Etappe 16

16

Sandefjord – Langesund (Mi. 17.3.2010)

Länge 89,3 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Sandefjord (km 0) – Love (km 9,7) – Tjolling (km 11,6) – Kaupang (km 15,5) – Larvik Kirche (km 20,7) – Larvik Hafen (km 21,6) – Jordet (km 25,2) – Stavern Kirche (km 28,3) – ABZ Festung (km 28,6) – Foldvik (km 34,8) – Nevlunghamn (km 44,1) – Helgeroa (km 47,3) – Tveidalen (km 53,6) – Langangen Kirche (km 63,4) – Nystrand (km 70,7) – ABZ Brevik (km 78,6) – Bamble (km 83,5) – Langesund Kirche (km 89,3)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Tjolling Kirche

2 Kaupang Gräberfeld

3 Kirche Larvik

3a Larvik Seefahrtsmuseum

4 Larvik Hafen

4a Larvik Museum

5 Stavern Kirche

6 Stavern Festung

7 Kirche Berg

8 Nevlunghamn Häuser

9 Helgeron Hafen

10 Langangen Kirche

11 Brevik Kirche

12 Langesund Kirche + Leuchtturm

Kilometer

(km 11,6)

(km 15,5)

(km 20,7)

(km 20,9)

(km 21,6)

(km 22,1)

(km 28,3)

(km 29)

(km 39,6)

(km 44,1)

(km 47,3)

(km 62,5)

(km 78,9)

(km 89,3)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S + U 0,5h)

(S)

(S)

(S + A ↔ 0,9 km)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S + A ↔ 0,6 km)

(S)

Anmerkung:

1. Neben der Festung steht noch die Norwegische Pyramide für die gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges

Links:

www.visitnorway.com/de

www.visitsandefjord.com

www.kaupang.uio.no

www.visitlarvik.no

www.stavernguiden.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Larvik Museen

Essen unterwegs

Normal

5€

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(4,50€)

(25€)

Übernachtung:

Im Zelt bei Langesund

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (7,5h) – U Pausen (0,5h) – Fotos (0,5h) – Pausen (0,5h) – Sehenswürdigkeiten (2,5h) (2,5h) (3,5h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

12h (12h) (13,5h)

Abfahrt: 8.00h Land: Norwegen
Wetterdaten:

Zeitbedarf real:

Kosten real:

Sonstiges:

Sonnenaufgang: 6.34h

Sonnenuntergang: 18.21h

Gegen 8.30h bin ich von Lisbeths Gjestehus gestartet. Der Tag begann mit einem grauen Himmel aber zumindest war es trocken. Es waren knapp 20km bis Larvik und insgesamt wollte ich heute 89km fahren. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. In der Gegend um Larvik scheint es Leute zu geben die sich einen Spaß daraus machen die Radschilder umzudrehen bzw anders auszurichten. Auf jeden Fall habe ich mich in der Umgebung um Larvik 3-4 mal verfahren. Zum Glück hatte ich meinen Etappenzettel und wusste so, dass irgendwas nicht stimmte. Somit habe ich mich ab und an für kurze Stücke (nie mehr als 500m) verfahren.

Hinter Larvik kamen dann die ersten richtigen Steigungen. Mal konnte man sie fahren, da sie langgestreckt aber nicht steil waren, mal musste man schieben. Auf jeden Fall wurde auch die Gegend für mich interessanter.

Stavern

Der einzige Ort heute, der ein wenig interessant war, war Stavern. Hierbei handelt es sich um eine alte Festungsstadt. Mittlerweile ist auch hier der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Auf dem Gelende der ehemaligen Festung war lange Zeit eine Werft untergebracht und in unmittelbarer Nähe der Festung ist heute eine Polizeischule. Weithin sichtbar ist auch die Pyramide von Stavern, die sogenannte Minnehalle von 1926. Sie steht als Gedenken für alle gefallenen Seeleute der beiden Weltkriege.

In Stavern studierte ich ein wenig mein Buch über den Nordseeküstenradweg. Dabei fiel mir ein Problem auf. Morgen sollte es eigentlich bis Oysang gehen, eine knapp 70km lange Etappe. Der Grund für die Kürze der Etappe lag in einer Fährverbindung begründet. Die letzte Fähre von Oysang nach Risor fährt um 14.50h. Dies alles stellte kein Problem dar. Die Probleme ergaben sich durch die Tage. Die Fähre von Oysang nach Risor fährt nämlich nicht am Wochenende. Da heute Donnerstag ist, muss ich morgen bis spätestens 14.50h bei der Fähre sein. Somit war das Ziel für heute klar und ich musste einiges an Kilometern zusätzlich fahren.

So haute ich in die Pedalen und kam sehr gut vorran. Das Terrain war zwar anstrengend aber ich mag es wenn es auf und ab geht. Am Morgen hatte ich einige Dinge umgepackt und somit waren die beiden Raben nun für mich besser zu erreichen. Ich werde in Zukunft daher mehr Rabenfotos machen. Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen und ich vermied es längere Pausen zu machen, denn meine verschwitzten Klamotten ließen mich schnell frieren. Die Sclafplatzsuche erwies sich heute als schwer. Ich schaute schon längere Zeit nach einen geeigneten Ort und als ich schon verzweifelte fand ich einen. Ich musste zwar das Zelt aufbauen aber auch das war mir nun egal. Der Schlafplatz lag an einer Badestelle am Ringsjövattet und im Sommer muss dieser Ort ein Traum sein. Der Abend ließ die Anstrengungen des Tages vergessen. Der Regen hatte aufgehört und immer mehr brach die Sonne durch die Wolkendecke hidurch. Nach 121km baute ich schnell das Zelt auf, kochte mir etwas und fiel dann müde in den Schlafsack

Lagerleben

An dieser Stelle möchte ich kurz einen Einblick in den Abend geben. Es ist faszinierend wie bestimmte Handgriffe zur Routine werden und wie man sich immer besser auf das Leben im freien einstellt. Nachdem ein geeigneter Ort gefunden ist, wird als erste das Zelt aufgebaut und alle Taschen im Vorzelt verstaut. Danach ziehe ich mich erstmal um und freue mich auf die trockenen Klamotten. Erst wenn dies erledigt ist denke ich ans Essen machen. Das Kochen dauert meist 20-30 Minuten. Grob gesagt dauert es vom Absteigen vom Rad bis nach dem Essen und bis ich im Schlafsack liege und mich ausruhe knapp 1 Stunde. Der Abend wird dann meist mit lesen und Notizen verbracht. Auch die Planung des nächsten Tages ist bestandteil der abendlichen Routine.

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