Artikel getaggt mit Körper

Hautpflege

Tag 131 noch 22 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: bewölkt 0°

Heute gehe ich mit zwei Schulklassen und zwei Kollegen zum Skifahren. Ich verspreche hiermit hoch und heilig auf meine Knochen zu achten und somit einen Unfall zu vermeiden. Ich bin auch eher als Aufsichtsperson mit denn Trainer werden von der Anlage gestellt und auch nur diese dürfen den Unterricht durchführen damit der Versicherungsschutz  erhalten bleibt.

Gestern hatten wir eigentlich unseren letzten Spieletermin. Einmal im Monat treffe ich mich mit Freunden und Verwandten zum Brettspieletag. Aufgrund meiner etwas hinausgezögerten Abfahrt, schaffen wir nun doch noch einen weiteren Termin.

Auch das Schwimmen fiel mir gestern sehr leicht und tat unheimlich gut. Ich muss nun als nächste Anfangen Kilometer mit dem neuen Rad zu fahren um noch Ecken und Kanten auszugleichen und mich einfach an das Rad gewöhnen, denn es wird mein Begleiter sein für die ersten 62 Etappen und die ersten 5200km.

Hautpflege

Das Thema Hautpflege betrifft gerade mich sehr. Ich habe eine sehr helle Haut und neige schnell zum verbrennen. Leider wandere ich am liebsten in kurzen Hosen und T-Shirt. Diese Kombination ist nicht gut und ich muss immer stark aufpassen nicht zu verbrennen.

Das gemeine an der Sache ist ja, dass nicht die direkte Einstrahlung der  Sonne das größte Probleme darstellt sondern die Belastung an UV A+B Strahlen. Diese können auch bei bewölktem Himmel sehr stark sein und die Haut schädigen. Die Intensität der Sonnenstrahlung nimmt zum Äquator hin zu und steigt um ca. 1% pro 100 Höhenmeter an. Helle Flächen wie z.B. Schnee und Wasser reflektieren die UV Strahlen und können somit genauso gefährlich sein wie direkte Sonneneinstrahlung.

Schon kleinere Bräunungen der Haut sind ein Anzeichen dafür, dass sie verbrannt ist und auch eine Schneeblindheit ist nichts anderes als eine Verbrennung der äußeren Augenschicht. Der beste Schutz überhaupt wäre es die Sonne zu meiden und den Aufenthalt so kurz wie möglich zu halten.

Aber wer kann das schon? ist nicht gerade ein Sonnenbad etwas sehr schönes? Die Zeit beim Schwimmen und auf einer Wanderung?

Auch ich werde im Fjäll der Sonne gnadenlos ausgeliefert sein. Viele Feuchtigkeitscremes beinhalten heutzutage oft schon einen Sonnenschutzfaktor von 15. Dieser bietet somit schon eine Grundversorgung. Natürlich muss man beim Kauf darauf achten. Mir persönlich ist es leider zu wenig. Ich benötige schon einen Faktor von 30. Die Sonnencreme sollte wasserst sein und man muss sie vielleicht auch mal unterwegs auftragen. Starkes Schwitzen setzt die Wirkungsdauer hinab und ich Creme dann alle 4 Stunden erneute mich ein.

Für die Lippen benutze ich einen speziellen Fettstift und die Augen schütze ich mit einer Sonnenbrille. Wobei ich sie nicht sehr gerne trage. Einen Hut auf dem Kopf kann nie Schaden, denn gerade der Kopf ist bei meiner Haarlage sehr anfällig.

Gerade bei Kalten Temperaturen besitzt die Haut eine geringe äußere Fettschicht. Dies liegt unter anderem daran, dass ab einer Temperatur von 8° und darunter die körpereigene Lipidproduktion eingestellt wird. Wenn man nun noch oft und zu heiß sich wäscht, entzieht man der Haut noch zusätzlich ihre Fettschicht. Daher ist es ratsam mit einer Feuchtigkeitscreme dagegen anzugehen. Dies mache ich meist abends.

Theoretische Vorbereitung:

xxx

Körperliche Vorbereitung:

xxx

Kostenzähler:

1578 Euro

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Reiseapotheke

Tag 122 noch 18 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: bedeckt -4°

Gestern war ich nun endlich beim Arzt um meine Reiseapotheke zu planen. Allgemein werden wir noch eine Blutuntersuchung durchführen um zu erkennen ob irgendwelche auffälligen Werte vorliegen. Danach habe ich dann bis auf den Hautarzt alle Termine bei den Ärzten fertig.

Auch das Training klappt ganz gut, da die Schwellung immer weiter zurück geht. Heute werde ich die Frühstunde nutzen um in der Sporthalle unserer Schule ein spezielles Dehn- und Belastungsprogramm zu absolvieren.

Mein Administrator hat mir gestern zwei Links zugeschickt, bei denen weltweit frei zugängliche Wireleslan Hotspots  aufgeführt sind. Ein erster Blick auf diese Seiten verriet mir, dass ich an einigen vorbei kommen werde. Für interessierte sind hier und hier die Links.

Reiseapotheke

Ich unterscheide grob drei Arten an Medikamenten und anderer Sanitätsartikel. Zum einen frei zugängliche Medikamente, die man eh auf einer Reise dabei haben sollte. Zum anderen Medikamente die verschrieben werden müssen und abhängig sind von der Region die man bereist und zum letzten individuelle Medikamente bei chronischen Erkrankungen.

Für alles hier vorgestellte gilt: „Es ersetzt keinen Arztbesuch um z.B. Unverträglichkeiten auszuschließen“

1. Freie Medikamente und Artikel

Meistens kommen eine die wichtigsten Artikel selbst in den Kopf. Es ist also weniger der Inhalt der Probleme macht, sondern vielmehr die Menge. Wenn man auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein will, müsste man davon ausgehen jede Woche zwei Tage krank zu sein oder sich zu verletzen.

Ich habe sowohl auf der nördlichen, wie auch auf der südlichen Schleife zwei Depots geplant in denen Arzneimittel und Material enthalten ist. Wieviel ich davon dann benötige wird sich zeigen, aber ich habe einen gewissen Puffer.

Grundlegend sollte man eine gewisse Anzahl an Pflastern, Mullbinden und Kompressen mit haben. Hinzu kommt noch ein Dreieckstuch, dieses ist einfach zu vielseitig einsetzbar, als das man es weglassen könnte. Ich persönlich trage immer eine Rettungsfolie bei mir. Sollte mal der Rucksack verloren gehen und man ist unterkühlt, leistet sie sehr wichtige Dienste.

Eine Tube Ringelblumensalbe oder Fenestilgel lindert die Auswirkungen von Mückenstichen oder anderer kleiner Blessuren wie z.B. leichte Verbrennungen.

Als Desinfektionsmittel nehme ich Betaisadonnasalbe mit. Man könnte diese zwar auch als Lösung mitnehmen aber erstens ist sie schwerer als die Salbe und zweitens kann man aus der Salbe eine Lösung herstellen aber aus der Lösung keine Salbe. Eine Lösung benötigt man meist zum auswaschen von größeren Wunden. Für kleine Desinfektionsarbeiten ist die Salbe daher besser.

Eine Kompressionsbinde nehme ich auch mit. Sie ist leider etwas größer als eine elastische Binde, bietet aber bei weitem bessere Stützeigenschaften und sollte ich mir wirklich mal etwas verstauchen kann ich damit zumindest etwas weiter laufen.

Eine kleine Pinzette und Schere sind hilfreich, müssen aber nicht unbedingt sein. Zur Fixierung ist Tapeverband, den man für Druckstellen dabei haben sollte sehr gut geeignet.

2. andere Medikamente (tw. Verschreibungspflichtig)

Welche Beschwerden könnten auf einer Tour auftreten? Dies können kleinere Kopfschmerzen sein, Durchfall, ein grippaler Infekt oder allgemein Übelkeit. Für diese vier Beschwerden nehme ich folgende Mittel mit.

