Etappe 35

35

Kyrksaeterora – Tonstad Trondheim (Di. 6.4.2010)

Länge 93,5 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Kyrksaeterora (km 0) – Ytre Snyllfjjord (km 15,2) – Vävatn (km 34,2) – Gjolme (km 52,8) – Orkanger (km 56,9) – Lykkja (km 65,6) – Borsa (km 71,0) – Buvika (km 78,3) – Klett (km 85,3) – Tonstad (km 92,5)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Orkanger Kapelle

2 Orkanger Kirche

3 Borsa Kirche

4 Buvika Kirche

5 Klett Kirche

Kilometer

(km 56,2)

(km 56,9)

(km 71)

(km 78,3)

(km 86,3)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.trondheim.com

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Normal

5€

Low

(2,50€)

Rich

(10€)

Übernachtung:

Zelt bei der Tonstad

Karte + Bücher:

Kümmerly + Frey, Central Norwegen (Blatt3), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01033-4

Zeitbedarf:

Fahrt (8h) – U Pausen (0h) – Fotos (1h) – Pausen (1h) – Sehenswürdigkeiten (1h) (1h) (1h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0h)

Gesamtzeit:

11,5h (11,5h) (11,5h)

Abfahrt: 8.00h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.27h
Sonnenuntergang:
20.15h

Etappe 35R

35R

Trondheim (Mi. 7.4.2010)

Länge 8,1 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Tonstad (km 0) – Trondheim Hospitalkirche (km 7,4) – Trondheim Jerlens Gjestehus (km 8,1)

Am Ruhetag

1 Wäsche trocknen und pflegen ggf. waschen

2 Fahrrad checken und säubern

3 1h Unterschriften

4 Duschen und Körperpflege

5 Internet aktualisieren

6 Nidarosdom + Palais

7 Trondheim Altstadt

8 Bryggen

9 Far Frue Kirke

10 Hospitalkirche

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.trondheim.com

www.nidarosdomen.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Jarlens Gjestehus

Essen

Nidarosdom

Normal

5€

35€

(x)

12€

Low

(2,50€)

(x)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(35€)

(25€)

(12€)

Übernachtung:

Jarlens Gjestehus

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Schweden und Norwegen, Conrad Stein Verlag Bd. 228 ISBN: 9-783866-862289

Zeitbedarf:

Fahrt (1h) – U Pausen (1h) – Fotos (1h) – Pausen (0h) – Sehenswürdigkeiten (3h) (2h) (3h) – Reserve (0h) – sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

6h (5h) (6,5h)

Abfahrt: 8.00h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.23h
Sonnenuntergang:
20.18h

Dadurch das ich dies hier schreiben kann, weiß ich das Aves meine Reise begleitet hat und mich sicher an mein Ziel geführt hat. Ein anstrengender aber sehr interessanter Tag liegen hinter mir. Um alles zu verstehen will ich am Anfang beginnen.

Heute lag auf meiner Reise der Durchritt des Orkedalen, des Orktals. Wer kennt sie nicht, diese rohen unzivilisierten Kreaturen, die so oft Krieg und Verwüstung gebracht haben. Es sollte aber nicht nur das Orkedalen sein, welches ich durchreisen musste, nein ich musste sogar die Stadt Orkanger bereisen. Wer neue Wege erkunden will und wer seine anvertraute Gegend verlässt, der muss auch solche Wagnisse eingehen. Gestartet bin ich sehr früh an meiner Taverne. Ein reichhaltiges Frühstück sollte mir einen guten Start in den Tag ermöglichen. Das Wetter wiederum war trist und es regnete ununterbrochen. So sattelte ich mein Ross und zog aus in die feindliche Welt. Ein letztes Reisegebet und los ging es. Die ersten 40km waren ruhig bis auf den Regen war alles in Ordnung. Meine Kleidung war schnell durchweicht und die Pausen hielt ich kurz. Dann überschritt ich die Grenze zum Orkedalen und war erstaunt keinerlei Veränderung zu spüren. Ich rechnete fast damit hier eine völlig andere Vegetation anzutreffen. Hörte ich andere Menschen oder Geräusche auf der Straße, so suchte ich schnell Schutz in den umliegenden Wald. Meine ersten Blicke waren neugierig und ich war erneut erstaunt wie hoch der Entwicklungsstand dieser Orks hier doch ist. Vielleicht ist es die Lage so nah an den zivilisierten Stätten der Menschen, der diese Orks hat „zivvisierter“ werden. Aves Wege sind unergründbar und so führte er mich nach Orkanger.

