Wasseraufbereitung

Die Frage der Wasserversorgung ist sehr wichtig. Ohne Essen kann man gut mal auskommen aber ohne Wasser wird es gerade bei körperlicher Anstrengung schnell schwer und gefährlich.

Im groben gibt es vier Möglichkeiten Wasser aufzubereiten bzw es zu trinken.

1. pur trinken

Diese Möglichkeit ist die kostengünstigste und beste. Leider kann man nicht überall das Wasser einfach so genießen. Selbst das Leitungswasser in vielen anderen Ländern sollte man niemals pur trinken! Vor der Reise würde ich mich dahingehend informieren.

Allgemein kommt nur Wasser in Frage welches abseits der Zivilisation liegt. Auch Landwirtschaft sollte nicht vorhanden sein und auch Tiere in der Nähe können zu Verunreinigungen des Wassers führen. Im Fjäll sind diese Bedingungen, wie in vielen Gegenden (Alpen, Mittelgebirge), meist erfüllt. Aber auch dann sollte man nicht jedes Wasser trinken. Hierbei hilft das KEKSprinzip (habe ich mir gerade ausgedacht).

K = klar, je klarer desto besser.

E = eisig bzw kalt, je kälter das Wasser desto besser.

K = kiesiger, sandiger oder steiniger Grund sind gut, weniger schlammiger.

S = schnell, je schneller ein Bach fließt desto besser ist es.

Wenn man nun noch ganz genau sein will, könnte man den PH-Wert des Wassers testen (Streifen dafür gibt es in der Apotheke). Unterhalb von pH-Wert 6 ist es gut. Ich habe diese Möglichkeit noch nie benutzt und halte es auch für nicht so wichtig.

Wenn die oben genannten Vorraussetzungen nicht erfüllt sind sollte man das Wasser behandeln.

2. Filtern

Es gibt für die Wasseraufbereitung Filter zu kaufen. Diese haben mittlerweile ein Gewicht von weniger als 650g und sind relativ schnell in der Benutzung. Mit Hilfe dieser Filter säubert man das Wasser meist nur. Es gibt allerdings auch Produkte die es dabei mit einen Zusatz entkeimen.

Hier ein Beispiel für einen leichten und kostengünstigen Filter. Für extrem schmutziges Wasser ist er allerdings nicht geeignet.

3. die chemische Keule

In mehreren Gebieten reicht das einfache Filtern nicht aus und man muss zusätzlich auf chemische Mittel zur Wasserentkeimung zurückgreifen. Meist liegen diese Mittel in Form von Tabletten oder als Flüssigkeit vor. Diese Möglichkeit ist immer effektiv. Leider schmeckt das Wasser danach sehr blöde nach Chlor. Aber auch dafür gibt es mittlerweile Mittel. Diese Mittel verringern den Chlorgeschmack und man kann das Wasser wieder einigermaßen schmackhaft trinken.

Hier ein Beispiel für ein chemisches Mittel.

4. abkochen

Wer genügend Brennstoff dabei hat kann das Wasser auch abkochen. Dafür müsst ihr das Wasser zum kochen bringen und es dann mindestens 2 Minuten kochen lassen. Auf längeren Touren müsste man dazu sehr viel Brennstoff dabei haben und es würde sich eher ein Filter lohnen.

Fazit

Wie so oft macht es die Mischung. Oft reicht Filtern alleine nicht aus und abkochen ist zu Energieintensiv. Die Chemie ist auch nicht jedem seine Sache und vor allem sind alle Möglichkeiten keine Garantie dafür, dass nicht doch ein kleiner Keim hindurch schlüpft.

Ich habe bisher nie mit einem Filter gearbeitet. Meist habe ich das Wasser so getrunken (waren aber auch gute Gebiete dafür!) und wenn überhaupt es mit einer Micropurtablette versetzt. Den Geschmack habe ich dann einfach mal ignoriert.

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