Als Schmerztabletten Ibuprofen 800 in einer 100er Packung. Ich werde einige mitnehmen und die anderen wie gesagt in den Depots verstauen. Man muss bei diesen Tabletten ein wenig mit der Dosierung experimentieren. So kann es durchaus reichen, nur eine halbe zu nehmen.

Für bakterielle Infekte nehme ich Roxithromycin 300mg mit. Gerade beim Breitbandantibiotikum sollte ein Gespräch mit dem Arzt stattfinden um es im Falle eines Infektes richtig  anzuwenden.

In diesen Zusammenhang erwähnte mein Arzt ein weiteres Breitbandantibiotikum (ich habe leider den Namen vergessen), welches in der Wirkung ähnlich ist, aber bei zu direkter Sonneneinstrahlung Kopfschmerzen usw verursachen kann. Da im Fjäll oft eine exponierte Lage ist, sollte man eher auf dieses Mittel verzichten.

Weit schlimmer auf Wanderungen ist der Flüssigkeitsverlust in Form von Durchfall und erbrechen. Auf diese Art und Weise kann man schnell viel Flüssigkeit verlieren. Daher ist es in diesem Falle wichtig die Ursachen schnell zu bekämpfen.

Für Übelkeit und erbrechen nehme ich MCP Hexal Tropfen 30ml mit. Gegen den Durchfall Loperamid Filmtabletten.

3. Medikamente für chronische Erkrankungen

Da ich selber nicht an chronischen Erkrankungen leide benötige ich diesen Punkt nicht. Wer auf längere Tour geht kann von seinem Arzt die benötigten Medikamente verschrieben bekommen.

Auch die Antibabypille, die einige Frauen benötigen, können für einen längeren Zeitraum verschrieben werden.

Theoretische Vorbereitung:

Handyvertrag besorgt, Bankgeschäfte erledigt, Etappen 63-70 überarbeitet.

Körperliche Vorbereitung:

Dehn und Kraftübungen für die Beine

Kostenzähler:

1578 Euro

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Kleinere Blessuren Teil 3

Tag 117 noch 23 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: leichter Schneefall 1°

Heute möchte ich den Bereich der kleinen Blessuren abschließen. Wobei ich gestern darauf aufmerksam gemacht wurde, dass man einen Hitzeschlag nicht als „kleine“ Blessur abtun könnte. Diese Kritik nehme ich gerne an und verbessere es hier.

Die Depotplanung steht nun und ich werde mich heute nach den Preisen erkundigen und ein letztes Mal die einzelnen Stationen anschreiben bzw anrufen. Am Ende der Woche oder am Wochenende werde ich meine Depots dann hier veröffentlichen.

Gestern war ich das erstemal bei der Lymphdrainage und fand dies sehr entspannend und freue mich auf die nächsten 5 Termine. Ich hoffe sehr die Schwellung dann aus meinem Bein herausbekommen zu haben. Dies bedeutet zwar weitere 5 Termine im Februar aber diese Termine nehme ich  gerne wahr. Da ist mir mein heutiger Zahnarzttermin schon unangenehmer.

Mit der Datenübertragung bin ich schon wieder fast am Anfang angelangt. Gestern stellte sich heraus, dass ich zu den 150Mb Paket noch ein Basispaket dazu buchen müsste. Da komme ich dann schnell auf über 100€ pro Monat nur an Gebühren und sollte ich die 150Mb überschreiten wird es nochmal teurer. Ärgerlich in diesem Zusammenhang ist vor allem, dass ich nach der Radtour im Fjäll bin und dort nicht immer Empfang habe und die Gebühren dann trotzdem tragen muss. Außerdem würde der Vertrag 2 Jahre Laufzeit haben und sollte ich aus irgendeinen Grund die Tour abbrechen müssen, würden die Kosten weiter anfallen.

Vielleicht starte ich daher mit einer normalen Übertragung ohne Vertrag. Dies wird auf den ersten 60 Tagen dann teurer als 100€ im Monat, dafür habe ich während der Wanderung keine weiteren Kosten. Ich würde dann zwar nicht 20 Fotos pro Tag hochladen sondern ein paar weniger und in Internetcafés bzw bei Personen die mir ihren Anschluss zur Verfügugn stellen dann mehr nachladen. Naja ich werde mir dies nochmal durchrechnen.

Kleinere Blessuren 3

Verstauchungen

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon ist man im steinigen Gelände umgeknickt. Gerade unser Sprunggelenk ist bei Wanderungen davon stark betroffen. Dies muss nicht einmal durch Unachtsamkeit geschehen, sondern Folge sein eines Wegrutschens auf glitschigem Untergrund.

Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung sind typische Merkmale einer Überdehnung oder Verstauchung. Je nach Stärke der Verstauchung sollte man dann eine kürzere oder längere Pause einlegen. Gerade sobald diese Art Verletzung auftritt sollte die Etappe unterbrochen werden. Ist am Ende des Tages allerdings ein festes Quartier oder Arzt in Aussicht, sollte man das betroffene Gelenk ruhig stellen und versuchen den Ort bzw den Arzt zu erreichen. Der betroffenen Person sollte das Laufen dann so einfach wie möglich gemacht werden. Das heist Gepäck umverteilen und die Person zu stützen.

Ist man allerdings im Fjäll und hat nur sein Zelt als Ruheort, greift das PECH-Prinzip.

P(ause): Wanderung unterbrechen und das betroffene Körperteil ruhig stellen.

E(is): Eis bzw Kühlung tun dem Gelenk gut und verhindern eine zu starke Schwellung.

C(ompression): Ein Kompressionsverband sollte angelegt werden.

H(ochlagern): Das Bein sollte erhöht gelagert werden um Schwellungen und Blutergüsse zu reduzieren.

Vorbeugend kann man nicht sehr viel machen. Ein offenes Auge, Trekkingstöcke und Wanderstiefel mit hohen Schaft bieten dem Fuß eine gewisse Stabilität. Auch wer regelmäßig Dehnübungen macht ist im Vorteil. Ein Fuß der es gewohnt ist gedehnt zu werden, verkraftet eine plötzliche Dehnung besser als ein Fuß, der dies nicht gewohnt ist.

Verrenkungen

Verrenkungen oder eine ausgekugelte Schulter kommen eher selten vor. Meist als Folge eines Sturzes oder einer falschen Bewegung. Erkennbar ist dies oftmals durch eine abnormale Stellung der betroffenen Gliedmaße. Starke Schmerzen sind damit immer verbunden und auch eine Schwellung. Es wird angeraten die betroffene Gliedmaße ruhig zu stellen und einen Arzt aufzusuchen. Niemals sollte man ein ausgerenktes Glied selber wieder einrenken.

Auf einer langen Wanderung ist das leichter gesagt als getan. wer schon einmal etwas in dieser Richtung hatte weiß, dass es meist nur einer kleinen Bewegung bedarf um wieder schmerzfrei zu sein. Dafür eine aufwändige und nervige Rettung einzuleiten würde mir persönlich ziemliche Kopfzerbrechen bereiten.

Ich würde in diesem Falle bei Fingern und Schulter zur Selbsthilfe greifen und im nächsten Ort nochmals einen Arzt konsulidieren.

Theoretische Vorbereitung:

Etappen 51-62 überarbeitet und verbessert, Depotplanung überarbeitet.

