Etappe 14

14

Swinesund – Moss (So. 14.3.2010)

Länge 104,5km HM↑ HM↓
Verlauf:

Swinesund (km 0) – Grenze Schweden/Norwegen (km 1,5) – Hoysand (km 15,3) – Skjeberg (km 17,1) – Hauge (km 21,7) – Sarpsborg (km 27,8) – Amundsen Geburtshaus (km 34,9) – Moum (km 37,2) – Frederikstad (km 45,9) – Myklegard (km 53) – Slevik (km 54,7) -. Vikee (km 59,2) – Tomb (km 76,9) – Moss Hafen (km 104)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Kirche Ingedal

2 Kirche Skjeberg

3 Kirche Hafslund

3a Museum Byrgesessel

4 Sarpsborg Kirche

5 Roald Amundsen Geburtshaus

6 Frederikstad Balaklava

7 Frederikstad Provianthaus

7a Frederikstad Walfangmuseum

7b Frederikstad Museum

8 Frederikstad Kirche + Altstadt

9 Frederikstad Dom

10 Tomb Kirche

11 Kloster Vaerne

12 Moss Kirche

Kilometer

(km 11,4)

(km 19,2)

(km 25,7)

(km 27,9)

(km 28,9)

(km 34,9)

(km 45,9)

(km 45,9)

(km 45,9)

(km 45,9)

(km 45,9)

(km 47,2)

(km 76,9)

(km 96,6)

(km 103)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S + U 0,5h)

(S)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:

1. Die Fähre fährt am Samstag bis 24h und am Sonntag ab 7:30h

Links:

www.visitnorway.com/de

www.visitsarpsborg.no

www.opplevfredrikstad.com

www.visitmoss.no

www.basto-fosen.no

http://de.wikipedia.org/wiki/Amundsen

Zeitungen, Fernsehen:

Sarpsborg Arbeiderblad

Fredriksstad Blad

Moss Dagblad

Kosten:

Pauschale

Fähre Moss – Horten

Essen Imbiss

Borgasyssel

Frederikstad Museum

Walfangmuseum

Essen Frederikstad

Mossesia Kro

Normal

5€

5€

10€

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(5€)

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(5€)

(x)

(4,50€)

(4,50€)

(1,50€)

(30€)

(60€)

Übernachtung:

Im Zelt bei Moss oder Horten

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (7h) – U Pausen (0,5h) – Fotos (0,5h) – Pausen (0,5h) – Sehenswürdigkeiten (3h) (3h) (4,5h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

12h (12h) (14h)

Abfahrt: 8.00h Land: Schweden / Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.43h
Sonnenuntergang:
18.14h

Der heutige Tag sollte das erste Highligth bereit halten. Zumindest für mich war es ein Highlight. Der Tag begann wieder sehr trist und ich kämpfte mich gegen 7.30h aus dem Schlafsack. Den ganzen Tag über sollte es einen leichten Nieselregen geben, der mir beim Wandern nicht das geringste ausgemacht hätte, beim radfahren aber sehr nervig ist. Die ersten Kilometer waren schnell gemeistert und die Stadt Sarpsborg lies ich aus. Ich fuhr schnell weiter und erreichte dann das Geburtshaus von Roald Amundsen.

Roald Amundsen

Ich könnte sehr viel über diesen Polarforscher schreiben. Neben Earnest Shakleton fand ich die Geschichten die sich um Amundsen drehen immer am faszinierensten. Nun stand ich vor dem Geburtshaus dieses Mannes und erlebte somit mein erstes Highlight. Mich faszinierte schon immer die Geschichten die sich um die Erforschung der beiden Polkappen dieser Erde drehten. Roald Amundsen war ein Forscher zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Geboren wurde er am 16. Juli 1872 in eben diesem Hause und wuchs hier als fünftes Kind auf. Schon früh faszinierten ihn die Polregionen und seine Schulleistungen litten sehr darunter. Um seine Mutter zu beruhigen fing er ein Studium der Zoologie an. Als die Mutter im Jahre 1893 starb konnte sich Roald endlich seinem Traum widmen und heuerte auf diversen Schiffen an. Er unternahm seine ersten Arktisfahrten. In den Jahren 1903-1906 widmete er sich der Erkundung der Nordwestpassage. Diese Schifffahrtsstraße stellte seit mehr als 3 Jahrhunderten eine Herausforderung dar. Als er aufbrach verlies er Norwegen ohne großes Aufsehen. Im Jahre 1905 erhielt Norwegen seine Unabhängigkeit und als Amundsen im Jahre 1906 erfolgreich von seiner Fahrt durch die Nordwestpassage zurückkehrte wurde er als Staatsheld empfangen und mehrere tausend Menschen begrüßten ihn bei seiner Einfahrt.

