Etappe 9

9

Assens – Greena (Di. 9.3.2010)

Länge 100,5km (+ 1,5Ü) HM↑ HM↓
Verlauf:

Assens (km 0) – Falslev (km 2,3) – Havndal Kirche (km 11,7) – Dalbynede Kirche (km 15,4) – Denstrup (km 17,4) – Udbyhoj Fähre (km 22,1) – Udby Kirche (km 26,5) – Ingerslev (km 29,6) – Estrupslund (km 31,5) – Stosse Sjorup (km 33,2) – Herring (km 36,7) – Vivild Kirche (km 42,2) – Hegedal (km 50,4) – Fjellerup (km 52,1) – Schloß Meilgaard (km 57,1) – Bonnerup Strand Mole (km 63,7) – Emandsbo (km 70,6) – Stockebo (km 74,4) – Gjerrild Kirche (km 75,5) – Sostrup Schloß (km 76,6) – Voldby (km 82,2) – Sogstrup (km 84,6) – Leuchtturm Farnaes (km 90,2) – Greena Kirche (km 97,1) – Fähre Grenaa (km 100,5)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Falslev Kirche

2 Gutshof Trudsholm

3 Havndal Kirche

4 Lynshoy Molle

5 Dalbynede Kirche

6 Denstrup Herrenhaus

7 Udby Kirche

8 Estrupslund Kirche

9 Vivild Kirche

10 Oldtidsminderne

11 Fjellerup Kirche

12 Schloß Meilgaard

13 Gjellerid Kirche

14 Sostrup Schloß

15 Veggerslev Kirche

16 Voldby Kirche

17 Farnaes Leuchtturm

18 Grenaa Kirche + Altstadt

18a Djursland Museum

Kilometer

(km 2,3)

(km 8,7)

(km 11,7)

(km 13,8)

(km 15,4)

(km 17,4)

(km 26,5)

(km 31,5)

(km 42,2)

(km 46,2)

(km 52,1)

(km 57,1)

(km 75,5)

(km 76,6)

(km 79,6)

(km 82,2)

(km 90,2)

(km 97,1)

(km 97,1)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

(S)

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(S)

(S)

(S)

(S + U 1h)

(S)

Anmerkung:

  1. Abfahrt der Fähre in Grenaa ist um 1.00 nachts, Ankunft ist um 6.15h
  2. Die Fähre in Udbyhoj verkehrt zwischen 7h und 17.50h
Links:

www.visitdenmark.com

www.grenaa.dk

www.randersfjord-faerger.dk

www.stenaline.de

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Fähre Udbyhoj

Fähre Grenaa

Djursland Museum

Essen Grenaa

Normal

5€

2,20€

30€

(x)

(x)

Low

(2,50€)

(2,20€)

(30€)

(x)

(x)

Rich

(10€)

(2,20€)

(30€)

(4,50€)

(25€)

Übernachtung:

Fährhalle Grenaa und auf der Fähre

Karte + Bücher:

Nordseeküstenradweg Dänemark Conrad Stein Verlag Bd. 169 ISBN: 9-783866-861695

Zeitbedarf:

Fahrt (7h) – U Pausen (1h) – Fotos (0,5h) – Pausen (0h) – Sehenswürdigkeiten (4h) (4h) (4,5h) – Reserve (0,5h) – sonstiges (0,5h)

Gesamtzeit:

13,5h (13,5h) (14,5h)

Abfahrt: 7.45h Land: Dänemark
Wetterdaten: sonnig mit schauern 7°
Zeitbedarf real: 8 Std.
Kosten real: 73€
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
6.55h
Sonnenuntergang:
18.06h

Der Tag startete mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Leider sollte dies nicht den ganzen Tag über so bleiben und so gab es im Verlauf der Etappe doch einige Schauer. Kurz hinter Assens traf ich auf die Northseacycleroute, die in diesem Teil Dänemarks aber dem nationalen Radweg Nr.5 entspricht. So folgte ich der Beschilderung und kam gut vorran. Auch in diesem Abschnitt gab es mehrere Schotterpisten zu befahren.

In Udbyhoy musste ich dann die erste Fähre nehmen. Sie kostete nur 20Dkr. und die Überfahrt dauerte auch nur knappe 8 Minuten. Es war aber die erste Fähre der Tour. Auf der anderen Seite angelangt musste ich weitere 3km radeln um nach Udby zu gelangen. Die dortige Kirche ist auf einem Hügel errichtet und ich lies das Rad unten stehen. Zu diesem Zeitpunkt war schon Windaufgekommen und die dänische Flagge stand fest im Wind. Ein Blick sagte mir allerdings auch, dass ich den Wind leider von schräg vorne abbekommen würde. Die weitere Kilometer bis nach Grenaa änderte sich daran leider nichts und ich musste doch öfter mal schieben. In Vivild erreicht mich dann der erste heftigere Schauer. Ich war froh zu diesem Zeitpunkt an der Kirche zu sein und wartete ihn im dortigem Klo ab. In Vivild kaufte ich mir dann mal wieder abgelaufene Bananen und hatte somit für den Rest der Strecke gute Verpflegung. Kurz hinter Vivild erreichte ich dann die Gräberanlage zu Tustrup.