Körperliche Vorbereitung:

xxx

Kostenzähler:

1578 Euro

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Kleinere Blessuren Teil 2

Tag 116 noch 24 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: heiter 3°

Da meine Schwellung im Bein einfach nicht zurück gehen möchte war ich gestern nochmal bei meinem Orthopäden. Da er sofort sah, dass die Schwellung eher noch zugenommen hat musste ich kurzfristig zu einen anderen Arzt um eine Thrombose auszuschließen. Glücklicherweise ergab die Untersuchung auch, dass ich keine Thrombose habe. Mir wurde aber kurzfristig, damit die Schwellung bis zum Start weg ist eine Lymphdrainage verschrieben. Damit werde ich heute beginnen und wir werden versuchen so viele Termine wie möglich in der noch verbleibenden Zeit hinzubekommen.

Mit der Depotplanung bin ich nun fast fertig. Da ich ja gestern wieder einige Stunden in den Wartezimmern der Ärzte verbracht habe, konnte ich daran nicht ganz soviel arbeiten wie erhofft. Mir fehlen noch die Angaben für drei Depots. Die Liste seht schon sehr gut aus und ich freue mich auf das Einkaufen.

Kleinere Blessuren Teil 2

Unterkühlung

Bei Unterkühlungen unterscheidet man zwei Arten, die leichte und die schwere. Bei der leichten zittert man und die Bewegungen scheinen nicht mehr so zu wollen wie sie es sollten. Bei der schweren Unterkühlung hört das Zittern meist wieder auf und und die betroffene Person kann kaum noch das Gleichgewicht halten.

Ich hoffe jeder wird ohne schwere Unterkühlung seine Tour bewältigen, denn bei einer solch schweren Unterkühlung sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Bei der leichten kann man allerdings gut selber Abhilfe schaffen. Als erstes sollte ein geschützter Ort aufgesucht werden. Es kann schon reichen das Zelt aufzubauen um aus dem kalten Wind heraus zu kommen. Nasse und kalte Kleidung sollte durch trockene ersetzt werden und die Person kann ruhig langsam von außen aufgewärmt werden. Vor Bodenkälte sollte man sich in acht nehmen und ein warmer Tee in kleinen Schlücken ist sehr gut. Alkohol sollte man keinen geben, da dieser dem Körper eher schadet als hilft.

Hunger, Müdigkeit und nasse Kälte begünstigen eine Unterkühlung. Daher sollte als Vorbeugung auf so etwas geachtet werden. In meiner Planung habe ich gerade am Anfang auf der Radfahrt für jede 5. Nacht ein festes Bett geplant um meinen Körper auf Vordermann zu bringen und meine Ausrüstung auch.

Erfrierungen

Erfrierungen treten meistens in  Finger und  Zehen auf. Gerade bei Wanderungen im Hochgebirge kann es mal schnell zu Erfrierungen kommen. Hautverfärbungen der betroffenen Körperteile sind ein starkes Indiz für eine Erfrierung. Etwas weniger schlimm aber auch schon ein Symptom sind Hautrötungen und Gefühllosigkeit in der Haut.

ErfroreneKörperteile sollten nur durch Körpereigene Wärme aufgewärmt werden. Hände kann man unter die Achseln stecken oder bei einem Mitwanderer. Bei den Füßen ist man meist auf fremde Hilfe angewiesen. Auch auf Massagen sollte verzichtet werden. Beim erwärmen mit Öfen oder heißem Wasser ist die Gefahr von Verbrennungen zu groß, da man die Hitze oftmals nicht spürt. Auch auf solche Hilfsmittel sollte daher verzichtet werden.

Ich hatte es mal auf einer Wanderung im Harz, dass ich nachts aufgewacht bin und die Zehen meines linken Fußes schon bläulich waren und völlig Gefühlslos. Damals hatte ich noch keine Ahnung und habe eine Kerze angezündet und meinen Fuß so gewärmt. Dies klappte sehr gut und irgendwann wurde es schön warm. Am nächsten Tag erst bemerkte ich die Brandblasen unter meinem Fuß.

Hitzeerschöpfung

Bei Hitze können ganz andere Gefahren auftreten. Die weniger schlimme, dafür aber häufigere ist die Hitzeerschöpfung. Kopfschmerzen, erhöhte Körpertemperatur, Übelkeit, geringe Urinausscheidung und Krampfartige Schmerzen sind Symptome einer Hitzeerschöpfung.

Die betroffene Person sollte schnell aus der Sonne in den Schatten gebracht werden. Ausruhen und Flüssigkeitszufuhr sind wichtige Maßnahmen. Es kann hilfreich sein die Beine hoch zu lagern und kühlende Kompressen aufzulegen.

Sobald die Körpertemperatur wieder normal ist sollte man frühestens über eine Fortsetzung der Tagesetappe nachdenken. Vorbeugend sollte man auf regelmäßiges und ausreichendes trinken achten. Pausen im Schatten verbringen und dem Körper Kühlung verschaffen. Das tragen eines Hutes ist sehr wichtig.

Hitzschlag

Sobald der Körper nicht mehr in der Lage ist seine Temperatur selber zu regulieren kann es schnell zu einen Hitzschlag kommen. Temperaturen über 40° und trockene-heiße Haut sowie ein schneller und schwacher Puls sind starke Symptome.

Die betroffene Person muss umgehend aus der Sonne herausgebracht werden und eine Kühlung muss eingesetzt werden. Es geht darum die Temperatur möglichst schnell zu senken und auch Massagen der Gliedmaßen sind anzuraten. Bei einem Hitzschlag sollte auch jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Vorbeugend gelten die gleichen Punkte wie unter Hitzeerschöpfung. Ich hoffe, dass ein Hitzschlag so vermieden werden kann.

Theoretische Vorbereitung:

Etappen 41-50 korrigiert und überarbeitet, Etappen 383-385 vermessen und hochgeladen, Depotplanung abgeschlossen.

Körperliche Vorbereitung:

xxx

Kostenzähler:

1578 Euro

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Kleinere Blessuren Teil 1

Tag 115 noch 25 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: leichter Schneefall 1°

Ich habe mit den Depotinhalten  begonnen und schon einen ersten Entwurf fertig. Eigentlich geht dies sehr schnell, nur möchte ich gerade im Bereich des Proviants ein wenig Abwechslung haben. Es ist ja nicht schwer für eine beliebige Anzahl Tage das nötige Essen zu planen aber entweder wird es schnell sehr teuer, sehr schwer oder sehr eintönig.

Ein Kompromiss aus den drei beschriebenen Problemen wird das Ergebnis werden und dann habe ich diesen Punkt erledigt. Gestern habe ich noch andere Dinge getan außer der Depotplanung. So musste ich gefühlte 100 Telefonate führen. Es geht darum die letzten Arztbesuche zu organisieren, Kündigungsfristen einzuhalten und auch die Verabschiedung von Freunden und Familie zu koordinieren. Im Februar werde ich fast jeden Tag einen Termin haben.

Da mir dies anscheinend noch nicht genug ist, habe ich mir nun doch das Ziel gesetzt, die Etappen der südlichen Schleife fast komplett hochzuladen. Mal sehen wie weit ich da noch komme.

Kleinere Blessuren

Vor ein paar Tagen habe ich ja bereits etwas über Blasen und Druckstellen geschrieben. Dies könnt ihr hier noch einmal nachlesen. Es gibt aber noch andere kleinere Beschwerden mit denen man sich auseinander setzen muss. Ich werde im folgenden einige davon vorstellen und ein wenig beschreiben.

Muskelkrämpfe

Krämpfe hat bestimmt jeder schon einmal gehabt und gerade auf Wanderungen können sie sehr nervig sein. Für ihr auftreten gibt es mehrere Ursachen und man sollte Krämpfe immer ernst nehmen. Entweder zeigen sie eine zu hohe Belastung an oder einen Mangel an Grundversorgung.

Wenn sie Aufgrund der Belastung auftreten sollte man mehrere Pausen einlegen, die Muskeln dann dehnen und massieren. Es kann auch hilfreich sein die Tagesetappe allgemein ein wenig zu verkürzen. Eine Gute Vorbereitung kann die Gefahr von Muskelkrämpfen stark reduzieren. Ein Körper der auf Belastungen vorbereitet ist geht damit im allgemeinen besser um als ein unvorbereiteter Körper.