Sein größter Erfolg war allerdings die Eroberung des Südpoles. Eigentlich war der Nordpol sein bevorzugtes Ziel. Da allerdings Peary behauptete diesen erreicht zu haben war sein Ziel nun der Südpol. Dieses Ziel musste er aber geheim halten denn Norwegen war noch nicht lange unabhängig und aussenpolitisch gefestigt. Gleichzeitg plante nämlich der Brite Robert Scott ebenfalls die Eroberung des Südpoles. Daher hatte Amundsen Angst Probleme mit der norwegischen Regierung zu bekommen. Erst als das Schiff, die Fram, unterwegs war erzählte er der Besatzung das eigentliche Ziel und stellte ihnen frei von Bord zu gehen. Alle blieben bei ihm und so erreichte er am 14.12.1911 als erster Mensch den Südpol. 35 Tage vor Scott, dessen Expedition in einer Tragödie endete. Im späteren Verlauf seines Leben entdeckte er immer mehr die Bedeutung der Luftfahrt für die Erkundung der Polarregionen. Anfangs als Partner mit dem Italiener Umberto Nobile, später als Kontrahenten versuchte er die Polregionen im Luftschiff zu erkunden. Als sein Kontrahent Nobile verscholl machte sich auch Amundsen auf die Suche nach ihm. Das Schicksal wollte es so, dass er bei der Suche nach seinem Kontrahenten selbst den Tod im Nordpolarmeer fand. Amudsen starb vorraussichtlich am 18. oder 19. Juni 1928.

Ich fuhr weiter nach Frederikstad.

Frederikstad

Frederikstad war von 1567 bis 2002 ein militärischer Stützpunkt der Norweger. Die Altstadt ist schön angelegt und man kann eine Stunde einplanen nur um alle kleinen Gassen abzulaufen. Die Altstadt besteht zum großteil aus Renaissancebauten und vielen kleinen Holzhäusern. Allesamt sind sie gut erhalten und somit trägt frederikstad den Beinamen „besterhaltene Festungsstadt Skandinaviens“. Mich brachte die kleine Fähre in den neuen Teil der Stadt. Leider habe ich erst hier Norwegische Kronen aus dem Geldautomaten geholt und konnte mit 2 500 Kronen Scheinen die Überfahrt in Höhe von 10 Kronen schlecht bezahlen. Eine junge Norwegerin half mir allerdings aus und spendierte mir die Überfahrt. Der Dom, der eine wunderschöne Orgel beinhalten soll war leider geschlossen.

Am Rande von Frederikstad kaufte ich dann erstmals in Norwegen ein und merkte sehr schnell wie teuer Norwegen im Gegensatz zu Schweden ist. Ein wenig frisches Obst musste aber sein.

Schotterpisten in Norwegen

Waren die Schotterabschnitte in Dänemark zwar nervig und schwer zu fahren und waren sie in Schweden sehr gut ausgebaut, so derber sind sie in Norwegen. Ich habe ja schon oft gehört, dass die Norweger sehr hart sein sollen. So schütteln andere Europäer immer nur den Kopf wenn sie die Zeitangaben zwischen den einzelnen norwegischen DNT Hütten sehen. Auf jeden Fall schüttelte ich den Kopf über die Schotterpisten die meinem Material sehr viel abverlangte. Ich sank des öftern mehr als 5cm ein und an einer Stelle musste ich die Taschen einzeln hochtragen und anschließend das Rad, da der Abschnitt sehr steil war. Zugegeben der Winter war hart un einige Abschnitte werden im Sommer besser zu befahren sein. Allgemein sind diese Abschnitte aber sehr anstrengend zu fahren und ich kann nur jeden raten, der eine ruhige Radtour machen möchte, diese Abschnitte zu umfahren.

Ich erreichte Moss am Oslofjord und da endlich der Nieselregen aufgehört hatte entschied ich mich noch etwas weiter zu fahren. Ich setzte mit der Fähre über und radelte aus Horten hinaus. Mein Ziel war es bis Asgardstrand zu fahren. Auf dieser Seite des Oslofjordes fiel mir auch die grösseren Schneereste sogleich auf. An einer Stelle im Wald war es kaum möglich voran zu kommen und ich wich auf die Straße aus. In Asgardstrand steht ein Ferienhaus des Maler Edvard Munch. Dieses eher unauffällige Haus übersah ich fast und hielt mich auch nicht lange dort auf. Ich besorgte mir Trinkwasser und radelte noch ein paar Kilometer weiter. Ich dachte schon mein Zelt aufbauen zu müssen als ich eine Windshcutzhütte fand und dort meine Nacht verbrachte.

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