Etappe 27

27

Bergen – Haveland (Mo. 29.3.2010)

Länge 94,3 km (+ 5,0 Ü) HM↑ HM↓
Verlauf:

Bergen Bryggen (km 0) – Eikeviken (km 4,6) – Lonborg (km 5,8) – Eidsvägneset (km 8,9) – Tentnes (km 13,7) – Morvik (km 15,4) – ABZ Salhus (km 20,4) – Salhus (km 21,1) – Nordhovlandsbrua (km 24,3) – Krossneset (km 26,0) – Knarrviki (km 27,7) – Idalsto (km 30,5) – Konlevoll (km 47,5) – Lindas (km 55,9) – Lunväs (km 60,8) – Leirväg Fähre (km 69) – Sloväg (km 69,1) – Eidsboth (km 73,1) – Grinde (km 80,3) – Dalsoyra (km 83,3) – Haveland (km 94,3)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Gamle Bergen

2 Eidsväg Kirche

3 Salhus Kirche

4 Lindäs Kirche

Kilometer

(km 4,4)

(km 8,9)

(km 20,7)

(km 55,9)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S + A ↔ 0,7 km)

(S)

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.visitbergen.com

www.bergen-guide.com

www.visitnordhordland.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Fähre

Normal

5€

6€

Low

(2,50€)

(6€)

Rich

(10€)

(6€)

Übernachtung:

Zelt bei Haveland

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Kümmerly + Frey, Central Norwegen (Blatt2), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01032-7

Zeitbedarf:

Fahrt (8,5h) – U Pausen (0h) – Fotos (1h) – Pausen (1,5h) – Sehenswürdigkeiten (1h) (1h) (1h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

13h (13h) (13h)

Abfahrt: 7.30h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
7.17h
Sonnenuntergang:
20.10h

Ab heute begannen meine selbst erstellten Etappen. Ich war gespannt wie es los gehen würde. Komme ich mal ohne Probleme aus einer größeren Stadt hinaus? Wie werden die Anstiege werden? Mit den zusätzlichen 5km vom Vandrerhjem sollten es 103km werde. Das Wetter war super und ich dachte wieder einmal wieviel Glück ich doch mit dem Wetter habe.

Das Taschenproblem

Der neue Lowrider der mir angebaut wurde, ist super. Leider kann ich meine Taschen an dem nicht richtig benutzen. Sie klicken nicht mehr ein und ich war skeptisch ob die halten würden. Der Weg vom Vandrerhjem hinab nach Bergen würde ein erster Test werden. Schnell zeigte sich, dass sie zwar halten aber bei zu schnellem Tempo und bei zuvielen Huckeln sich doch lösen. Es sollte an diesem Tage aber das einzige mal sein, dass sie mir vom Lowrider hinab gefallen ist. In der Ebene und im Anstieg gab es keine Probleme.

Bergen war schnell erreicht und ein letztes mal ließ ich die Häuser von Bryggen auf mich einwirken und endlich konnten auch die Raben in den Genuss kommen sie zu sehen. Die Ausfahrt aus Bergen verlief total glatt und ich war erstaunt, dass alles so gut lief. Sollte es der erste perfekte Tag werden? Ich dachte noch nicht daran, denn das nächste Problem sollten die beiden zu überwindenden Brücken sein. Auch dieses Problem war schnell gelöst und ich konnte sie mit dem Rad befahren. Kurz vor der ersten Brücke fand ich dann noch eine alte Verteidigungsanlage vor.

Das Tellevik Küstenfort

Beim Tellevik Küstenfort handelt es sich um ein altes Küstenfort in der Nähe von Bergen. Es war eines von vielen Küstenforts an der Küste Norwegens und lag strategisch günstig um ankommende Schiffe gut zu sichten und gegebenenfalls abzuschießen. Nach dem Krieg blieben hier viele Flacks und anderes Kriegsgerät zurück und heute kann man auf dem gesamten Gelände, welches mittlerweile ein Museum ist, altes Kriegsgerät ansehen.

Die 57

Für die nächsten knapp 150km soll dies meine Straße sein. Im ersten Teil bis Mongstad war sie stark befahren. Nach der ersten Fähre die mich über den Fensfjord brachte wurde sie viel ruhiger und war wunderschön gelegen. Die erste Fähre war für mich sogar kostenlos, da niemand zum abrechenen vorbei kam. Die Steigungen hielten sich in Grenzen und es ging meist langgezogen hoch und runter. Besonders schön war die Strecke an den Teilen, wo ich kleinere Straßen benutzen musste, da die 57 für Radfahrer gesperrt war. Bei Lindas machte ich dann eine längere Pause und genoss die Sonne. Von der ersten zur zweiten Fähre waren es knappe 35km und da ich gut in der Zeit lag, wollte ich die Fähre unbedingt noch erreichen. Dann brauch ich morgen nicht lange darauf zu warten und habe die Etappe für Morgen um 9km verkürzt. Die letzten 10km der 35kkm hatten es dann aber in sich und ich war ganz schön alle. Es war gigantisch links und rechts diese steilen Felswände zu sehen.

Die falsche Fähre

Als ich nach einer tollen Abfahrt in Rutledal ankam sah ich die Fähre gerade in den Hafen einlaufen. Ich freute mich und bin sogleich raufgeradelt. Als ich bezahlen musste, sagte mir der Mann von der Fähre, dass es die richtige Fähre ist, sie aber erstmal woanders hinfährt. Die Fähre hat nämlich drei Häfen und Rutledal liegt genau in der Mitte. Dies war aber kein Problem und er stellte mir nur die Kosten für die Fahrt nach Rysiedal in Rechnung. Er meinte es dauert knappe 2h und ich bezahlte dafür ledeglich 30 Kronen. Immerhin führt die 2. Fähre über den Sognefjord und da kann man für 30 Kronen über eine 2 stündige Fjordfahrt nicht meckern. Ich nutzte die Zeit und zog mir schonmal was trockenes an, trocknete die Radfahrkleidung und habe den Bericht verfasst. Heute würde ich als den ersten perfekten Tag bezeichnen. Er war anstrengend aber alles hat geklappt. Ich hoffe das rächt sich nicht irgendwann. Der Mann auf der Fähre meinte auch noch, dass es morgen „maybe rain“ geben wird. Die Nacht verbringe ich in einen alten Container beim Fähranleger Rysjedalsvika. Somit kann ich auf jeden Fall im trockenen alles packen und mich anziehen. Die Klos vom Aufenthaltsraum für die Fähre sind ja auch geöffnet.

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