Mangelerscheinungen sind  meist Wasser und Elektrolytmangel. Daher immer ausreichend trinken auch schon dann wenn man kein Durstgefühl hat. Zwischendurch oder abends kann es sehr hilfreich sein die verlorenen Elektrolyte mit Hilfe von einer Magnesium oder Multivitamintablette zu kompensieren.

Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand ist meist sehr schmerzhaft und nicht gut. Alle wissen, dass zu häufiger Sonnenbrand die Gefahr von Hautkrebs ansteigen lässt. Dies ist schlimm aber auf Wanderungen nicht der schlimmste Effekt der mit einen Sonnenbrand verbunden ist. Vielmehr muss man auf Dehydration achten. Ein Sonnenbrand begünstigt dies und man muss mehr Wasser trinken.  Sonst kann es schnell zu den oben beschriebenen Muskelkrämpfen kommen.

Sollte es trotzdem mal zu einen Sonnenbrand kommen, die betroffene Stelle mit Ringelblumensalbe einreiben und nicht weiter der Sonne aussetzen. Allgemein ist es sinnig von vornherein auf genügend Schutz zu achten und z.B. eine Kopfbedeckung zu tragen und sich mit Sonnenschutzmittel einzureiben.

Für den den Sonnenbrand verantwortlich ist die UV Strahlung. Diese tritt in großen Höhen vermehrt auf und kann auch bei bedeckten Himmel zu einen Sonnenbrand führen. Reflektierender Schnee ist ebenfalls nicht gut.

Wassermangel (Dehydration)

Für Wassermangel gibt es sehr viele Ursachen. Es ist aber immer so, dass die Zufuhr nicht mit dem benötigten Wasser übereinstimmt. Welche Ursache dies hat ist von Situation zu Situation verschieden. Entweder ist nicht genügend Wasser vorhanden oder man trinkt zu wenig.

Situationen die zu einem Wassermangel führen können sind: hohe Temperaturen, Überanstrengung, große Höhen, Erkrankungen wie z.B. Durchfall oder falsches trinken.

Leichte Kopfschmerzen können schon die ersten Anzeichen sein. Auch dunkler Urin deutet darauf hin. Eine Form der Dehydration, die wir alle bestimmt schonmal kennengelernt haben ist der „Kater“ nach zu viel Alkohol am Abend.

Der Alkohol entzieht dem Körper regelrecht das Wasser und so kommt dieser Kopfschmerz am nächsten Tag. Vorbeugend sollte man auch beim Alkoholgenuss regelmäßig Wasser trinken, der Kopf am nächsten Morgen wird es einen danken.

Die beste Vorbeugung ist also genügend und regelmäßig Wasser zu sich zu nehmen. Den Körper nicht unbedingt den extremsten Temperaturen aussetzen. In heißen Gebieten lieber morgens wandern, mittags eine lange Siesta einlegen und in den Abendstunden noch ein paar Kilometer absolvieren.

Wenn es zu Dehydration gekommen ist sollte man einen schattigen Ort aufsuchen und für genügend Wasserzufuhr sorgen. Es kann hilfreich sein zusätzlich Elektrolyte zu geben. Bei Menschen mit einer Nieren bzw Herzerkrankung sollte auf den Zusatz von Elektrolyten verzichtet werden, da es zu schweren Schäden kommen kann.

Ich würde raten die Etappe zu verkürzen und abwarten bis die Symptome der Dehydration verschwunden sind. Wenn dies nicht möglich ist, muss man mehrere kleine Pausen einlegen und die Etappen sollten kurz gehalten werden.

Dehydrierte Personen neigen schneller zu Unterkühlung, Hitzschlag und Hitzeerschöpfung. Dazu Morgen mehr.

Theoretische Vorbereitung:

Etappen 31-40 korrigiert, Etappen 280+281 erstellt und hochgeladen, Etappen 379-382 erstellt und hochgeladen.

Körperliche Vorbereitung:

Schwimmen 1500m DS

Kostenzähler:

1578 Euro

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Gut Wandern

Tag 111 noch 29 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: Schneeregen 1°

Ich habe mich jetzt doch entschlossen noch die Etappen der südlichen Schleife zu erstellen. Zumindest die einzelnen Karten möchte ich, soweit ich es schaffe, noch hochladen. Die einzige Problemstelle in diesem Zusammenhang ist Italien. Mal sehen wie weit ich es hinbekomme.

Die Radtour von Palermo nach Hamburg steht bereits und ich habe gestern begonnen diese Etappen zu erstellen.

Gestern habe ich sage und schreibe 2 Stunden mit einer Sache zugebracht, die man in 2 Sekunden hätte erledigen können. Das sind immer solche Momente, dass ich mich kurzzeitig ärgere. es ist ähnlich wie mit dem Verlaufen auf einer Wanderung. Am Ende konnte ich da Problem dann doch lösen und weiß es beim nächstenmal besser.

Heute gehe ich zum Hautarzt und werde meine Oberfläche mal wieder anschauen lassen. Gerade die Haut wird in der nächsten Zeit viel zu ertragen haben. Mal sehen welche Ideen mir die Hautärztin mit auf den Weg gibt.

Das Schwimmen und Laufen klappt gut, allerdings kann ich das Bein noch nicht stärker als mit wandern belasten. Ich werde nächste Woche noch einmal zum Orthopäden gehen.

Blasen und Druckstellen

Jeder Mensch hat andere Füße und jeder Mensch reagiert anders aus Belastungen derselbigen. Wie schnell man zu Blasenbildung neigt und wie schmerzhaft diese für einen selber sind ist individuell sehr verschieden. Blasen und Druckstellen können aber schnell zu einer echten Belastung werden. Weniger auf kurzen Wochenendwanderungen als vielmehr auf ausgedehnten Fernwanderungen.

Ich selber habe relativ unempfindliche Füße und achte im Vorwege darauf Blasen zu vermeiden.

Vorbeugung

Meist wird der Fuß von zwei Schichten umschlossen, den Socken und den Schuhen. Hier gibt es den ersten Ansatz um Blasen zu vermeiden. Anfangen möchte ich allerdings mit dem Fuß selber.

Der Fuß

Blasen entstehen durch Reibung und aufgeweichte Haut unterstützt diesen Vorgang. Ein kleines Sandkorn kann schon zu Beschwerden führen. Morgens sollte man daher die Füße noch einmal gut waschen und danach sehr gut abtrocknen. Vor allem der Bereich zwischen den Zehen ist zu beachten. Weiterhin muss man immer einen Blick auf die Nägel haben. Lieber öfter kürzen und potentielle Ecken, die sich in die Haut bohren könnten verhindern.

Die Socken

Die Socken sollten sauber, trocken und faltenfrei sein. Es nützt sehr wenig die Füße gut zu reinigen wenn die Socken morgens dreckig sind und Fremdkörper enthalten. Daher muss man die Trekkingsocken auch abends von Fremdkörpern befreien. Abhängig vom Wetter und der Ankunftszeit am Abend kann man diese bei genügender Wasserzufuhr gut waschen.

Da kommen wir auch schon zum zweiten Punkt. Die Socken müssen trocken sein bzw sollten es sein. Ein entscheidender Faktor hierfür ist das Material aus dem die Socken hergestellt werden. Prinzipiell gilt: Synthetik Socken trocknen schneller als Wollsocken. dafür sind die Wollsocken meist bequemer. Ich selber trage Trekkingsocken aus einen Mischgewebe von Wolle und Synthetikfasern.

Beim anziehen muss man darauf achten, dass keine Falten entstehen und die Socken gut am Fuß anliegen.

