Etappe 61

61

Skaidi – Nordkapptunnel (Mi. 5.5.2010)

Länge 102 km HM↑ HM↓
Verlauf:

Skaidi (km 0) – Olderfjord (km 23) – Kreuzung E69/889 (km 27,2) – Nordmannset Ytre (km 40,7) – ABZ Repväg (km 68,6) – Nordkaptunnel (km 102)

Sehenswertes (S), Abstecher (A), U Pausen (U)

1 Kirche Repväg

Kilometer

(km 70,8)

(S) (A) (U)

(S + A ↔ 4,4 km)

Anmerkung:
Links:

www.visitnorway.com/de

www.reuber-norwegen.de

www.skaidihotel.no

Zeitungen, Fernsehen:
Kosten:

Pauschale

Normal

5€

Low

(2,50€)

Rich

(10€)

Übernachtung:

Zelt beim Nordkapptunnel

Karte + Bücher:

Kümmerly + Frey, Mittel Norwegen (Blatt4), 1:335 000, 2007, ISBN 978-3-259-01034-1

Zeitbedarf:

Fahrt (8,5h) – U Pausen (0h) – Fotos (0,5h) – Pausen (2h) – Sehenswürdigkeiten (0,5h) (0,5h) (0,5h) – Reserve (0,5h) – Sonstiges (0h)

Gesamtzeit:

12h (12h) (12h)

Abfahrt: 8.00h Land: Norwegen
Wetterdaten:
Zeitbedarf real:
Kosten real:
Sonstiges:
Sonnenaufgang:
2.21h
Sonnenuntergang:
22.05h

Die letzte richtige Etappe steht an und ich bin schon glücklich wenn ich heute ankomme. Das Wetter ist heute sehr versöhnlich. Es ist bedeckt aber komplett windstill und es gibt keinen Regen.

Immer an der Küste lang

Die E69 schlängelt sich immer an der Küste entlang und links gibt es keine Vegetation mehr. Hier sieht es eigentlich gut aus was das Wandern betrifft und ich bin optimistisch meinen Weg hier gehen zu können. Der Verkehr hält sich sehr in Grenzen hier oben nur ein paar LKW´s überholen mich. Am Wegesrand liegen sehr viele Souvenirläden. Diese sind allesamt noch geschlossen aber es gibt einen Einblick was hier im Sommer zur Hauptsaison los sein muss. Ich bin froh so früh hier oben zu sein. An der Straße gibt es in verschiedenen Abständen Schranken mit Schildern an der Seite. Auf diesen Schildern stehen Zeiten und sie geben an wann hier ein Schneepflug entlang fährt um die Straße zu räumen. Die Autos warten dann darauf und fahren direkt hinter dem Pflug her bevor die Straße wieder zuweht bzw zu schneit. Auch Rentiere gibt es hier oben sehr viele. Die ganze Region ist eine Rentieraufzuchtregion. Es handelt sich dabei um riesige Arreale in denen die Rentiere leben. Es handelt sich aber bei allen um domestizierte Rentiere. Freilebende Rentiere gibt es nur noch in einem ganz kleinen Gebiet in der östlichen Finnmark. Ist schon faszinierend, wenn Autos vorbei fahren interessiert es die Rentiere nicht, sobald aber ich mit dem Rad vorbei komme, laufen sie schnell weg.

Der Nordkaptunnel

Schon am Anfang der Tour hatte ich einen heiden Respekt vor dem Nordkaptunnel. Er makiert auf jeden Fall den niedirgsten Punkt der gesammten Tour. Der tiefste Punkt liegt bei 212m unter dem Meer. Der Tunnel hat eine Länge von 6,9km und es geht mit einem Gefälle von 9% hinab und mit 10% hinauf. Ich hatte mir als Lichtersatz an der Front meine Stirnlampe umgeschnallt um so zumindest ein wenig auf mich aufmerksam machen zu können. Der Tunnel ist zwar beleuchtet aber die Beleuchtung ist sehr spärlich und es gibt immer wieder total dunkle Ecken. Zumindest war der Verkehr kein Problem und mich überholten gerade mal 4 Autos. Ich schwitzte sehr als ich am anderen Ende hinaus kam aber hatte endlich die Nordkapinsel erreicht. Ich brauchte zumindest keine Maut bezahlen obwohl es einen Preis für weitere Passangiere gibt. Ich fragte den Mann an der Mautstelle und er meinte man könne einen für diese Tortur nicht noch Geld abknöpfen. Der Mann gab mir auch die Information, dass ich den Tunnel auch durchwandern darf.

Honningsvag

Früher war eine beliebte Frage die nach der nördlichsten Stadt Europas. Bis ins Jahr 1998 lautete die Antwort darauf Hammerfest. Im Jahr 1998 hat allerdings Honningsvag die Stadtrechte verliehen bekommen und ist seitdem die nördlichste Stadt Europas. Für mich war sie heute das Tagesziel. Als ich meine Planung gemacht habe, muss mir das Vandrerhjem hier völlig entgangen sein so dachte ich. Mir wurde heute allerdings gesagt, dass es dies Vandrerhjem erst seit letztes Jahr im Oktober in dieser Form gibt. Ich dachte auch es müsste sich dabei um die nördlichste Jugendherberge handeln aber auch das war ein Irrtum denn es gibt noch eine weitere auf Spitzbergen. Ich werde die Ruhetage nun erstmal genießen.

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