Etappe 23

23

Sogndal Strand – Bore Strand (Mi. 24.3.2010)

Länge 105,2 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Sogndal Strand (km 0) – Rekefjord (km 3,8) – Nesväg (km 8,6) – Avendal (km 15,5) – Stapnes (km 23,0) – Egersund (km 32,5) – Ogna (km 51,4) – Brusand (km 56,1) – Vigrestad (km 62,2) – Verhang Kirche (km 69,3) – ABZ Oberstad Fyr (km 69,3) – Skeie (km 85,6) – Orre (km 88,9) – (w) Bore – Bore Strand (km 105,2)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Nesväg Fischerhütten

2 Egersund Kirche

3 Ogna Kirche

4 Brusand World War II Wall

5 Verhaug Kirche

6 Verhaug Alte Kirche

7 Oberstad Leuchtturm

8 Orre Kirche

9 Borre Alter Friedhof

Kilometer

(km 8,6)

(km 32,5)

(km 51,4)

(km 56,1)

(km 65)

(km 69,3)

(km 79,3)

(km 88,9)

(km 102,2)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S + A ↔ 1,0 km)

(S)

(S)

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.sokndal.kommune.no

www.sogndalstrand.no

www.reisemal-sydvest.no

http://www.lighthouses.no

www.regionstavanger.com

www.eigersund.kommune.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Essen Egersund

Normal

5€

(15€)

Low

(2,50€)

(x)

Rich

(10€)

(40€)

Übernachtung:

Im Zelt bei Bore Strand

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (9h) – U Pausen (0h) – Fotos (1h) – Pausen (1h) – Sehenswürdigkeiten (2h) (2h) (2h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

14h (13,5h) (14h)

Abfahrt: 7.30h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.30h
Sonnenuntergang:
18.56h

Nach der Nacht in der Hütte ging es erstmal weiter an der Küste entlang. Auf dem Weg zur Straße 44 hatte ich das Glück einen Ausblick zu genießen, der für mich der bisher schönste auf der Tour war. Es war kein Ausblick auf die Küste sondern einer in die Felsen hinein mit Blick auf einen See. Ich verweilte dort einige Minuten und lies dieses Bild auf mich einwirken. Weiter ging es nach Egersund und ich merkte, dass meine Beine doch ziemlich schwer waren von der der harten Bergetappe des Vortages. Das Wetter zeigte sich wieder einmal freundlich, wenn auch ein starker Westwind blies. Dies war mir am Anfang der Strecke noch egal.

Egersund

Egersund selber fand ich nicht so schön. Es gab wieder einen schönen kleinen Altstadtkern aber die Ausdehnung der Stadt war doch ziemlich groß und ich fühlte mich einfach nicht so wohl wie in anderen Orten bisher. Allerdings gönnte ich mir auch in Egersund an der örtlichen Statoil einen heißen Kakao. Nach Egersund sollten noch einmal zwei sehr schöne aber anstrengende Abschnitte folgen. Der eine hat eine Länge von knapp 8km, der andere von knapp 6km. Zwischen den beiden Abschnitten lagen knapp 2km Schotterweg und Straße.

Die alte Jaerbahntrasse

Die alte Jaerbahn wurde von 1874 – 1878 zwischen Egersund und Stavsnger gebaut. Es handelte sich um eine Schmalspurbahn mit einer Spurbreite von 1067mm. Heutige Bahnen weisen eine Spurbreite von 1435mm auf. Grund für die Schmalspurbahn waren die Gegebenheiten der Umgebung. Die Bahn musste teilweise an sehr steilen Berghängen entlang gebaut werden und es war so schon schwer eine Trasse zu finden. Schlussendlich gelang es dann doch und einen Teil dieser strecke kann man nun erwandern oder erradeln. Für den Radfahrer bedeutet es eine sehr schöne Strecke mit sehr kurzen aber knackigen Anstiegen. Das Auge freut sich.