Die Schuhe

Es sollte sich von selbst verstehen, dass Schuhe gut eingelaufen sein müssen wenn man auf eine längere Wanderung geht. Abhängig von der Steifigkeit und den verwendeten Material dauert dies länger oder weniger lang. Meine Schuhe benötigen meist 80-100km bis ich sie voll und ganz eingelaufen habe.

Allerdings bringen auch gut eingelaufene Schuhe nicht viel, wenn sie ungenügend bzw falsch geschnürt werden. Sobald der Fuß Spielraum im Schuh hat und sich bewegen kann, entsteht Reibung. Dies ist oftmals das Probleme bei Blasen im Bereich der Ferse.

Unterwegs

Während der Wanderung empfiehlt es sich daher den Schuh öfter zu kontrollieren und ggf. neu zu schnüren. Dies kann man auch mit einer Pause verbinden in denen man die Schuhe öffnet bzw ganz auszieht. Bei längeren Etappen mache ich zwar ungern längere Pausen aber auch bei einer 15 Minuten Rast kann es reichen die Schuhe zu öffnen und die Füße neu zu behandeln (waschen, abtrocknen). Personen die auf längeren Strecken eine richtige Mittagsrast von einer Stunde und mehr einlegen sollten die Schuhe auf jeden Fall ausziehen und während der Zeit in den Schuhen herumlaufen, die zum durchwaten der Flüsse benutzt werden.

Auch die Socken kann man bei gutem Wetter über die Trekkingstöcke stülpen und sie so trocknen lassen.

Beschwerden unterwegs

Sobald man Anzeichen einer Blase (bemerkt man meist erst spät) bzw einer Druckstelle (bemerkt man meist eher) verspürt sollte man eine kurze Rast einlegen und sich die Stelle anschauen. Ich sage sollte, da viele dies nicht machen. Ich gehöre ab und an leider auch dazu.

Druckstellen können dann gleich mit Tapeverband abgeklebt werden und sollten dies auch in den nächsten Tagen im Vorwege. So können viele Blasen auch verhindert werden, die sich vielleicht sonst aus einer Druckstelle entwickeln könnten. Beim abtapen ist darauch zu achten, dass das Tape gut fixiert wird und sich nicht Selbstständig macht und beginnt sich aufzureiben.

Auch Blasen können sofort behandelt werden. Entweder nimmer man dafür spezielle Blasenpflaster (die nehme ich nie, da sie einfach zu teuer sind) oder improvisiert aus einem Stück Tape und einem Papiertaschentuch ein eigenes Blasenpflaster. Dabei muss man darauf achten, dass das Papiertaschentuch ringförmig um die Blase herum gelegt wird und nicht auf die Blase drückt.

Nach der ersten Versorgung kann man nun noch die Schuhe ein wenig entlasten und die Stellen, an denen die Blase bzw Druckstelle entstanden ist etwas lockern (man kann z.B. einen der Tiefzughaken auslassen).

Behandlung

Abends im Lager gilt es dann die Problemstellen zu behandeln. Luft ist meist die beste Behandlungsmethode und ich würde abgeklebte Druckstellen vom Tape befreien und sie einfach der Luft aussetzen. Meist habe ich auf der Tour eine kleine Tube Ringelblumensalbe dabei. Diese kann zur Linderung aufgetragen werden. Am nächsten Morgen die Stellen erneut abtapen.

Bei Blasen wird es schon komplizierter. Soll man sie aufstechen oder lieber nicht? Einige sagen ja, andere nein. Auch ein Blasenpflaster kann auf lange Sicht, bei einer mehrtägigen bzw mehrwöchigen Wanderung, dass aufplatzen einer Blase nicht verhindern. So sagen die Befürworter man solle sie lieber gleich aufstechen. Die anderen wiederum meinen eine offene Blase ist sehr anfällig für Keime und die darunter liegende Haut ist sehr anfällig.

Ich persönlich mache es von der Restzeit abhängig. Denn es stimmt schon, der beste Schutz vor Keimen ist die Haut selbst. Wenn ein Ende absehbar ist belasse ich die Blase und wandere auch am nächsten Tag weiter. Wenn aber noch viele Tage anstehen schaue ich wann der nächste Ruhetag geplant ist und versuche es bis dahin durchzuhalten. Wenn auch ein Ruhetag nicht in Sichtweite ist, öffne ich die Blasen am Abend und niemals unterwegs (es sei denn sie platzen).

Auch hier gilt, Luft tut der Haut am besten. Nach dem öffnen der Blase sollte man die Haut möglichst weit wegschneiden. Denn unter der Haut können sich sehr gut Keime festsetzen. Danach die Blase gut auswaschen und einmal desinfizieren. Danach schön an der Luft trocknen lassen. sobald es wieder in die Wanderschuhe geht, sollte man die Stelle noch einmal desinfizieren und während der Wanderung mit einem Pflaster abkleben.

Theoretische Vorbereitung:

Etappe 428-440 vermessen und hochgeladen.

Körperliche Vorbereitung:

1500m DS

Kostenzähler:

88 Euro

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Schlafen im Freien

Tag 109 noch 31 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: bewölkt -4°

Heute ist mein Muskelfaserrisse zwei Wochen her. Ich habe mittlerweile keine Schmerzen mehr beim Laufen und auch die Schwellung ist bald verschwunden. Nur in der Kniekehle ist die Schwellung noch ein wenig größer und schränkt mich in der Bewegungsfreiheit ein. Diese Woche werde ich nur schwimmen und am Wochenende endlich mal wieder eine Wanderung unternehmen. Ab nächster Woche gilt es dann das Fahrrad einzufahren.

Mit der Ausrüstung im allgemeinen bin ich mir jetzt weitestgehend im klaren. Ich warte nur noch auf einige Antworten von Firmen bevor ich die noch fehlenden Artikel besorge. Gestern habe ich in dieser Hinsicht eine sehr schöne Mail bekommen und werde dazu bald mehr schreiben.

Die nächste Woche steht dann im Zeichen der Depots. Die endgültige Planung der selbigen soll abgeschlossen werden und die ersten Artikel gekauft werden.

Heute werde ich wieder bei Globetrotter Flyer verteilen und versuche zwischen 16h und 17.30h dort zu sein. Entweder vor dem Laden oder in der Rucksackabteilung.

Schlafen im Freien

Es gibt nichts schöneres für mich als unter freiem Himmel zu schlafen bzw in einer nicht völlig geschlossenen Behausung. Auf der Tour werde ich bestimmt die eine oder andere Nacht auch so verbringen. Im folgenden stelle ich vier solcher Möglichkeiten vor.

Schutzhütten

Windschutzhütten gibt es in Schweden sehr viele. Gerade in dem Teil, wo ich das Fjäll verlasse und die Strecke eher durch Waldgebiete führt, werde ich oft Windschutzhütten als Übernachtungsorte wählen. Meist ist man höchstens mit ein oder zwei Wanderern zusammen und der Platz reicht gut aus. Da sie meist schon so gebaut werden, dass die Windanfälligste Seite am geschützttesten ist, bieten sie einen guten Regen und Windschutz.

Oftmals sind vor den Hütten direkt geschützte Feuerstellen angelegt und man kann es auch in kälteren Nächten schön mollig warm haben.

Der einzige Nachteil, dieser besteht aber bei allen aufgeführten Beispielen, sind die Mücken und andere Krabbeltiere. Diese nerven viele Personen und sie nehmen lieber ein Zelt mit. Gerade in der Vor- und Nachsaison ist es allerdings sehr schön in einer Windschutzhütte zu schlafen.

Tarps

Auch Tarps sind eine gute Alternative. Erstens sind sie leichter als ein Zelt und bieten trotzdem guten Platz. Man kann sie sehr individuell abspannen und sich so auch ein windgeschütztes Plätzchen schaffen. Die Trekkingstöcke können in diesem Zusammenhang eingesetzt werden und man erhält auch Räume unter dem Tarp, die eine größere Bewegungsfreiheit garantieren.

