Etappe 26

26

Leirvik – Bergen (Sa. 27.3.2010)

Länge 81,5 km (+ 0,9Ü) HM↑ HM↓
Verlauf:

Leirvik (km 0) – Litlabo (km 5,6) – Kreuzung 545 / NSC (km 20,5) – Fitjar (km 29,7) – Sandvigväg Fähre (km 36,5) – Halhjem (km 36,6) – Os (km 42,3) – Ulven (km 46,1) – Lyse Kloster (km 50,2) – Nordvik (km 53,2) – Fana (km 59,1) – Ra (km 63,1) – Nesttun (km 66,8) – ABZ Grieghaus (km 68,3) – ABZ Stabkirche (km 73,5) – Bergen (km 80,2) – Bergen Bryggen (km 81,5)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Sagvag Kirche

2 Fitjar Kirche

3 Osoyro Kirche

4 Lyse Klosterruine

5 Fana Kirche

6 Grieghaus

7 Fantoft Stabkirche

8 Bergen Torget

9 Bergen Bryggen

9a Bergen Bryggenmuseum

10 Bergen Korskirken

11 Bergen Dom

Kilometer

(km 9,3)

(km 29,7)

(km 43,4)

(km 50,2)

(km 59,1)

(km 69,8)

(km 74,4)

(km 80)

(km 80,5)

(km 80,5)

(km 81)

(km 81,5)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S + A ↔ 3,0 km)

(S + A ↔ 1,9 km)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:

1. Die Fähre fährt alle halbe Stunde, der Preis wurde geschätzt

Links:

www.visitnorway.com/de

http://www.lighthouses.no

www.visitsunnhordland.no

www.visitbergen.com

www.bergen-guide.com

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Fähre

Marken Gjestehus

Bryggen Museum

Essen Torget

Normal

5€

10€

30€

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(10€)

(x)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(10€)

(30€)

(5€)

(18€)

Übernachtung:

Marken Gjestehus

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (7h) – U Pausen (0h) – Fotos (1h) – Pausen (0,5h) – Sehenswürdigkeiten (3h) (3h) (3,5h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (1h) (1h) (1,5h)

Gesamtzeit:

13h (13h) (14h)

Abfahrt: 7.30h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.24h
Sonnenuntergang:
19.05h

Etappe 26R

26R

Bergen (So. 28.3.2010)

Länge xxx HM↑ HM↓
Verlauf:
Am Ruhetag

1 Wäsche trocknen und pflegen ggf. waschen

2 Fahrrad checken und säubern

3 0,5h Unterschriften

4 Duschen und Körperpflege

5 Internet aktualisieren

6 Dom Gottesdienst und innen angucken

7 Hanseatisk Museum

8 Thetamuseum

9 Shotstue

10 Mariakirche

11 Rosenkranzturm und Hakonshallen

12 Seefahrtsmuseum

13 Essen im Pingvinen

14 Acuariet

15 Floybahnen

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.visitbergen.com

www.bergen-guide.com

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Marken Gjestehus

Hakonshalle

Hanseatisk Museum

Akvariet

Essen

Thetamuseum

Schifffahrtsmuseum

Floibahnen

Normal

5€

30€

5€

3,50€

12€

20€

(3,50€)

(3,50€)

(8€)

Low

(2,50€)

(30€)

(x)

(x)

(x)

(20€)

(x)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(30€)

(5€)

(3,50€)

(12€)

(20€)

(3,50€)

(3,50€)

(8€)

Übernachtung:

Marken Gjestehus

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (0h) – U Pausen (0,5h) – Fotos (1h) – Pausen (0h) – Sehenswürdigkeiten (4h) (1h) (4h) – Reserve (0h) – sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

6h (3h) (6h)

Abfahrt: xxx Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
7.21h
Sonnenuntergang:
20.07h

Bergen ist mit knapp 250.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Norwegens. Durch die nahe Lage zu den Erdölfeldern prägen diese auch die Wirtschaft der Stadt. Die Stadt selber entstand um den Naturhafen Vågen herum.

Ich machte mich gegen 8.15h auf den weg in die Stadt und erkannte schnell, dass hier vor 10h nicht viel läuft. Meiner erste Anlaufstation war die Touristeninformation am Hafen. Dort holte ich mir die nötigen Informationen und brachte danach mein Rad zum Radladen. In der Touristeninformation holte ich mir noch die Bergen Card für zwei Tage. Mit dieser Karte hat man freie Fahrt mit allen Bussen und freien Eintritt in fast alle Museen und andere Einrichtungen.

