Etappe 25

25

Avaldsnes – Leirvik (Fr. 26.3.2010)

Länge 86,2 km (+ 0,5Ü) HM↑ HM↓
Verlauf:

Avaldsnes (km 0) – Salhus (km 6,7) – Rossabo Steinkreis (km 7,5) – Haugesund (km 12,3) – ABZ Haraldshauge (km 14,3) – Eltraväg (km 24) – Buaväge Fähre (km 39,3) – Langeväg (km 41,3) – Vika (km 45,5) – Lykling (km 56,1) – Sakseid (km 62,4) – Leirvik (km 86,2)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Rossabo Steinkreis

2 Friedhof Salthus

3 Haugesund Kirche

4 Haugesund Rathaus

4a Karmsund Folkemuseum

4b Dokkern Museum

5 Obelisk Haraldshauge

6 Lykling Kirche

7 Leirvik Kirche

8 Leirvik Altstadt

Kilometer

(km 7,5)

(km 9,5)

(km 12,4)

(km 12,5)

(km 13)

(km 13,5)

(km 14,7)

(km 56,1)

(km 86,1)

(km 86,2)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S + U 0,5h)

(S)

(S)

(S + A ↔ 0,8 km)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:

1. Die Fähre fährt alle volle Stunde auf x.30h  (z.B. 9.30h, 10,30h usw)

Links:

www.visitnorway.com/de

http://www.lighthouses.no

www.tide.no

www.visitsunnhordland.no

www.visithaugalandet.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Fähre

Essen Fähre

Maelandsgarden

Nordvegen

Hotel Avaldsnes

Normal

5€

10€

(x)

(x)

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(10€)

(x)

(x)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(10€)

(15€)

(6€)

(9€)

(75€)

Übernachtung:

Im Zelt bei Leirvik

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (7,5h) – U Pausen (0,5h) – Fotos (1h) – Pausen (1,5h) – Sehenswürdigkeiten (2h) (2h) (3h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h) (0,5h) (1h)

Gesamtzeit:

13,5h (13,5h) (14,5h)

Abfahrt: 8.00h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.27h
Sonnenuntergang:
19.02h

Der vorletzte Tag nach Bergen. Ich startete gegen 8.30h von Wolfgang und Ruth. Schon die ersten Meter zeigten mir, dass mir der Wind mal wieder nicht gut gesonnen ist. Ich kämpfte mich vorran und hoffte auf Besserung im Verlaufe des Tages. Die Stadt Haugesund war schnell paasiert und die erste längere Pause legte ich bereits nach 5km ein. Da erreichten Haralds Hauge (Hauge=Hügel).

Haralds Hauge

Bei Haralds Hauge steht ein Obelisk der angeblich den Begräbnisplatz von Harald Harfrage (Harald I. genannt Schönhaar) markiert. Er gilt als Initiator der politischen und terretorialen Einigung Norwegens. Er wollte die gesammte Küste Norwegens unterwerfen um den Handelsweg an ihr zu sichern. So zog er mit seinen Kriegern aus und gewann am Ende des 9.Jahrhunderts die entscheidende Schlacht bei Stavanger. Im Jahre 872 war durch die Schlacht sein Reich am „Nordvegen“ (Namensgeber für Norwegen) vollkommen. 1000 Jahre später wurde der Obelisk aufgestellt. Umgeben wird er von 29 Provinzsteinen die die Einheit des Landes symbolisieren. Ob Harald Schönhaar wirklich an dieser Stelle begraben liegt kann aber bewzeifelt werden.

In der Nähe von Haralds Hauge steht ein altes Steinkreuz von ca. 945 n.Chr. Solche Steinkreuze wurden oft an Stellen heidnischer Symbolik errichtet bevor es zu Kirchenbauten kam. Das Kreuz bei Haralds Hauge ist knappe 3m groß und brach im 19. Jahrhundert entzwei. Mittlerweile steht es, durch Metall verbunden wieder an seiner Stelle.

Das Wetter war super und so radelte ich schön gegen den Wind an. Ab und an war ich vor dem Wind geschützt und es rollte richtig gut. Die erste Fähre des Tages erreichte ich und setzte mit ihr über. Als ich bei Langevag ankam bemerkte ich ein Schleifen am Vorderrad. Die erste Panne fiel mir auch kurz nach einer Fähre auf und ich fragte mich, ob die Fährleute irgendetwas damit zu tun haben. Eine kurze Untersuchung des Rades zeigte mich dann, dass sich der Lowrider gelöst hatt, da eine der Halteschrauben abgebrochen war. Ich konnte ihn zumindest provisorisch so gut befestigen, dass ich weiter fahren konnte. Da ich bald Bergen erreiche machte ich mir nicht soviele Gedanken darüber.

Die Strecke verlief wunderbar über viele durch Brücken verbundene Inseln und ich blieb öfter stehen und lies die Umgebung auf mich einwirken. Kurz vor Leirvik passierte es dann.

Der Sturz

Ich fuhr auf einen Radweg der eine leichte Rechtskurve machte. Ich sah eine Statoil und da es gerade anfing zu graupeln freute ich mich auf einen heissen Kakao. Mein Augen suchten schon einen geeigneten Ort für ein Pause. Dadurch übersah ich allerdings den hohen Absatz am Ende des Radweges. Die Norweger haben nicht gerade die freudlichsten Übergänge vom Radweg zur Straße. An dieser Stelle war allerdings ein knapp 10 – 12 cm hoher Absatz. Als ich diesen hinunter fuhr erschreckte ich mich und drückte Instinktiv auf die Bremsen. Dies war der zweite Fehler denn dadurch blockierte das Vorderrad und ich machte einen Abflug über den Lenker. Der Helm und eine gute Reaktion meinerseits verhinderten schlimmeres und ich prellte mir ledeglich die Schulter und den Ellenbogen. Es war erst gegen 16.30h und ich hatte geplannt noch einiges zu fahren um am nächsten Tag nur eine kurze Strecke nach Bergen zu haben. Ausser meiner Schulter ist der Lowrider endgültig gebrochen und ich konnte mit diesem nicht weiter fahren. Mein erster Gedanke war mir in Leirvik eine Unterkunft zu nehmen und erstmal meine Schulter zu schonen. Da es dort keine Radläden gibt, versuchte ich zumindest den Lowrider abzubauen. Meine Schulter lies dies allerdings auch nicht zu. Das Glück wollte es so, dass ab Leirvik eine Fähre nach Bergen fährt und so entschied ich mich diese zu nehmen. So habe ich zwei Tage Zeit meine Schulter zu schonen und kann mir in Ruhe die Stadt ansehen.

Bergen

Bergen erreichte ich gegen 20h mit dem Schnellboot. Es war schön diese Stadt im Sonnenschein zu sehen. Bergen ist mit knapp 250 Regentagen im Jahr die Niederschlagreicheste Großstadt Europas. Aufgrund des lahmgelegten Flugverkehrs waren fast alle Unterkünfte ausgebucht. Vor allem Touristen, die mit den Hurtigrutenschiffen zurück kamen saßen in Bergen fest. Somit konnte ich nicht das Vandrerhjem im Zentrum nehmen. Ein Taxi brachte mich nach Montana (in Bergen nicht in den USA) zum großen Vandrerhjem. Hier checkte ich für drei Nächte ein und ruhte mich den Abend über aus.

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