Etappe 56

56

Birkavarre – Storslett (Fr. 30.4.2010)

Länge 67,0 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Birkavarre (km 0) – Olderdalen (km 18,9) – Nordmannvik (km 28,8) – Djupvik km (37,3) – Rotsundelva (km 48,2) – Kreuzung E6/866 (km 53) – Sarkjosen (km 62,3) – Storslett (km 67)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Kirche Olderdalen

2 Kirche Rotsundelva

3 Kirche Storslett

Kilometer

(km 17,8)

(km 48,2)

(km 67)

(S) (A) (U)

(S)

(S)

(S)

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.reuber-norwegen.de

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Normal

5€

Low

(2,50€)

Rich

(10€)

Übernachtung:

Zelt bei Storslett

Karte + Bücher:

Kümmerly + Frey, Mittel Norwegen (Blatt4), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01034-1

Zeitbedarf:

Fahrt (6h) – U Pausen (0h) – Fotos (0,5h) – Pausen (1h) – Sehenswürdigkeiten (1h) (1h) (1h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0h)

Gesamtzeit:

9h (9h) (9h)

Abfahrt: 9.00h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
3.38h
Sonnenuntergang:
21.44h

Heute ging es weiter durch das Tal zur Küste. Ich wusste, dass es noch einige Anstiege zu bewältigen gilt und dann wäre die Küste erreicht. Diesen Teil hatte ich mir wirklich schwerer vorgestellt und nun kann es nur besser werden.

Gesperrte Straße

Wieder einmal war ich gezwungen meinen Weg umzulegen. Diesmal war die E6 gesperrt. So war ich gezwungen auf eine Nebenstraße auszuweichen und dann doch noch mal eine Fähre zu benutzen. Im Nachhinein war der Weg sogar um 27km kürzer als wenn ich die E6 gefahren wäre. Trotzdem fragte ich mal nach, warum soviele Straßen immer gesperrt sind. Meistens müssen Notwendige Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Durch den langen und strengen Winter kommen die Firmen erst jetzt dazu. Da ab Juni dann auch noch die Hauptsaison losgeht ist es zur Zeit alles sehr geballt.

Die Umgehung lies sich sehr gut fahren und ich war glücklich endlich an der Küste zu sein. Ein Problem ergab sich dann doch. Auf dem Weg zur Fähre lag noch ein 3,2km langer Tunnel der eigentlich für Radfahrer gesperrt ist. Die Umgehung wäre wieder einmal über einen Pass gegangen und erheblich länger gewesen. Daher ignorierte ich das Verbot einfach mal und fuhr durch den Tunnel. Der Tunnel war sehr schmal und vor allem sehr schlecht beleuchtet. Dazu kam noch, dass er leicht ansteigend war und ich bemerkte, dass mein Vorderlicht nicht mehr funktioniert. Ob dies am Nabendynamo liegt oder an dem Leuchtmittel weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall wurde die Durchfahrt durch den Tunnel dadurch zu einem leichten Abenteuer und in etwa in der Mitte pberholte mich dann auch noch ein großer LKW. Ich war echt froh, als ich wieder aus dem Tunnel hinaus war und endlich die Fähre erreichte.

Die überfüllte Fähre

Die Fähre ist eigentlich für eine ganz andere Frequenz ausgelegt, als durch die Sperrung der Straße aufkam. Das Ende der Warteschlange lag schon etwa 600m vor dem Fähranleger. Dazu kam noch der Sonntagsfahrplan, den die Fährleute aber ignorierten und immer hin und her pendelten. Als Radfahrer konnte ich bis nach ganz vorne durchfahren und die Fähre war auch schon zu sehen. Nach dem Übersetzen bot sich auf der anderen Seite noch ein viel heftigeres Bild und die Schlange war hier knapp 1km lang. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon meine 100km voll und begann mir einen schönen Schlafplatz zu suchen.

Ganz schön heiß

Ich fand auch nach knappen 10km ein Haus direkt am Wasser. Es war noch im Bau und die Terasse schon fertig. Die Sonne stand immer noch hoch am Himmel und ein angebrachtes Thermometer zeigte mir, dass es in der Sonne über 30° waren. Ich setzte mich daher mit freien Oberkörper hin und genoss den Abend. Wenn es so heiß ist, kann man am besten bis 12h fahren und dann wieder ab 18h. Da mir dies aber zu doof ist fahre ich auch in der Hitze. Dies ist übrigens ein großer Vorteil beim Radfahren. Ich habe ja bisher immer gemeckert. Durch den Fahrtwind ist die Hitze gut auszuhalten.

Die Norweger und der Alkohol

In Norwegen ist der Alkohol teuer und schwer zu bekommen. Trotzdem gibt es gerade im Norden sehr viele Alkoholiker. Wolfgang, der als Arzt hier arbeitet hat mir dies auch nochmal bestätigt. Auch Drogen sind ein großes Problem, gerade unter den Jugendlichen. Das Kampftrinken wie es in Deutschland durch die Flatrate-Partys bekannt wurde, gibt es hier schon sehr lange. Zurück zum Alkohol. Bier ist das höchste, was man hier an einer Tankstelle oder im Supermarkt kaufen kann. Alles andere muss man im sogenannten Vinmonopol kaufen. Zuerst zum Bier. Unter der Woche kann man bier bis um 20h erwerben und am Samstag bis um 18h. Danach fahren entweder Käfige runter, die das Bier unerreichbar machen, es wird abgedeckt bzw die Kühlschränke werden verschlossen, vor allem aber kann der Verkäufer das Bier nicht mehr einscannen. So mancher Tourist ist dabei schon auf die Nase gefallen. Eine Dose kostet übriogens um die 25 Kronen, was einen Preis von über 3€ macht. Sollte es euch mal nach Norwegen führen oder auch Schweden, so geht mal in ein Vinmonopolgeschäft. Alles ist vergittert und man fühlt sich leicht an eine Bank erinnert. Viele Alkoholabhängige Norweger brennen sich daher ihren Sprit selber. Nur hohe Preise führen also auch nich zwangsläufig zum gewünschten Erfolg. Eine Schachtel Zigaretten wiederum kostet zwischen 9-10€.

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