Gräberanlage von Tustrup

Die Grabanlage von Tustrup ist knappe 5000 Jahre alt. Sie wird auf 3200v.Chr datiert. Sie gehört zur sogenannten Trichterbecherkultur. Die Menschen waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr darauf angewiesen immer wieder durchs Land zu ziehen und so entstandne erste größere Siedlungen. Die Grabanlage von Tustrup besteht aus einem Ganggrab, einem renovierten Dolmengrab, einem Kuturhaus und einer freistehenden Dolmenkammer.

Die freistehende Dolmenkammer ist leider nicht mehr komplett erhalten. Der Deckstein sowie der Hügel um das Grab herum wurden abgetragen und die Steine vielleicht für den Bau der nahegelegenen Kirchen verwendet. Die freistehende Dolmenkammer zeigt eine von drei gängigen Megalithgrabformen in Dänemark. Die drei Formen sind Rund und Langdolmen sowie die großen Ganggräber.

Das Kulthaus zu Tustrup diente vorraussichtlich als Tempel. Bei der Ausgrabung wurden reste von Lehmgefäßen gefunden die denen in den Gräbern glich. Lange diente das Kulthaus aber nicht als Tempel denn es wurde niedergebrannt.

Der restaurierte Runddolmen sah bei seiner Untersuchung im Jahre 1954 ähnlich dem freistehnenden Runddolmen aus. Man entschied sich dann dafür diesen Runddolmen zu restaurieren und so wurden einige Seitendolmen und der Deckstein hinzugefügt. Mittlerweile kann man dadurch einen guten Eindruck gewinnen wie diese Runddolmen früher aussahen.

Das Tustruper Ganggrab ist mit einer Länge von 10m das längste in Ostjütland. Auch dieses war eingestürzt und man errichtete es im Jahre 1954 neu. Die Decksteine wiegen zwischen 15 und 20 Tonnen und einmal mehr frage ich mich, wie man solche Giganten früher bewegt hat.

Aufgrund des Windes entschied ich mich die Strecke etwas zu verlegen und somit knappe 15km einzusparen. Ich erreichte gegen 15.30h Grenaa und war etwas enttäuscht die Kirche schon geschlossen vorzufinden. Eigentlich sollte sie bis 16h geöffnet sein. Da es zu diesem Zeitpunkt unentwegt nieselte fuhr ich schnell weiter zum Fährterminal und freute mich darauf in der halle zu sitzen. Da ich noch kein Ticket hatte wollte ich auch dieses holen. Der Fährterminal war allerdings geschlossen und ich stand etwas ratlos da. Der Wind und der peitschende Nieselregen waren keine gute Grundlage um noch knappe 9 Stunden durchzuhalten. Als erstes fand ich einen Fahrradunterstand und somit einen windgeschützten und trockenen Ort. Mir fiel dann etwas ein, was ich noch nie brauchte aber schonmal gesehen habe und mir für genau solche Fälle gemerkt hatte. Bei jedem Fährterminal gibt es eine sogenannte Truckerlounge. Diese befindet sich meist etwas abseits des eigentlichen Terminals und ist für die Fahrer als Aufenthaltsort vorgesehen. Eine kurze Inspektion der Umgebung lies mich auch schnell fündig werden und ich war erstaund wie gut diese Lounge ausgestattet ist. Gemütliche Ledersessel und vor allem eine warme Dusche. Da kein Trucker weit und breit zu sehen war nutzte ich die Gelegenheit und habe erstmal geduscht und mich umgezogen. Danach überkam mich der Hunger und ich ging im Hafen spazieren und gönnte mir eine Pizza. Wieder im Terminal dachte ich mir, dass sich der Laptop nun an die Temperatur gewöhnt haben muss und setzte mich hin um zu schreiben. Ich muss dazu sagen, dass ich den Laptop schon vor dem Pizza essen in die Lounge gestellt hatte. Bevor ich mit den Artikeln beginnen wollte, drückte mich die Frage nach einer Fahrkarte und ich versuchte einfach mal, ob es einen Hotspot in der Nähe gibt. Der Zufall wollte es so, dass dies der Fall war und ich kaufte mir einen Zugang für eine Stunde. Nachdem ich das Ticket dann online gekauft hatte wollte ich eigentlich off gehen um die Zeit zu sparen. Leider wurde die Zeit immer weiter gezählt und ich versuchte soviel wie möglich zu schaffen. Nun sitze ich hier und schreibe die Artiel fertig, draußenm stürmt es sehr und ich hoffe dass zumindest der Regen weg geht und der Wind wenn überhaupt morgen von hinten kommt. Die Nacht verbringe ich auf dem Schiff und werde dort bestimmt nicht viel zum schlafen kommen. Ich denke die morgige Etappe wird sehr hart werden und ich werde sehr müde in der Jugendherberge in Göteborg ankommen.

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