Es gibt extra Tarpstangen, diese habe ich noch nie verwendet und kam bisher immer sehr gut mit meinen Trekkingstöcken aus.

Der Vorteil gegenüber den Windschutzhütten liegt darin, dass man das Tarp auch an Plätzen aufspannen kann der einem gefällt oder der besser in die Planung passt. Der Nachteil liegt aber auch auf der Hand, ohne Abspannmöglichkeiten ist man aufgeschmissen. Gerade im Kahlfjäll gibt es keine Abspannmöglichkeiten und daher schließe ich ein Tarp auf dieser Tour aus. Vielleicht verwende ich ein Tarp auf dem südlichen Teil in Italien.

Hier eines von vielen Produktbeispielen.

Unter freiem Himmel

Wenn man sich sicher sein kann, dass das Wetter sich hält (falls man das jemals sein kann *g*) ist die schönste Art, sich einfach mit seiner Isomatte und dem Schlafsack hinzulegen wo es einen gerade danach ist. Ich habe auf diese Weise schon sehr schöne Nächte im freien verbracht. In diesem Zusammenhang kann ein Biwacksack gute Dienste leisten und einen vor kleineren Wettereinflüssen sehr gut schützen.

In der Hängematte

Die Hängematte ist auch eine Art unter freien Himmel zu schlafen. Sie liegt aber eine Ebene über den Boden und bedarf mindestens zweier Abspannpunkte. Diese zu finden ist oftmals garnicht so einfach. Sie müssen im richtigen Abstand zueinander stehen, wobei weiter auseinander besser ist als zu dicht, sie müssen die Hängematte und die Person darin halten können und sie müssen ungefähr am Etappenende liegen.

Auch ich habe die schöne Vorstellung einer Nacht in einer Hängematte zu verbringen als Kind gehabt. Ich habe mir relativ früh (ungefähr 14) meine erste Reisehängematte geholt und auch gleich Erfahrungen mit ihr gesammelt.

Ich persönlich finde die Nächte meist sehr unbequem. Bei größeren Hängematten für den Hausgebraucht ist es besser aber bei Matten die in Frage kommen würden auf einer Tour dabeizusein ist die Komfortabilität einfach nicht gegeben. Egal wie stark man sie gespannt bekommt, so biegen sie sich unter Belastung doch sehr durch und man hat immer das Gefühl wie ein „Klappmesser“ in ihnen zu liegen. Man kann dies ein wenig ausgleichen indem man sich leicht schräg hinein legt und für einen Mittagsschlaf geht das auch. Für eine erholsame Nacht reicht dies nicht.

In Gebieten wo man lieber etwas oberhalb des Bodens schlafen sollte, können sie aber eine gute Bewandniss haben. Da dies noch nicht meine Gebiete sind kann ich hier nicht aus Erfahrung sprechen.

Theoretische Vorbereitung:

Etappe 11-20 kontrolliert und überarbeitet (eine Etappe muss ich morgen noch vermessen), Inhalte der Artikel weiter kopiert und in das Menu eingefügt.

Körperliche Vorbereitung:

xxx

Kostenzähler:

88 Euro

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Versorgung der Grundlegenden Bedürfnisse

Tag 93 noch 47 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: leichter Schneefall 0°

Daisy flaut langsam ab und hier in Hamburg haben wir garnicht viel davon mitbekommen. Einige Kilometer weiter östlich allerdings sah dies schon anders aus. Ein Freund kam gestern aus Travemünde nach Hamburg und meinte nur es hier im Vergleich zu Travemünde harmlos. Ich kann mir, obwohl ich es schon so oft selber erlebt habe, immer sehr schwer vorstellen wie sich Wetter so schnell ändern kann.

Gerade Hamburg ist eine unbeständige Stadt und das Wetter kann am Tag mehrmals umschlagen. Auf jeden Fall führte Daisy dazu, dass mein anvisierter Zug nicht fuhr und ich somit eine kleine Wanderung vor meiner Haustür unternahm. Es wurde eine ruhige kleine Strecke von knapp 14km und es war zwar windig aber sehr schön.

Eigentlich wollte ich ja Ende Januar aufhören zu arbeiten. In meiner Schule sind zur Zeit sehr viele Kollegen krank und fallen längere Zeit aus. Ich habe mich daher entschieden auch noch drei Wochen im Februar zu arbeiten. Nicht mehr im regulären Unterricht sondern als Vertretungslehrer und Betreuungslehrer. Auch meiner Reisekasse tut dies gut.

Heute gehen die Konferenzen los und ich glaube heute noch nicht dorthin zu müssen, da keine meiner Klassen besprochen wird. Daher möchte ich heute mehr Etappen fertig planen.

Versorgung der grundlegenden Bedürfnisse

Klar kann man es sich bei diesem Punkt einfach machen und nur schauen welche Bedürfnisse man befriedigen muss. Man könnte es auf Wasser bzw. Trinken und Essen reduzieren. Dies würde für die Planung durchaus ausreichen aber es ist ein wenig umfangreicher.

Unten stelle ich nun ein Modell vor, an dem ich mich orientiere und zwar bevor ich in konkrete Planungen übergehe. Anhand dieses Modells mache ich mir Notizen und arbeite diese Punkt für Punkt ab.

Bedürfnisse die in einem aufkommen sind, wenn man sie nicht befriedigt, demotivierend und können eine längere Tour schwer machen und im Extremfall zum Abbruch der Tour führen. Ich bin fest der Meinung, dass ein Großteil derer, die den Appalachian Trail wandern wollen und dies nicht schaffen an ihrer Psyche scheitern und nicht am körperlichen.

Unser Körper kann so extrem viel schaffen und leisten, die Barriere die ihn bindet ist unser Kopf.

Die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow

Abraham Maslow war ein amerikanischer Psychologe der als einer der Gründungsväter der Humanistischen Psychologie gilt. In seinen Forschungen untersuchte er die seelische Gesundheit und menschliche Selbstverwirklichung.

Im Jahre 1943 veröffentlichte er erstmals seine Bedürfnispyramide, die er im Jahre 1970 nochmals erweiterte. In ihr legt er 5 Stufen zu Grunde an denen sich die Bedürfnisse des Menschen orientieren. Grundgedanke ist, dass die nächsthöhere Stufe erst dann erreicht werden kann, wenn die davor befriedigt ist.

In einigen Situationen kann man für kurze Zeit auch gewisse Stufen überspringen. So kennt es bestimmt jeder aus seiner Schul- bzw. Studienzeit, dass man eine „Nachtschicht“ einlegt um ein Buch zu Ende zu lesen oder eine Hausarbeit fertig zu schreiben, die für den folgenden Tag wichtig sind.

In dem Film „Cast Away“ mit Tom Hanks orientiert sich dieser an der maslow´schen Pyramide um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Die Stufen der Pyramide

Stufe 1 Körperliche Existenzbedürfnisse:

Atmung, Schlaf, Nahrung, Wärme, Gesundheit, Wohnraum, Sexualität, Bewegung

Stufe 2 Sicherheit:

Schutz vor Gefahren, Einkommen, Recht und Ordnung, Absicherung

Stufe 3 Soziale Bedürfnisse:

Freunde, Familie, Partnerschaft, Liebe, Kommunikation

Stufe 4 Individual Bedürfnisse:

Status, Erfolg, Wohlstand, Einfluss, Geld

Stufe 5 Selbstverwirklichung:

Talententfaltung, Perfektion, Selbstverbesserung

Die ersten drei Stufen gelten als Defizitbedürfnisse . Sie müssen befriedigt sein um zufrieden zu sein. Wenn sie aber befriedigt sind, besteht keine Motivation sie noch weiter zu befriedigen. Die letzte Stufe gehört zur Kategorie der unstillbaren Bedürfnisse und kann nie ganz befriedigt werden.

