Etappe 13

13

Fjällbacka – Swinesund (Sa. 13.3.2010)

Länge 86,8km HM↑ HM↓
Verlauf:

Fjällbacka (km 0) – Skistad (km 4,9) – Museum Tanumshede (km 14,2) – Tanumshede (km 16,8) – Lur (km 28,6) – Skee (km 48,9) – Strömstadt (km 59,2) – Kreuzung E6/176 (km 64,3) – Blonsholm Gräberfeld (km 65,5) – Näsige (km 74,2) – Swinesund (km 86,8)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Felszeichnungen bei Tanumshede

2 Vitlyckemuseum

3 Tanum Kirche

4 Lur Kirche

5 Strömstadt Kirche

5a Strömstadt Museum

6 Strömstadt Rathaus

7 Blonsholmer Gräber

8 Kirche Näsinge

Kilometer

(km 14,4)

(km 14,4)

(km 16,8)

(km 28,6)

(km 59,6)

(km 59,9)

(km 60,5)

(km 65,6)

(km 72,5)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S + U 0,5h)

(S)

(S)

Anmerkung:

1. In Strömstadt besteht Anschluss an eine Fähre nach Sandefjord in Norwegen

Links:

www.visitsweden.com

www.vastsverige.com

www.fjallbacka.com

www.stromstad.se

Zeitungen, Fernsehen:

Strömstadstidning

Kosten:

Pauschale

Strömstad Museum

Essen Strömstad

Normal

5€

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(2€)

(25€)

Übernachtung:

Zelt bei Swinesund

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (6h) – U Pausen (0,5h) – Fotos (0,5h) – Pausen (0,5h) – Sehenswürdigkeiten (2,5h) (2,5h) (3h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

10,5h (10,5h) (11,5h)

Abfahrt: 8.00h Land: Schweden
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.39h
Sonnenuntergang:
18.07h

Ich merke, dass ich daran gefallen finde ohne Zelt zu schlafen. Die Nacht war sehr gemütlich und ich hatte wirklich Glück. Gestern hat es genau dann angefangen zu regnen, als ich unter dem Vordach lag. Die Nacht über hatte es viel geregnet und auch am heutigen Morgen war der Himmel stark bedeckt. Schon kurz nach meinem Start fing es an zu regnen. Zum Glück nur leicht aber doch schon so, dass es nervte. Meine Beine waren immer noch schwer und so kam ich langsam vorran. Nach knapp 12km erreichte ich die Felszeichnungen von Tanumshede

Die Felszeichnungen von Tanumshede

Bei den Felszeichnungen handelt es sich um 3000 Jahre alte, aus der Bronzezeit stammenden Zeichnungen bzw Ritzungen. Auf dem gesammten Gebiet wurden bisher mehr als 10000 verschiedene Motive gefunden. Sie zeigen alle möglichen Arten des kulturellen und religiösen Lebens. Die größten und Artenreichesten Felsritzungen wurden im Jahre 1994 zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt.

Die wichtigsten Felsritzungen liegen beim Ort Vitlycke. Dort entstand auch das Museum, welches kostnefrei über die Felsritzungen informiert. Leider war ich viel zu früh da (sowohl vom Monat als auch von der Tageszeit her) und das Museum hatte geschlossen. Ich erkundete somit auf eigene Faust die Umgebung und war erstaunt der Vielfalt an Motiven. Etwas abseits des Weges (300m) und ein wenig bergauf gab es noch die Steingräber zu sehen und ich kann nur jeden raten, den es in die Umgebung verschlägt sich diese anzugucken. Abgesehen von den Steingräbern hat man von da oben auch einen super Ausblick in die Umgebung. Beim Museum ist auch noch ein Platz angegliedert auf dem im Sommer das Leben in der Bronzezeit nachgespielt wird. So wird Geschichte anfassbar und die Bauten waren auch so schon sehr beeindruckend. Als die Felsritzungen entstanden sind, lag dieser Ort kurz über dem Meer, durch Landhebung befindet er sich mittlerweile auf einer Höhe von 25-30m.

Von den Felsritzungen in Tanumshede ging es weiter Richtung Strömstad. Kurz vor Strömstad lies der Regen dann nach und es wurde noch ein sehr schöner, wenn auch bedeckter Tag.

Strömstad

Strömstad wurde am Ende des 17. Jahrhunderts gegründet. Es diente als Gegengewicht zur norwegischen Stadt Halden. Schnell entwickelte sich Strömstad zu einem Badeort und heute macht der Tourismus den großteil der Wirtschaft aus. Mir fiel hier richtig auf wie die Norweger wie Heuschrecken einfallen. Mehr als 85% der Touristen sind Norweger die aber meist nur einen Tag bleiben um sich mit Alkohol, Tabak und Lebensmitteln einzudecken. Es gibt eine große Fährverbindung nach Sandefjord. Diese Fährroute lebt nur von den kaufwilligen Norwegern. Prunkstück der Stadt ist das Rathaus.

Ich überlegte kurze Zeit ob ich an dieser Stelle abküzen sollte und die Fähre nach Sandefjord nehmen soll. Ich entschied mich dann dagegen denn eines der Highlights sollte am nächsten Tag auf mich warten. Kurz nach Strömstad erreichte ich das Gräberfeld von Blomsholm.

Blomsholm

Auch das Gräberfeld von Blomsholm ist in seiner Ausdehnung beachtlich. Ich konzentrierte mich auf die Schiffsetzung. Die Steine sind fast genau dem Bau eines Schiffes nachemfunden. Es ist faszinierend wieviele Grabanlagen auf meinem Weg liegen und die nördlichsten sind die Felszeichnungen von Alta.

Die norwegische Grenze war bereits sehr nahe und ich bekam kurz davor noch einmal zu spüren wie man extra für die Norweger in 100 Einwohner Dörfer große Supermärkte baute. Auch ich gab hier meine letzten schwedischen Kronen aus und deckte mich mit Süssigkeiten und Obst ein.

Die schwedisch-norwegische Grenze bildet der Swinesund und die darüber führende Brücke. Mitten auf der Brücke war der genaue Grenzverlauf eingezeichnet und ich stellte mein Rad genau so hin, dass es in zwei Ländern gleichzeitig stand.

Norwegen. Das Lande, welches die nächsten Monate meine Heimat sein wird. Ich freute mich richtig über die Grenze zu fahren und da ich mittlerweile echt gut drauf war, radelte ich noch mehr als 10km weiter. Irgendwann gegen 19.30h fand ich eine Garage eines Hauses vor. Es war niemand da und da ich mittlerwiele echt keine Lust mehr habe mein Zelt auf und ab zu bauen und da es nachts keine Minusgrade mehr hat, suche ich immer nach Stellen die Regengeschützt sind um dort zu nächtigen. Ein langer aber ereignisreicher Tag geht zu Ende.

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