Bryggen

Bryggen (Kai, Brücke) ist ein alter Außenposten der Hanse. Die alten Kontorhäuser bestimmt heute das Stadtbild von Bergen und sind seit 1979 Weltkulturerbe der Unesco. Wenn man nur die front sieht denkt man schnell, es sieht ja nett aus aber so brsonders ist es nun auch nicht. Sobald man aber die Ausdehnung der Häuser nach hinten sieht, die in Holz gehaltenen Gänge und die Enge der ganzen Siedlung, dann ist man sehr schnell beeindruckt von diesen Bauwerken. Fotos und Beschreibungen können leider nicht wiedergeben wie man sich fühlt wenn man dort steht. Im Bryggenmuseum sind die Überreste einiger abgebrannter Häuser zu sehen. Wie es bei solch enger Bauweise üblich ist, haben Flammen es sehr leicht um sich zu schlagen. So brannten auch in Bryggen sehr viele Kontorhäuser ab. Sie wurden aber immer wieder neu, nach orgiginal Plänen wieder aufgebaut. Das Hanseatische Museum zeigt sehr Eindrucksvoll wie die Menschen damals in diesen Kontoren lebten und auch heute noch ist es schön durch die in den Häusern untergebrachten Läden zu schlendern.

Bergenhus Festning (Festung Bergen)

Die Bergenhus Festning ist eine sehr gut erhaltene Festung in Norwegen. Die ältesten Teile stammen aus dem 20. Jahrhundert. Vor allem der Rosenkranzturm und die Hakonshalle bestimmen das Bild der Festung. Die Hakonshalle, benannt nach Hakon Hakonnsson, ist heute der größte Mittelalterliche Profanbau der noch in Norwegen steht. Die Halle hat eine Grundfläche von 37*17m und dient heute noch als Versammlungs und Konzertsaal. Am 20. April 1944 also auf den Tag genau vor 66 Jahren explodierte im Hafen ein niederländisches Schiff, welches mit Dynamit beladen war. Dabei wurden die Festung und vor allem die Hakonshalle stark beschädigt. Auf dem Gelände der heutigen Festung ist auch heute noch viel Militär untergebracht und nur die wenigsten Teile stehen dem Besucher offen. Vom Rosenkranzturm aus bietet sich ein schöner Ausblick über den Hafen (leider war er geschlossen).

Schifffahrtsmuseum und die Statsraad Lehmkuhl

Das Schifffahrtsmuseum fand ich am interessantesten von so vielen Museen die ich besucht habe. In ihm ist die norwegische und vor allem die Bergener Schifffahrtsgeschichte anschaulich dargestellt. Angefangen bei den ältesten Wikingerbooten über die Schiffe der Hansezeit bis hin zur Neuzeit. Ein Teil des Museums befasst sich mit der Geschichte der U-Boote. In dieser Abteilung ist ein Periskop aufgebaut und man kann es benutzten um sich Bergen anzusehen. Auch andere Fernrohre konnten benutzt werde und ich war erstaunt wie stark diese teilweise vergrößern können. Ein weiter Teil der Ausstellung zeigt einige alte Teile des norwegischen Segelschulschiffes „Statsraad Lehmkuhl“. Diese Dreimastbark wurde ursprünglich in Deutschland gebaut und auf den Namen „Großherzog Friedrich August“ getauft. Nach dem 1. Weltkrieg kam es in britischen besitz und wurde dann 1923 von Norwegen gekauft und in „Statsraad Lehmkuhl“ umbenannt. Während des 2. Weltkrieges hieß es dann kurzzeitig „Westwärts“um nach dem Krieg wieder seinen norwegischen Namen zu erhalten. Das Schiff befindet sich in der Hand einer Stiftung und wird teilweise verchartert. So hat auch die deutsche Marine auf dem Schiff ihre Offiziersausbildung durchgeführt als die Gorch Fock in der Werft lag.

