Etappe 28

28

Haveland – Förde (Di. 30.3.2010)

Länge 97,3 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Haveland (km 0) – Rutledalen (km 9,8) – Ytro Bo (km 13,6) – Kreuzung 57/607 (km 15,8) – Tonning (km 24,8) – Dalsbygda (km 26,3) – Skov (km 31,2) – Nantsund (km 37,3) – Flekke (km 48,7) – Dale (km 56,2) – Bygstad (km 77,7) – Kreuzung 57/Flughafen (km 84,7) – Förde (km 97,3)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Bo Kirche

2 Dale Kirche

3 Bygstad Kirche

4 Förde Kirche

5 Förde Rathaus

Kilometer

(km 13)

(km 56,2)

(km 78,8)

(km 97,1)

(km 97,3)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.visitnordhordland.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Fähre

Essen

Hotel

Normal

5€

6€

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(6€)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(6€)

(30€)

(75€)

Übernachtung:

Zelt bei Förde

Karte + Bücher:

Kümmerly + Frey, Central Norwegen (Blatt2), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01032-7

Zeitbedarf:

Fahrt (8,5h) – U Pausen (0h) – Fotos (1h) – Pausen (2h) – Sehenswürdigkeiten (1h) (1h) (1h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

13,5h (13,5h) (13,5h)

Abfahrt: 8.00h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
7.14h
Sonnenuntergang:
20.12h

Über Nacht hatte es etwas geregnet, was mir allerdings nicht soviel ausgemacht hat, da ich ja ein Dach über dem Kopf hatte. Ich startete um 8.30h und der Himmel war zwar bewölkt aber es sollte den Tag über trocken bleiben.

Der alte Postweg Bergen-Trondheim

Die ersten 50km folgte die Strecke dem alten Postweg von Bergen nach Trondheim. Man kann diesen Postweg mit dem Rad befahren oder zu Fuß erwandern. Es wurde wieder hergerichtet und ist bestimmt eine schönes Erlebnis. Ich selbst wählte aber die Straße, die zwar oft identisch mit dem Postweg ist, aber so konnte ich die Schotterabschnitte umfahren. Im Jahre 1785 wurde per königlicher Verordnung erlassen, eine wöchentliche Postverbindung zwischen Bergen und Trondheim einzurichten. Vorher musste die Post immer über Oslo gebracht werden. Dies war für die Kaufleute nicht akzeptabel wenn man bedenkt, dass Bergen und Trondheim zu diesem Zeitpunkt die beiden wichtigsten Städte im Land waren. Der Postweg sollte 3,7m breit sein. Es sollte aber bis ins 19. Jahrhundert dauern, bis diese Strecke auch mit Gespannen befahrbar war. Vorher war es ein Fuß und Reitweg. Die Postbenötigte im Normalfall knappe 9 Tage von Bergen nach Trondheim. Im Jahre 1858 wurden Fährschiffe eingerichtet und der Postweg verlor an Bedeutung. So wurde er im Jahre 1868 schließlich aufgegeben. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde begonnen den Postweg zu restaurieren und somit für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bygstad

In Bygstad befindet sich die älteste Lachstreppe Norwegens. Sie stammt aus dem Jahre 1844 und in dieser Gegend wurde schon früh die Bedeutung solcher Lachstreppen erkannt. Die Strecke verlief hier sehr schön am Wasser entlang und ich freute mich auf einen leichten Wegabschnitt. Kurz hinter Bygstad allerdings gab es dann nur noch eine Richtung und die lautete bergauf. Es ging leicht aber regelmäßig bergauf und als ich endlich auf die E39 traf war ich froh, dass es ab dort zumindest nicht mehr bergauf ging. Da ich wusste, dass Förde im Tal lag musste ja noch eine Abfahrt kommen. Diese Abfahrt kam dann auch und zwar die längste die ich bisher hatte. Es ging in großen Serpentinen hinab nach Förde und die gesammte Strecke war gute 5km lang. Förde selbst ist ein Zentrum der hiesigen Umgebung. Viele Läden und größere Geschäfte haben sich hier niedergelassen. Ich wollte noch ein paar Kilometer schaffen an diesem Tag und fuhr weiter.

Der gesperrte Tunnel

Kurz nach Nesthaug kam ein 5km langer Tunnel der für Radfahrer allerdings gesperrt war. Somit musste ich die alte Straße 5 benutzen und um den Tunnel herum fahren. Somit waren alle zusätzlichen Kilometer hinweg. Ich hatte mich endlich mal auf einen schönen Nachmittag eingestellt. Da es allerdings noch früh war (16.30h) bin ich noch weiter gefahren. Als die Steigung über den Pass, den mittlerweile der Tunnel ersetzt, losging suchte ich mir ein schönes Quartier und wurde wieder einmal auf einer Baustelle fündig. Somit hatte ich ein Dach über den Kopf und war vor dem Wind sicher.

Heute hörte ich ständig ein Schleifen am Rad und konnte nicht herausfinden, woran das lag. Ab und an war es da, dann war es mal wieder weg. Allgemein knarrt das Rad sehr und ich warte darauf, dass es komplett auseinander fällt. Sollte noch irgendetwas mit dem Rad sein, habe ich wirklich keine Lust mehr auf dieses blöde Rad.

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