Etappe 32

32

Alesund – Trollkirka (Sa. 3.4.2010)

Länge 96,3 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Alesund (km 0) – Horland (km 6,6) – Slotsvika (km 10,1) – Vik (km 13,8) – Taftasundet (km 20,9) – Tennford (km 28,4) – Eichsvik (km 29,7) – Fiksdal (km 47) – Tomra (km 56) – ABZ Vestnes (km 66,2) – Fähre Vestnes (km 68,5) – Molde (km 68,7) – Äro (km 76) – Moen (km 91,8) – Trollkirke Parkplatz (km 96,3)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Slotsvika Kirche

2 Vatne Kirche

3 Fiksdal Sula Kirche

4 Vestnes Kirche

5 Dom Molde

Kilometer

(km 10,1)

(km 29,7)

(km 47)

(km 66,6)

(km 69,4)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S + A ↔ 0,8 km)

(S + A ↔ 1,2 km)

Anmerkung:

  1. Fähren Abfahrzeit alle halbe Stunde auf xx.15 und  xx.45

2.   Von Alesund muss ein Bus durch den Tunnel genommen werden nach Horland.

Links:

www.visitnorway.com/de

www.visitalesund.com

www.visitmolde.com

www.fjord1.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Fähre

Essen Molde

Normal

5€

6€

(x)

Low

(2,50€)

(6€)

(x)

Rich

(10€)

(6€)

(25€)

Übernachtung:

Zelt bei der Trollkirka

Karte + Bücher:

Kümmerly + Frey, Central Norwegen (Blatt2), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01032-7

Kümmerly + Frey, Central Norwegen (Blatt3), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01033-4

Zeitbedarf:

Fahrt (8h) – U Pausen (0h) – Fotos (1h) – Pausen (1h) – Sehenswürdigkeiten (1,5h) (1,5h) (1,5h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (1h) (1h) (1,5h)

Gesamtzeit:

13h (13h) (13,5h)

Abfahrt: 7.45h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.50h
Sonnenuntergang:
20.15h

Der Vorteil an den Geräteschuppen war, dass er nur ein kleines Fenster besitzt. So störte mich die Helligkeit nicht und ich schlief bis kurz nach 7h durch. Ich wusste, dass es heute nur wenige Kilometer zum Hostel sind.

Youth Hostel Ålesund

Insgesamt waren es sogar nur 6,5km und ich war schon um 9h beim Hostel. Als ich dann las, dass die Rezeption nur von 16h-18h geöffnet ist dachte ich schon an das schlimmste, denn alle Räume waren dicht. Ich erkundete alles mir zugängliche und fand die Tür zu den Duschen offen vor. Kurze Zeit später öffnete sich dann auch die Tür zum Speisesaal und ein Mann konnte mir einige Fragen beantworten. Er könne mich leider erst um 16h einchecken aber ich könne durchaus eine Dusche nehmen. So machte ich es dann auch und fühlte mich danach frisch. Er gab mir auch das Passwort für das Wireles Lan und ich freute mich auf einen ruhigen Tag. Aber wie so oft kommt es anders als man denkt. Ich saß gerade in der Gästeküche und der Mann vom Hostel erklärte mir, dass die eigentliche Saison erst ab Anfang Mai losgeht. Nur weil eine deutsche Schulklasse für drei Wochen mit 15 Personen da sei, gäbe es überhaupt Frühstück. Da klingelte das Telefon und Wolfgang war dran. Er hatte meine SMS erst heute gelesen und kümmerte sich dann um eine Übernachtung für mich. Dies stellte auch kein Problem dar nur wohnen die beiden, bei denen ich schlafen darf knappe 40km entfernt von Ålesund. Zum Glück liegt der Ort aber direkt auf meiner Strecke und somit verkürzt sich die nächste Etappe zur Trollkirche um 30km. Somit packte ich meine Sachen erneut zusammen und machte mich auf den Weg nach Vatne.

Noch ein paar Worte zur Schulklasse, die hier ist. Es handelt sich um eine Berufsschulklasse aus Münster. Sie sind für drei Wochen in der Stadt und arbeiten hier in ihren Berufen. Es war eine gemsichte Klasse aus Maurern und anderen Berufen. Die Schüler waren allesamt positiv eingestellt was das Land Norwegen betrifft. Leider ergab es sich nicht, dass ich mit dem Lehrer ins Gespräch kam, denn ich hätte sehr viele Fragen wegen diesem Projekt gehabt.