Hier traf ich auf eine Stadt, die auch mit den Menschenstädten umher mithalten kann. Ich sah viele Händler und ein interessantes Stadtbild.

Die Sprache dieser Orks verstehe ich nur in Brocken aber ich habe das Gefühl, dass die Nähe zu den Menschen ihnen gut tut und ich bin voller Hoffnung, dass es in der Zukunft möglich sein wird, dass Menschen und Orks nebeneinander wohnen können ohne Krieg zu führen. Viele der Traditionen der Orks blieben mir verborgen und ich wollte meine Reise fortsetzen. Nun reiste ich offener durch dieses Land und hatte weniger Angst als zu Beginn.

So verlies ich das Orkedal und kam nach Trondheim. Das Ziel des Tages war erreicht und ich suchte schnell eine günstige Unterkunft. Ich habe viel neues erfahren und habe keinerlei rauhe und kriegerische Situationen im Orkedal und in Orkanger erlebt. Ich merke immer mehr wie ich nach Norden komme und wie ich mich vom Herz des Reiches entferne. In Trondheim gibt es so viele Verschiedene Kirchen der einzelnen Götter und Ströumungen dieser Götter. Ich werde ein bis zwei Tage in dieser Stadt verweilen und mir alles genau ansehen. Mein Wissensdurst ist noch lange nicht gestillt und ab hier kommen dann nur noch kleinere Siedlungen auf meiner Reise zum Nordpunkt.

Möge Aves auch in Zukunft meine Wege überwachen und meine Freunde in der Heimat schützen. So beende ich meinen Bericht für den heutigen Tag und bitte die schlechten Zeichnungen zu entschuldigen, der Regen machte es schwer bessere anzufertigen.

Im Jahre 1031BF

Bruder des Aves Hike Schnellfuß

Trondheim

Trondheim wurde im Jahre 997 durch Olav I. Tryggvason gegründet. Heute ist es die drittgrößte Stadt Norwegens und eine große Anzahl an Studenten (ca. 30000) haben den Altersdurchschnitt der Stadt stark gesenkt. Es gibt viele kleinere Klubs und vor allen der Rock wird hier großgeschrieben. Ende Mai eröffnet hier das Rockmuesum Rockheim. Das beeindruckenste Bauwerk der Stadt ist aber der Nidarosdom und der Bischofspalast.

Var Frue Kirke (Liebfrauenkirche)

Direkt am Torget liegt die Var Frue Kirke. Als ich sie betrat war ich total angetan. Dies lag weniger an der Einrichtung als vielmehr an der Art dieser Kirche. Sie hat 24 Stunden am Tag geöffnet und bietet allen Hilfe an die sie benötigen. So lagen auf den Kirchenbänken die Obdachlosen der Stadt und die erst spät angekommenen Reisenden herrum. Es steht Kaffee bereit und andere Getränke und zu jeder Zeit ist jemand für ein Gespräch vorhanden. Als ich die Kirche betrat waren bestimmt 25 Personen in ihr und es war schön zu sehen, wie friedlich es alles ablief. Niemand störte sich an den schlafenden und genau so einen Ort sehe ich in einer Kirche. Nicht die abgeschlossenen Kirchen die man meist kennt. Natürlich funktioniert so etwas auch nur durch eine große Gemeinde und ist einmalig in Norwegen. Die Kirche wurde im Jahre 1207 erbaut und hat ihr 800 jähriges Bestehen in Gegenwart des Königs gefeiert. Dies alles bewegte auch mich hier ein halbe Stunde Pause zu machen und ich sprach mit der gerade anwesenden Dame. Sie ist dreimal die Woche für 2 Stunden freiwillig dort und betreut alles und jeden. Sie meinte in diesem Winter war die Kirche sehr ift voll, denn auch aus anderen Teilen Norwegens kamen die Menschen um vor der Kälte zu flüchten. Ich war von dieser Kirche total fasziniert.