Der westnorwegische Hauptweg

Dieser 6km lange Abschnitt hatte es auch in sich. In Verbindung mit der Jaerlandtrasse ist es eine beliebte Strecke für Mountainbiker. Einige Abschnitte dieses Weges weisen eine Steigung von 23% auf und es war verwunderlich, dass am Anfang des Weges darauf hingewiesen wurde, dass es bei Regen und mit Gepäck sehr schwer werden kann. Ich wusste, dass es die letzten 6km mit Anstiegen sein werden. Zumindest bis zur Insel Karmoy. Auch von den Ausblicken her war es ein wunderbares Erlebnis diesen Weg entlang zu radeln.

Es wird flacher und ich bin vom Winde verweht

In Ogna enedete der westnorwegische Hauptweg und es wurde tatsächlich flacher. Allerdings hatte sich an der Windlage nicht viel geändert und ich hatte mit Gegenwind zu kämpfen. Auf der einen Seite freute ich mich der schönen flachen Strecke aber der Wind raubte mir mehr Kraft als die Hügel und Berge zuvor. Ich merkte richtig wie das Hochdruck und das Tiefdruckgebiet miteinander kämpften und dieser starke Wind spiegelte sich darin wieder.

Oberstad Fyr

Gegen 16.30h erreichte ich den Oberstad Fyr, einen weiteren Leuchtturm auf meiner Strecke. Dieser lag allerdings nicht annähernd so spektakulär wie der Lindesnes Fyr. Ich verweilte knappe 15 Minuten und genoss den weiten Blick. Dabei merkte ich, wie der Wind immer mehr nachlies. Der Kampf war zu gunsten des Tiefdruckgebietes entschieden. Der Leuchtturm selber wurde im Jahre 1873 erbaut und ist seit 1991 unbemannt. Das Arreal wird aber noch vom norwegischen Wetterdienst genutzt.

Bridge over troubled Waters

Der Wind war wie gesagt weg und ich freute mich auf einige Stunden ruhiges radeln. Leider sollte auch das mir nicht vergönnt sein. Ich wusste, dass der Radweg in der Nähe des Leuchtturmes über eine Hängebrücke führen sollte. Dies Brücke war auch vorhanden und ich machte ein schönes Foto aus der Ferne. Als ich näher kam sah ich dann allerdings, dass die Brücke gesperrt war. Was tun? Nach Links war nur die offene See und selbst diese war noch knappe 700m entfernt. Nach Rechts gab es die nächste Brücke erst mit einen Umweg von 8km zu erreichen. Als erstes suchte ich den Fluss nach einer geeigneten Stelle zum Furten ab. Mit dem Bike war dies aber nicht möglich. So bin ich an der Absperrung vorbei auf die Brücke geklettert. Ich untersuchte sie und ich entschied mich dafür alles rüber zu tragen. Dies war nicht einfach und ich musste die ganze Zeit an das Rätsel mit dem Fluss denken. Für die Interessierten hier das Rätsel. Ein Mann kommt mit seiner Ziege, einem Salatkopf und einen Wolf an einen Fluss. Es gibt ein Boot. Dieses Boot bietet aber nur dem Mann und eines weiteren Teiles Platz. Der Mann darf aber niemals den Salatkopf mit der Ziege alleine lassen und die Ziege mit dem Wolf. Nun soll er mit so wenig Überfahrten wie möglich alle Dinge ans andere Ufer bringen. Ich überlegte ähnlich und wollte so effektiv wie möglich vorgehen. Das schwierigste war das Rad und selbiges brachte ich als erstes rüber. Leider war ich weit und breit alleine auf weiter Spur und es gibt kein Foto wie ich akrobatisch die Sachen hinüber bringe. Nach einer knappen halben Stunde war auch dies geschafft und ich konnte endlich weiter radeln.

Endlich rollt es

Nun ging es gut vorran und ich schaffte in den nächsten 2,5 Stunden noch einmal 40km. Es begann zwar zu nieseln aber das machte mir nichts aus. Die Nacht verbrachte ich dann bei der Kirchenruine von Sola.

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