Etappe 34

34

Kristiansund – Kyrksaeterora (Mo. 5.4.2010)

Länge 88,4 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Seivika (km 0) – Tommerväg (km 0) – Leira (km 10,2) – Tustna (km 19,3) – Tustan Kirche (km 19,4) – Aukan Fähre (km 23,5) – Vinsternis (km 27,7) – Foldfjorden (km 33,8km) – Eidestranda (km 46,8) – Stenshaug (km 56,2) – Ärväg (km 64,6) – Kreuzung mit 680 (km 71,8) – Svanern (km 74,7) – Kyrksaeterora (km 88,4)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Tusna Kirche

2 Stenshaug Kirche

3 Kyrksaeterora Kirche

Kilometer

(km 19,3)

(km 56,2)

(km 88,4)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:

1. Fähre  fährt um 7.10h, 8.10h, 9.30h

Links:

www.visitnorway.com/de

www.visitkristiansund.com

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Fähre

Normal

5€

7€

Low

(2,50€)

(7€)

Rich

(10€)

(7€)

Übernachtung:

Zelt bei der Kyrksaeterora

Karte + Bücher:

Kümmerly + Frey, Central Norwegen (Blatt3), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01033-4

Zeitbedarf:

Fahrt (7,5h) – U Pausen (0h) – Fotos (1h) – Pausen (1,5h) – Sehenswürdigkeiten (1h) (1h) (1h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

12h (12h) (12h)

Abfahrt: 8.30h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.30h
Sonnenuntergang:
20.13h

Die Nacht in dem alten Raum war sehr angenehm. Zum einen war da der Strom noch angeschaltet und zum anderen gab es dort eine funktionierende Lichtquelle und Heizung. Ich konnte somit alle meine Sachen trocknen und in der Nacht habe ich mich schön dicht an die Heizung gelegt. Aus dem Wetterbericht wusste ich ja, dass der gestrige Tag sehr gut sein sollte, was er ja auch war und der heutige sollte den ganzen Tag Regen bringen, was leider auch stimmte. Am Morgen als es losging war es noch trocken und ich hatte die Hoffnung, dass es so bleiben könnte. Leider fing es schon kurz nach dem Start an zu regnen. Mal nur ein leichter Nieselregen, mal etwas heftigere Schauer. Solange ich in Bewegung bin, macht mir der Regen nicht soviel aus, wenn auch mehr als beim Wandern. Nicht einmal 10km nach dem Start kam dann die erste Unterbrechung.

Warten auf den Bus

Zwischen Bremsnes und Kristiansund gab es bis Dezember noch eine Fährverbindung. Diese wurde eingestellt, da es mittlerweile einen Tunnel gibt, der die Strecke überbrückt. Was für die Autofahrer schneller geht ist für den Radfahrer eher blöde. Nun ist man auf den Bus angewiesen da der Tunnel für Radfahrer gesperrt ist. Leider fahren die Busse nicht so oft und ich wartete geschlagene 2Std. auf den Bus. Ich muss also den davor um ein paar Minuten verasst haben, denn sie fahren alle 2 Stunden. So startete ich im Endeffekt erst gegen 11h zur richtigen Etappe. Der Bus lies mich zumindest da raus, wo früher die Fähre ankam.

Kristiansund

Man sollte diese Stadt nicht mit Kristiansand im Süden verwechseln. Diespassiert mir selber auch sehr oft. Der Hafen von Kristiansund soll schon seit der Steinzeit genutzt worden sein. Dies liegt an seiner geschützten Lage. Die Stadt ist verteilt über drei Inseln in deren Mitte der Hafen liegt. Im Jahre 1941 wurde die Stadt von deutschen Fliegerbomben fast vollständig zerstört. Haupteinnahmequelle der Stadt war über Jahrhunderte der Export von Klipp- oder Stockfisch. Dabei handelt es sich um gesalzenen und getrockneten Kabeljau. Früher wurde der Fisch auf den Felsen um die Stadt herum getrocknet, dies passiert heute nur noch zu einen kleinen Teil. Mittlerweile ist vor allem die Erdölindustrie ein wichtiger Wirtschatsfaktor der Stadt. Da ich durch die warterei schon sehr viel Zeit verloren hatte und es eh regnete, fuhr ich schnell weiter und wollte zur Fähre die ich kurz hinter Kristiansund nehmen musste. Bei der Fähre war mir das Glück wieder hold und sie stand zur Abfahrt bereit als ich ankam.

680

Den Rest des Tages sollte ich fast ausschließlich der Straße 680 folgen. Diese führt fast immer in Küstennähe entlang, ledeglich für einen Abschnitt von 15km und einen Pass habe ich die Straße verlassen. Durch das Wetter hingen die Wolken sehr tief und es war sehr diesig. Das Terrain war sehr wellig aber meist handelte es sich um kurze Anstiege. Der eine Pass der heute zur überwinden war hatte eine Steigung von knapp 3,5km. Am oberen Ende des Passes war wie so oft eine Informationstafel angebracht. Auf dieser sah ich, dass kurz vor Kirksaeterora ein Rastplatz mit Klo sein sollte. Da ich durch diese Etappe wieder mal eine Etappe „gefressen“ habe wollte ich in dem Klohaus die Nacht verbringen.

Das fehlende Klohaus

Ich weiß nicht wie oft ich an Rastplätzen mit Klohaus vorbei gekommen bin. Es waren aber schon einige und jedes mal sagte ich mir irgendwann wirst du mal in einem die Nacht verbringen. Sie waren mal mehr und mal weniger gut ausgestattet. Sie waren aber allesamt geschützt und hatten Wasseranschluß. Das wichtigste war aber, dass sie alle bisher vorhanden waren. Dies war diesmal leider nicht der Fall. Als ich kurz vor dem Rastplatz war, sah ich schon das durchgestrichene WC-Schild. So war das ganze Haus nicht mehr vorhanden. Da ich auch nur noch 1,5l zu trinken und zum kochen hatte entschied ich mich bis nach Kyksaeterora weiter zu fahren und die Etappe komplett zu fressen.

Hotel

Leider war die Auswahl an Unterkünften nicht sehr groß und da es mittlerweile 21h war nahm ich mir mal ein Hotel für die Nacht. Ich habe schön geduscht und meine Klamotten zum trocknen aufgehängt. In der Lobby schaue ich nun, während ich diesen Bericht schreibe, Fußball (Barcelona:Inter Mailand). Hier stehen Waffeln zum nehmen und ich bediene mich daran sehr gerne, denn ich habe schon lange einen Heißhunger auf Waffeln bzw Pfannkuchen. Morgen werde ich versuchen bis Trondheim zu kommen bzw kurz davor. Dann schlafe ich eine Nacht nochmal im Freien oder ner alten Hütte am Wegesrand und fahre dann übermorgen früh nach Trondheim rein um zwei Tage dort zu haben.

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