Es gibt allerdings auch viel Kritik an der Pyramide. Sie ist an westlichen Werten und Lebensbedingungen orientiert. So ist es in anderen Ländern durchaus anders und die Gemeinschaft wird zum ersten Punkt um überhaupt die Versorgungsbedürfnisse zu garantieren.

Man sollte daher immer unterscheiden zwischen dem Bedürfnis einerseits und dem Verhalten andererseits. Auch in unserer Kultur sind die Rahmenbedingungen durchaus dafür verantwortlich sich anders zu verhalten als es das eigene Bedürfnis gerne möchte.

Die Anwendung bei der Planung

Für ein so großes Projekt wie ich es durchführen möchte, ist es wichtig die ersten 4 Stufen erreicht zu haben. Erst dann kann man die Planung in Angriff nehmen. Meist ist dieser Übergang von Stufe 4 auf 5 auch der Übergang, wenn der utopische Gedanke zur konkreten Utopie wird.

Nun muss man wieder vorne beginnen  und sich fragen, wie man die einzelnen Stufen auf der Tour befriedigen wird.

Die Grundlegenden Bedürfnisse sind individuell verschieden. Jeder wird wissen was er benötigt und wovon er eher wenig braucht. Luft bzw Atmung spielt auf Hochgebirgstouren durchaus eine Rolle und wird nicht erst in der „Todeszone“ wichtig. Höhenkrankheiten können durchaus schon ab 2700m auftreten. Bei Tauchexkursionen spielt wiederum Luftdruck und Dekompressionszeiten eine wichtige Rolle.

Trinken wiederum ist bei allen Planungen relevant. Hunger und Durst lassen die Motivation schnell in den Keller fallen. Für meine Tour wird es in einigen Gebieten Italiens schwer werden eine durchgehende Wasserversorgung zu gewährleisten. Nahrung ist überall geplant bzw kann erworben werden.

Schlaf und Wärme möchte ich in einem Punkt behandeln. Wer friert schläft nicht bzw schlecht. Dieser Punkt wird bei mir eine entscheidende Rolle spielen. Es gibt wie gesagt einige kleinere Tricks wie man eine gute Nacht verbringen kann. Auch wenn der Wunsch schnell in den Schlafsack zu kommen groß ist, sollte man dieses Bedürfnis ein wenig verschieben. Es wäre zwar anfangs schnell warm, aber man würde auch schnell auskühlen. Daher erst etwas essen, nicht zu weit vor dem schlafen, dann Bewegung aber nicht schwitzen und dann ab in den Schlafsack. Schlaf an sich sollte ich auf der Tour genügend bekommen.

Wohnraum ist meist das Zelt aber auch mal eine Pension bzw Hütte. Bewegung werde ich auf der Tour genügend haben und wie jeder einzelne mit seiner Sexualität umgeht und wie stark sein Bedürfnis dahingehend ist wird jeder selbst wissen.

Die Stufe 2 der Pyramide geht noch weiter ins Detail. Für Sicherheit ist man abhängig von den Ländern die man bereist, wie ist das dortige Werteverständnis? Wie sind Europäer in dem Lande anerkannt? Viele Fragen die von Land zu Land verschieden sind. Absicherung ist auch ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang. Wie komme ich im Notfall zurück? Wie ist die Gesundheitsversorgung in dem Land? Wo gibt es Abbruchsmöglichkeiten meiner Tour.

Da ich mich nur im europäischen Ausland aufhalte sind diese Punkte schnell zu beantworten. Die Gesundheitsversorgung ist gut bis sehr gut und über eine Auslandskrankenversicherung sind die Kosten gedeckt. Die Sicherheit in den Ländern ist auch gut bis sehr gut.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Outdoor steht gerade etwas über die einzelnen Risikofaktoren in verschiedenen Ländern. So haben die skandinavischen Länder den Faktor 1 und alle anderen europäischen Länder, mit wenigen Ausnahmen, den Faktor 2. Auf der HP der Zeitschrift kann man sich die Risikofaktorkarte auch anschauen (Den Link habe ich gerade nicht zur Hand.).

Stufe 3 ist ein nicht zu unterschätzender Punkt. Gerade auf längeren Touren ist Kontakt zu den Mitmenschen wichtig und man vermisst sehr schnell seine engsten Angehörigen und Freunde. Telefonate und E-mails können da Abhilfe schaffen.

Einer der Gründe, warum ich eine 1:1 Berichterstattung anstrebe, liegt auch darin begründet, dass ich so näher an meinen Freunden und Verwandten dran bin.

Die Stufen 4+5 spielen auf Touren eher nicht die große Rolle und können in der Planung eher vernachlässigt werden. Sie spielen eher für jeden selber eine große Rolle und entfalten sich meist erst dann, wenn man wieder daheim ist.

Theoretische Vorbereitung:

Tabellen der Etappen 206-210 erstellt und hochgeladen.

Körperliche Vorbereitung:

2000m DS

Kostenzähler:

88 Euro

Tags:

Proviant selber gemacht

Tag 90 noch 50 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: bewölkt -3°

Nun sind es nur noch 50 Tage bis zur Abfahrt. Ich bin optimistisch, die Etappen alle so online zu bringen, wie ich mir das vorgestellt habe. Die gesamte südliche Schleife allerdings nicht mehr. Dafür muss dann die kurze Pause in Hamburg herhalten.

Es gilt nur  vermehrt Telefonate zu führen. Ich werde nochmal die Fährverbindungen überprüfen, die Depotstandorte anrufen und andere wichtige Telefonate führen.

Ich persönlich werde das erste mal ein wenig nervös und hoffe das alles klappt. Es ist allerdings eine positive Nervosität.

Weiterhin hat der Winter uns in Hamburg, aber auch in vielen anderen Teilen Deutschlands, fest im Griff. Die letzten Jahre waren ja echt mager was den Winter betraf. Wenn es mal Schnee gab, blieb dieser nie lange liegen und Perioden in denen es mal länger als 3 Tage unter 0° bleibt waren auch eher die Seltenheit.

Vor allem war es bis Anfang Dezember noch dermaßen warm und mild, dass ich schon dachte der Winter wird genauso unwinterlich wie sonst. Mittlerweile stelle ich mir eher die Frage wie es Ende Februar aussehen wird.

Beim Training waren meine Beine die letzten Tage ein wenig flau. Habe daher das Krafttraining gestern ein wenig verkürzt und bin nur ganz langsam gefahren.

Proviant

Proviant selber gemacht ist eine etwas irreführende Überschrift. Die Grundlagen bzw Grundzutaten kauft man selbstverständlich, es geht vielmehr darum die Zutaten platzsparend und Energiesparend zu mischen.

Ich habe ja bereits gestern darüber berichtet, dass man sein Müsli schon im Vorwege mit dem Milchpulver mischen sollte. Dies kann auch mit allen anderen Dingen, die mischbar sind geschehen.

Beim Müsli greife ich oft auf eine fertige Mischung Schokomüsli zurück und versetze sie mit trocken Früchten, so kann ich individuell für mich meine Lieblingsmischung herstellen.

Wer gerne Kaffee trinkt und dazu Milch benötigt oder der Kartoffelbrei, der mit trockenen Kräutern versetzt wird.

Wer sich gerne morgens ein frisches Brot macht (Bannock) sollte die Zutaten auch schon im Vorwege mischen und nur noch das Wasser angießen.

Gewürze halte ich lieber getrennt. So kann ich für jedes Gericht eine eigene Mischung ausprobieren. Es gibt allerdings auch Personen die schon die Gewürze im voraus mischen.

Auch bei den meist verwendeten Tütensoßen kann man anfangen zu mischen. Hier allerdings eher mit getrocknetem Gemüse. Eine mit getrockneten Champignons aufgepeppelte Napolisoße ist eine schöne Abwechslung.