Troldhaugen (Grieg Museum)

Für mich das Highlight des Tages war die Villa von Edvard Grieg. Er nannte sie selbst Troldhaugen (Trollhügel). Er verbrachte hier die Sommer und liegt mit seiner Frau Nina auf dem Gelände begraben. Wobei es sich dabei um eine Ruhestätte in einer Felswand handelt. Grieg war der wohl bedeunste norwegische Komponist und ist der berühmteste Sohn der Stadt. Er war klein von der Statur und lediglich 1.52m groß. Im Alter von 16 Jahren erkrankte er zweimal an Tuberkulose. Seine Studienzeit verbrachte er in Leipzig wo er drei Jahre Musik studierte und einen großen Einblick in die Arbeit der deutschen Komponisten erhielt. Er verarbeitete in seiner Musik aber immer seine Sehnsucht nach seiner norwegischen Heimat und so waren seine Stücke immer stark von der norwegischen Volksmusik insperiert. In Deutschland wurde oft über ihn gesagt „er norwegert“. Genau dies machte seine Musik allerdings aus und wer seinen Peer Gynt gehört hat und die Umgebung hier erlebt hat, der weiß wie stark seine Sehnsucht gewesen sein muss. Das Gelände selber ist wunderschön gelegen und es machte Spaß das Gelände zu erkunden. Das Wohnhaus ist noch nach der alten Zeit eingerichtet und seine Kompositionshütte liegt einmalig. Ich frage mich wie er sich da aufs komponieren konzentrieren konnte, denn ich hätte immer über den See geschaut. Seit den 80er Jahre ist auf dem Gelände auch eine Konzerthalle vorhanden. Im Sommer kann man hier Konzerten lauschen.

Floibahnen

Die Floibahnen ist die einzige Standseilbahn Norwegens. Sie führt vom Hafen aus auf den 320m hohen Floien. Die Bahn weist teilweise eine Steigung von 26% auf und die Wagen sind gut um die Gegend anzusehen. Die Bahn wurd 4 Jahre lang gebaut und im Jahre 1918 eröffnet. Sie befördert jährlich mehr als 1 Million Passagiere und vom Floien bietet sich ein wunderbarer Blick über die Stadt. An der Bergstation beginnen viele Loipen und Wanderwege. Hier trifft man das ganze Jahr über Sportler und die Gegen auf dem Gipfel des Floien ist ein wichtiges Sportgebiet der Bergener.

Andere sehenswerte Dinge

Auf meiner Reise wollte ich zu gerne eine norwegische Stabkirche sehen. Da die meisten aber weiter im landeinneren liegen wäre mit dies beinahe verwehrt geblieben. In der Umgebung von bergen gibt es aber die Fantoft Stabkirche. Sie stand ursprünglich in Fortun einem Seitenarm des Sognefjordes. Sie wurde im frühen 13. Jahrhundert gebaut und diente als Gemeindekirche der Umgebung. Dabei handelte es sich um knappe 30 Personen. Die Pest raffte in den Jahren 1349/50 etwa die Hälfte der norwegischen Bevölkerung nieder. Die Stabkirche in Fortun geriet in Vergessenheit und blieb bis ins Jahr 1650 unberührt. Als das Tal erneut besiedelt wurde, wurden einige Umbauten vorgenommen. Im Jahre 1851 gab es ein Gesetz welches das aus für die meisten Stabkirchen in Norwegen bedeutete. Dieses Gesetz besagte, dass eine Kirche mindestens 30% einer Gemeinde beherbergen können muss. Dies hätte auch das aus für die Fortunkirche bedeutet. Meist wurde das Holz der abgerissenen Stabkirchen als Brennholz verkauft. Ein reicher Bergernes kaufte die Kirche und lies sie nach originalen Plänen wieder aufbauen und zwar auf seinem Gelände in Fantoft. Am 6. Juni 1992 brannte die Kirche komplett nieder. Ein Brandanschlag des Sängers und bekennenden rechtsradikalen Varg Vikernes konnte diesem leider nicht vollständig nachgewiesen werden. Die Schöffen votierten auf nicht schuldig. Die Kirche wurde unter Verwendung von originalen Werkzeug und Holz erneut aufgebaut und steht der Öffentlichkeit wieder zur Besichtigung bereit.

Die Altstad mit ihren alten Holzhäusern und die zahlreichen Mussen laden zu Besuchen ein. Am Stadtrand gelegen befindet sich das Erlebniszetrnum Vivite. Hier kann man sehr viele Experimente selber testen und unter anderem einen Looping erradeln. Gerade Kinder können hier sehr viel austesten.

Die Kirchen der Stadt sind meist sehr schlicht gehalten und haben meist sehr kurze Öffnungszeiten. In den Kunstmuseen gibt es moderne und ältere Ausstellungen. Ich bin zwar nicht der Kunstliebahber aber eines der Ausstellungsstücke hat es mir wirklich angetan (siehe bei den Bildern). Im Bergen Kunstmueseum kann man die Werke bekannter norwegischer Maler besichtigen.

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