Wandern als Vorbereitung

Wandern ist für mich schon seit frühster Kindheit eine schöne Beschäftigung. Das Gefühl aus eigener Kraft von A nach B zu gelangen war schon immer faszinierend für mich. In einer Zeit die immer hektischer wird bzw die wir immer hektischer werden lassen, ist es wichtig einen Ruhepol zu schaffen. Der Boom der Jakobswege aber auch anderer Fernwanderwege ist ein gutes Beispiel hierfür.

Die Menschen suchen oftmals diesen Weg. Es ist, jeder der schonmal einen längeren Weg gelaufen ist weiß das, befreiend für den Kopf nur wenig „Ballast“ dabei zu haben. alles was man benötigt trägt man auf seinen Schultern und dieses Wissen in Verbindung mit der körperlichen Anstrengung führt zum Nachdenken und zu sich finden. Ich sehe das weniger spirituell als vielmehr philosophischer Natur. Mir bringen längere Fernwege nicht einem Gott näher sondern mir selber und den Dingen die wirklich wichtig sind.

Auf der Tour werde ich jeden Tag einen Ausspruch bzw ein Zitat als Wegbegleitung mitnehmen. Über dieses werde ich dann nachsinnen und es in meinem Bericht erwähnen. Wer weiß, vielleicht kommt es dadurch ja auch zu einer Diskussion hier.

Als Vorbereitung ist Wandern für mich sehr wichtig. Jeder der vorhat mehrere Tage hintereinander zu wandern sollte dies testen und wenn es nur dafür ist, die Schuhe einzulaufen. Für mich ist es in vielerlei Hinsicht wichtig. Ich teste nicht nur Ausrüstung auf diesen Wanderungen, sondern gewinne auch viel Erfahrung für die Planung. Es gibt immer wieder kleinere Ecken und Kanten die ich verbessere und abändere. In all den Jahren habe ich nie ein Optimum erreicht arbeite allerdings daran.

Gerade Neulingen rate ich dazu vor einer mehrtägigen Wanderung dies zu testen. Die dauerhafte Belastung über einen längeren Zeitraum ist immens. Es wird von vielen unterschätzt. Der erste körperliche Knackpunkt liegt meistens am dritten Tag. Der Körper ist noch nicht an die Dauerbelastung gewöhnt und die erste Energie ist weg. Die Konzentration lässt nach und man gewöhnt sich an den „Trott“. In dieser Situation kommt es häufig zu Unfällen und auch so etwas sollte man in die Planung aufnehmen. Danach geht es meist besser da der menschliche Körper  ein Gewohnheitstier ist und sich an die Belastung gewöhnt. Der zweite größere Knackpunkt kommt dann meist nach 2 Wochen.

Auf der mentalen Ebene kann man es nicht genau sagen. Es ist von vielen Faktoren abhängig wie Wetter, persönliche Einstellung, Vorbereitung, Ausrüstung etc. Ich werde demnächst darüber einen eigenen Artikel schreiben. Nur soviel, die mentale Ebene ist immer die große Unbekannte auf so einer Tour.

Für das wandern gebe ich weder Bücher noch Links an….macht es einfach…

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