Der Nidarosdom

Der Nidarosdom ist das vorherrschende Bauwerk der Stadt. Im Jahre 1030 wurde der König Olav II. hier begraben und es setzte ein reger Strom an Pilgern ein. So wurde über seinen Grab eine hölzerne Kapelle errichtet, die später zu einer steinernen Kirche ausgebaut wurde. Der Pilgerstrom nahm immer mehr zu und erst die Reformation beendete ihn. Im Laufe der Jahre brannte der Dom so oft nieder, dass er endgültig erst im Jahre 2001 fertiggestellt war. Vor allem die Westfront mit ihren vielen Steinskulpturen ist beeindruckend. Im inneren war es leider verboten zu fotografieren. Es war sehr dunkel denn es gibt nur kleine Bleiverglasungsfenster. Der Dom selber ist schon sehr imponierend. Das angegliederte Museum hingegen bietet wenig interessantes. Es werden vor allem Steinskulpturen gezeigt, die bei Ausgrabungen in der Nähe des Domes gefunden wurden. Am interessantesten fand ich noch eine Ansammlung an Modellen, die den Dom vom Jahr 1030 bis heute zeigte.

Die Kronjuwelen

Der Dom ist seit jehr Krönungsstätte des norwegischen Königs. So werden auch hier die Krone und andere Reichsinsignien aufbewahrt. Auch diese sind zugänglich und es war für mich das erstemal, dass ich eine Krone sah in einem Land wo es noch einen König gibt. Soviele Juwelen auf einen Haufen lassen einen schon erblassen. Es werden auch die Krone der Königin und des Prinzen gezeigt. Die Krönungsstühle, die bnis vor 50 Jahren noch üblich waren. Seitdem kniet der König wenn er die Krone empfängt.

Fahrradlift Trampe

In Trondheim gibt es den ersten Fahrradlift der Lift. Er bringt Radfahrer hoch zur Festung der Stadt. Bei dem Lift bleibt ein Fuss auf den Rad (der linke), der rechte wird auf einen kleinen Bock gestellt, der in einer Spur den Berg hinauf gleitet. Durch die Beine wird der Druck auf einen übertragen und man rollt ruhig in die Höhe. Leider war der Lift dieses Jahr noch nicht freigegeben. Allgemein gibt es viele Räder in Trondheim und an mehreren Stationen kann man sich ein Citybike leihen.

Andere Einrichtungen

In Trondheim gibt es noch viele andere interessante Einrichtungen. So gibt es hier eine der nördlichsten Synagogen der Welt. Das Stadtzentrum fügt sich um den Torget zusammen und gerade das Nachtleben mit den vielen kleinen Klubs ist sehr interessant. Im Hafenbereich entsteht zur Zeit das Rockmuesum Rockheim, dort kann man die Geschichte des Rocks und Hardrocks von den 50er Jahren bis in die Gegenwart erleben. Das besondere ist, dass man ganz individuell seine Reise in der Geschichte des Rocks zusammenstellen kann. Interessant ist auch, dass die gesammte Innenstadt Trondheims ein Wirelesslan Netzwerk bietet. Man kann sich für eine Stunde, 24h oder einen Monat einen Account holen und kann überall ins Internet gehen. Sowas sollten sie auch mal in Hamburg einrichten.

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