Etappe 40

40

Skogmo – Heilhornet Gjestegard (Mo. 12.4.2010)

Länge 97,5 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Skogmo (km 0) – Flasnes (km 3,9) – Vassbotna (km 10,9) – Hoylandet (km 22,1) – Borstad (km 23,5) – Flätt (km 31,2) – Kongsmoen (km 55,2) – Foldareid (km 75,7) – Djupvik (km 90,6) – Heilhornet Gjestegard (km 97,5)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Hoylandet Kirche

2 Kongsmoen Kirche

3 Foldareid Kirche

Kilometer

(km 23,5)

(km 55,2)

(km 75,7)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.reuber-norwegen.de

www.rv17.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Gjestegard

Normal

5€

45€

Low

(2,50€)

(45€)

Rich

(10€)

(45€)

Übernachtung:

Heilhornet Gjestegard

Karte + Bücher:

Kümmerly + Frey, Central Norwegen (Blatt3), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01033-4

Zeitbedarf:

Fahrt (8,5h) – U Pausen (0h) – Fotos (0,5h) – Pausen (1,5h) – Sehenswürdigkeiten (1h) (1h) (1h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0h)

Gesamtzeit:

12h (12h) (12h)

Abfahrt: 8.00h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.06h
Sonnenuntergang:
20.32h

Heute habe ich garnicht soviel zu berichten. In der Nacht hatte es wieder einmal geschneit und ein kleiner Hauch war davon am Morgen noch zu sehen. Die Straßen waren allerdings frei. Ich startete gegen 7.30h und kam heute sehr gut vorran. Dies lag zum einen daran, dass das Terrain sehr gut war. Es ging meist an Seen und Flüssen entlang. Die Anstiege waren meist gut zu fahren und allgemein waren meine Beine heute sehr gut. So hatte ich bereits um 15.30h die 100km voll.

Elche

Die Schilder mit den Elchen drauf hatte ich ja bereits des öfteren gesehen. Nun kam ich auch in den Genuss diese rieigen Tiere mal real zu erleben. Ich habe ja bereits in Kanada Elche gesehen aber noch nicht auf dieser Reise. Ich fuhr auf der Straße entlang und wunderte mich warum ein mir entgegen kommendes Auto immer langsamer wurde. Die Norweger fahren ja entweder über vorsichtig oder ziemlich gefährlich. Auf jeden Fall wunderte ich mich über den Autofahrer und dachte die Straße ist frei und außer mir ist nichts weit und breit. Dann sah ich im Augenwinkel drei massige Körper ankommen und erkannte dann den Grund für die komische Fahrweise. Drei Elche trotteten in aller Seelenruhe über die Straße. Ich zückte schnell meine Digitalkamera und konnte sogar zwei Fotos machen.

Gegen 11h kam dann sogar die Sonne raus und zerriss den grauen Himmel. Ich war so optimistisch, dass ich sogar die Regenhose auszog. Bis um 15h ging auch alles gut und dann kam wieder einmal der Regen. Ich suchte einen Unterstand da ich sehr gut in der Zeit lag und wollte den Regen abwarten.

Die netten Norweger

Ich fand lediglich einen kleinen Unterstand bei einem Briefkasten. Dort stand ich nun ich armer Thor und war genauso nass wie zuvor. Auf einmal hörte ich eine Stimme rufen und fühlte mich nicht angesprochen. Irgendwann merkte ich dann doch, dass ich gemeint war. Ein Mann winkte mir von einer Hütte aus zu und ich ging schnell hin. Er und seine Frau ließen mich in ihre Hütte und wir tranken einen Tee. Die beiden sind um die 60 Jahre alt und sprachen sehr gut englisch. Sie fragten mich wo ich noch hin will, da sich der Regen nicht bessern wird. Ich sagte, dass ich eigentlich vorhatte den Regen abzuwarten und dann weiter zu radeln. Da lachte er und meinte, dass ich dann bis mindestens morgen warten kann. Ich erzählte was ich vorhabe und die beiden waren so begeistert, dass sie mir anboten in einer kleinen Nebenhütte zu übernachten. Ich sagte sofort ja und konnte mein Glück garnicht fassen. Nun liege ich in meinen Schlafsack gehüllt auf einer Couch und es regnet immer noch.

Ekte Geitost

An dieser Stelle mal wieder etwas über Norwegen. Vor ein paar Jahren gab es unter den Norwegern eine Umfrage was denn typisch norwegisch sei. Es hat nicht der Elch und nicht der Troll gewonnen, auch nicht einer der Nationalparks oder der Stockfisch. Der Gewinner war ein Käse. Ekte Geitost (echter Ziegenkäse) ist zwar ein Ziegenkäse aber einer mit Karamellgeschmack. Der Käse hat auch die typische Karamellfarbe. Ich habe ihn nun schon öfter probiert, denn es gibt kein Frühstücksbuffet wo dieser Käse nicht drauf ist. Abgewinnen kann ich ihm allerdings nichts. Vielleicht liegt dies auch daran, dass ich Karamell allgemein nicht gerne mag. Die Norweger allerdings essen ihn sehr gerne und hat den Preis als typisch norwegisch gewonnen.

Skattelist

Ein weiteres Phänomen sind die Skattelisten. Datenschützer in Deutschland würden aufschreien wenn es so etwas bei uns geben würde. Hier allerdings ist es völlig normal. Was sind nun die Skattelisten? Übersetzt heißt es soviel wie Steuerlisten. Man kann sie im Internet einsehen und namentlich jede Person suchen die in Norwegen ihr Geld verdient. Dann erfährt man sofort wieviel die betreffende Person im vergangenen Jahr verdient hat, wieviel Vermögen sie besitzt und wieviel Steuern bezahlt wurden. So gab es vor ein paar Jahren einen Aufschrei als der König in der Skatteliste nicht aufgeführt wurde. Dieser Umstand wurde dann sofort bereinigt. Somit weiß hier jeder was sein Nachbar verdient. In Deutschland diskutiert man immer noch über die Veröffentlichung der Managergehälter und sollte dies endlich mal angehen.

Allgemein ist der Unterschied in Norwegen zwischen den Berufen weniger ausgeprägt als in Deutschland. Berufe wie Putzfrau und Verkäuferin sind hier vielmehr anerkannt und handwerkliche und soziale Berufe werden hier viel besser bezahlt. Dies ist aber auch ein Grund warum Norwegen viele ausländische Arbeiter benötigt. Vor allem Ärzte und Ingeneure werden gesucht. Die Norweger scheuen oftmals lange Ausbildungen, da man mit „normalen“ Berufen auch gutes Geld verdient.

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