Bei allen selber gemachten bzw im Vorwege gemischten Lebensmitteln muss man auf eine Wasserdichte Verpackung achten. Diese ist z.B. bei den Tütensoßen gegeben, sobald sie allerdings mischt, sollte man sehr vorsichtig sein. Sobald so eine Mischung nass wird, wird es kritisch. Daher behalte ich auch einiges in Originalzustand zurück.

Die Kreativität beim mischen kennt keine Grenzen und es ist durchaus möglich sich Energiereiche Lebensmittel herzustellen. Einige sehr gute Beispiele für energiereiche und leichte Lebensmittel sind im Buch:

„Trekking ultraleicht“ von S. Dapprich, Conrad Stein Verlag Band 184, ISBN: 978-3-86686-184-8, Preis ca. 10€

aufgeführt. Meine persönlichen Mischungen und Rezepte werden euch bald bekannt gegeben werden.

Theoretische Vorbereitung:

Tabellen der Etappen 182-190 vorbereitet.

Körperliche Vorbereitung:

Schwimmen 3000m DS, Laufen 1h ext. (lasse ich ausfallen um meine Beine zu erholen)

Kostenzähler:

88 Euro

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Mahlzeiten auf der Tour

Tag 89 noch 51 Tage bis zum Start von „The Long Walk“

Wetter: heiter -4°

Seit den Ferien habe ich mir angewöhnt morgens immer einen etwas längeren Artikel zu schreiben. Gestern reichte mir dafür erstmals die Zeit nicht und ich musste den Rest noch am Vormittag ergänzen. Ich möchte den Umfang der Artikel nicht mindern und daher kann es vorkommen, dass ich einen Artikel entweder etwas später am Tage veröffentliche oder aber noch ergänze.

Der Artikel gestern hat mir mal wieder vor Augen geführt wie schwer es ist eine Reduzierung des Stoffes vorzunehmen. Da ich ja Chemie und Sport studiert habe bin ich ziemlich gut mit der ganzen Thematik vertraut und es fällt mir schwer ohne zu sehr ins Detail zu gehen, dies hier alles zu schreiben. Zufrieden bin ich mit dem dargestellten noch nicht und werde den Inhalt noch einmal überarbeiten wenn ich ihn auf den dafür vorgesehenen Unterpunkt hochlade.

Allgemein tritt hierbei ein Phänomen des Wissen und nicht Wissen zu Tage. Bei allen Themen gibt es Fachleute und Laien. Für die einen ist es zu oberflächlich und falsch und für die anderen zu schwierig. Für mich selber ist es immer sehr schwierig  mich in etwas reinzuarbeiten, wenn von Anfang an zwar alles richtig und komplett aufgeführt ist aber ich zu überfrachtet bin. Ich besorge mir meist einen groben Überblick und gehe dann ins Detail.

Wichtig dabei bleibt immer, dass man das gelesene hinterfragt und sich andere Meinungen einholt.

Mahlzeiten auf der Tour

Anders als die Hobbits im Herrn der Ringe unterteile ich den Tag nicht in gefühlte 20 Mahlzeiten sondern nur in drei. Dies handhabe ich zu Hause so und auf der Tour ebenfalls. Ich habe die Begriffe Frühstück, Unterwegs und Abends gewählt. Grob kann man sie aber auch als vor der Etappe, während der Etappe und nach der Etappe benennen.

Frühstück

Ein Start in den Tag sollte mit einem Guten Frühstück beginnen. Anders als zu Hause muss ich hierbei schon einiges an Kalorien für den Tag aufnehmen. Ich lege mein Frühstück daher nicht zu weit vor dem Start der Etappe. Meist sind es so 20-30 Minuten vorher. Sollte ich wirklich mal einen schweren Magen haben, werden die ersten Kilometer ein wenig ruhiger angegangen.

Beim Trinken ist es einfach. An kalten Tagen mache ich mir einen Tee und für unterwegs eine kleine Kanne voll. Meist bleibe ich aber beim Wasser, dies liegt vor allem daran, dass ich lieber abends einen heißen Kakao oder Tee trinke. Ein wenig Milchgeschmack nehme ich dann ja auch über das Milchpulver im Müsli auf.

Beim Essen nehme ich oft Müsli auf. Das Müsli verfeinere ich zu Hause nach meinen Gutdünken und es sollte sich jeder so zusammenstellen, dass es ihm gut schmeckt. Müsli und Milchpulver mische ich bereits daheim und plane grob 70g pro Tag ein.

Um das Frühstück ein wenig aufzumotzen behalte ich abends meist ein wenig von der warmen Mahlzeit übrig und mache sie mir mit wenig Energie morgens kurz warm.

Wenn ich viele Orte anlaufe und die Möglichkeit zum einkaufen besteht, kaufe ich auch frisches Brot und Aufschnitt.

Unterwegs

Es gibt zwei Arten an Wanderern. Die einen machen nur kurze Pausen und essen unterwegs nur schnelle Kleinigkeiten und die anderen planen meist eine längere Pause ein und machen sich mitunter eine richtige Mahlzeit zwischendurch. Ich gehöre eindeutig zu der ersteren Spezies und halte meine Pausen kurz bzw. esse nur Kleinigkeiten.

Hierfür bieten sich Kekse, Müsliriegel, Hartwurst und viele andere Kleinigkeiten an. Wenn man im Supermarkt durch die Regale streift sieht man sehr viele kleine Mahlzeiten für Zwischendurch.

Für mich ist es wichtig einen guten Geschmack im Mund zu haben, daher plane ich kleine Bonbons ein, da ich Kaugummi nicht mag.

Abends

Den Großteil der Nahrung nehme ich Abends auf. Dies liegt bei mir daran, dass ich vor allem vom Kopf her eher die Ruhe habe dies zu tun. Das Zelt steht, es ist alles eingerichtet und man hat das Gefühl der Tag geht zu Ende.

Das Essen am Abend hat auch noch einen zweiten wichtigen Grund. Der Körper braucht die Energie in der Nacht um die Temperatur schön konstant zu halten. Bevor ich mich in den Schlafsack begebe, laufe ich meist noch ein paar Runden ums Zelt und esse nicht zu früh vorm schlafen.

Da allerdings jeder anders auf einen vollen Magen reagiert ist dies nur meine eigene Meinung.

Abends steht bei mir die Hauptmahlzeit auf dem Programm. Diese Variiert. Meist ist die Grundlage Reis, Nudeln oder Kartoffelbrei. Diese werden dann mit wenig Aufwand gewürzt und verfeinert. Wie gesagt werde ich auf der Tour einige Rezepte vorstellen. Auf längeren Abständen ohne Einkaufsmöglichkeit verwende ich auch gerne Trekkingnahrung. Diese sind meist schnell und einfach aufzuwärmen, verbrauchen nicht viel Brennstoff und schmecken gut.

Weiterhin nehme ich abends meine Naschbelohnung zu mir. dies kann Schokolade oder ein paar Weingummis sein.

Am meisten werden mir auf der Tour frisches Obst und Gemüse fehlen. Vor allem die Wanderung wird schwer werden. Bei den Depots plane ich meist für die ersten zwei Tage eine Obstkonserve ein und zum Glück gibt es auf den norwegischen und schwedischen Hütten Obstkonserven zu kaufen. Eine kleine Dose Ananas für knappe 3€ kann dann schnell zum Genuss werden.

Jeder hat seine eigenen Vorlieben und somit sollte jeder für sich seine speziellen Vorlieben ausprobieren. Man kann in dieser Hinsicht sehr viel testen und ausprobieren.

Theoretische Vorbereitung:

Etappen 180+181 erstellt und hochgeladen, Trainingsplan ergänzt, 2h Telefonate geführt

Körperliche Vorbereitung:

2h Rad ext., Kraftausdauertraining Beine

Kostenzähler:

88 Euro

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