter Milch. Ich hatte aus Hamburg noch Grießbrei mit und konnte somit einen halben Liter schnell verbrauchen und den Rest am nächsten Morgen trinken. Da ich ja nicht in Fjällbacka direkt schlafen konnte, radelte ich noch einige Kilometer weiter. Es war mittlerweile spät und ich fragte bei einem älteren Ehepaar, welches gerade sein Haus verlies nach, ob ich mein Zelt auf deren Gelände aufbauen dürfe. Sie waren gerade auf dem Weg nach Göteborg, gaben mir aber die Erlaubniss das Gelände zu nutzen und boten mir sogar an auf der Terasse zu schlafen. Die Sitzkissen liessen sie extra für mich liegen und ich brauchte somit nicht einmal das Zelt aufzubauen.

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