Ålesund

Zuerst wollte ich mir aber noch Ålesund ansehen. Ich hatte von vielen Norwegern schon gehört, dass es die schönste Stadt Norwegens sein soll. Das erste was auffällt sind die vielen Steinhäuser im Jugendstil die überall rumstehen. Hintergrund dafür ist ein Brand aus dem Jahr 1904 der die gesammte Innenstadt niederbrannte. Eine umgekippte Petroleumlampe war Schuld und knapp 850 Häuser fielen den Flammen zum Opfer. 10000 Menschen waren Obdachlos. Kaiser Wilhelm der II. ein sehr großer Norwegen Liebhaber schickte umghend vier Schiffe mit Lebensmitteln und Baumaterialien. Das ganze soll er aus seinen Privatvermögen finanziert haben, ob das stimmt wird man wohl nie feststellen können. Die Schiffe dienten einem Teil der Bevölkerung als Unterkünfte und ein Erlass besagte, dass künftig die Häuser nur noch in Steinbauweise errichtet werden dürfen. So wurde Ålesund in nur knapp 7 Jahren wieder vollständig aufgebaut und das Stadtbild war geprägt von Jugendstilhäusern nach deutschen Vorbild. Da es nach dem Brand zu keinen weiteren Schäden am Stadtbild kam, ist die Stadt bis heute sehr gut erhalten. Leider hatte ich nicht mehr die Zeit auf den Hausberg von Ålesund zu gehen, dem Aksla. Von dort soll sich einen der schönste Blick über die Stadt bieten. Ålesund ist eine schmale Stadt und an drei Seiten umgeben von Wasser.

Wieder aufs Rad

Ich schaute kurz bei Google Maps wo genau ich denn hin muss. Eine kurze Frage beim Mann vom Hostel reichte um mir zu zeigen, dass ich für die Dusche und das Internet nichts zu zahlen hatte.Da ich gebeten wurde nicht vor 18h da zu sein hatte ich viel Zeit für die Fahrt. Ich fand die Strecke auch ohne Probleme und gönnte mir an drei Statoil Tankstellen drei heiße Kakaos. Das Terrain war sehr wellig aber angenehm zu fahren, da es bewölkt aber trocken war, hatte ich keine Probleme mir schön viel Zeit zu lassen. Wie so oft war ich trotzdem viel zu schnell und erreichte mein Ziel schon gegen 16.30h. Nun sitze ich im Eidet Kulturhaus und hier ist gerade irgend eine Feierlichkeit denn die Mäner tragen alle Anzüge und die Frauen ihre Bunnad (die norwegische Tracht). Nun warte ich bis 18h und fahre dann die letzten paar Meter zu meiner Übernachtungsmöglichkeit.

Geburtstag und Ruhetag

Heute war mein Geburtstag und den wollte ich mal nicht auf dem Rad verbringen. Ich hatte das Glück, dass Christian und Nada, die beiden bei denen ich schlafen durfte, nichts dagegen hatten, dass ich zwei Nächte bei ihnen übernachten durfte. Da die beiden aber arbeiten mussten, bin ich schon früh mit ihnen nach Ålesund reingefahren und habe den Tag dort verbracht. So konnte ich mir die Stadt nochmal genauer ansehen und habe mich auf den Hausberg Aksla gesetzt und die Aussicht genossen. Als wir wieder bei den beiden zu Hause waren, kochte Christian erstmal Spagetti mit Lachs-Sahnesoße. Das war ein richtig schönes Geburtstagsessen. Den Abend habe ich dann mit skypen und dem Internet verbracht. Um 19h habe ich mich dann aufgerafft und meinr gesammte Ausrüstung gecheckt und mal alles aufgeräumt.

Gute Tipps

In Ålesund hatte ich noch das Glück, dass ich gute Informationen hinsichtlich der Wanderung erhalten habe. So war der Mann vom DNT mit dem ich redete selber schon oft dort oben in der Region und meinte, die Route wie ich sie laufen will sei kein Problem. Ich meine damit den von mir selbst erstellten Teil. Er gab mir noch zwei Telefonnummern mit und nun habe ich wieder Ansprechpartner dort oben.

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